Segelboot Hanse 410 kaufen

Hanse 410 - auf Yachtall.com

Bootsart:
Segelboot
Hersteller:
Baujahr:
2015 - 2027
Preis:
ca. € 251.900 - 375.000
Länge:
11,99 - 12,60 m
Breite:
4,29 - 4,30 m
Tiefgang:
1,70 - 2,10 m
Kabinen:
2 - 3
Andere Bezeichnung / Submodelle:
Hanse 41
Einer der modernsten Cruiser in der 40-Fuß-Klasse: Attraktive Linien, großes Cockpit mit allen Annehmlichkeiten und unter Deck eine helle, geräumige Loft-Atmosphäre. Klingt zu schön um wahr zu sein? Klingt nach der Hanse 410! So geht modernes Cruising mit Segel-Charakter!
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10 Segelboote Hanse 410 zum Kaufen

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Hanse 410

Segelboot / Segelyacht: Hanse, Neuboot auf Lager, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 12,55 m x 4,29 m, 12,55 x 4,29 m Bj.: 2025, Kabinen: 2
Motor: Yanmar, 56 PS (41 kW), Diesel
€ 365.997
Liegeplatz: Deutschland
2025
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Preis: € 365.997, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.351,94

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We offer a new, very well-equipped HANSE 410 in the owner’s version, 2 cabins, mainsail furling into the mast, generator, air conditioning, heating, …
The boat is completed at the shipyard and is offered with a 20% discount.

Hanse 410

Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 12,55 m x 4,29 m, 12,55 x 4,29 m Bj.: 2024, Kabinen: 3
Motor: 57 PS (42 kW), Diesel
€ 375.000
Liegeplatz: Polen
2024
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Preis: € 375.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.432,69

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Hanse 410

Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Hanse, Neuboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 12,56 m x 4,29 m, 12,56 x 4,29 m Bj.: 2027, Kabinen: 2
Motor: Yanmar, 29 PS (21 kW), Diesel
€ 258.900
Liegeplatz: Spanien, El Masnou
2027
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Preis: € 258.900, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.569,95

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Hanse 410

Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 12,55 m x 4,29 m, 12,55 x 4,29 m Bj.: 2025, Kabinen: 3
Motor: kein Motor
€ 299.000
Liegeplatz: Kroatien, Workum
2025
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Preis: € 299.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.968,01

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Hanse 410

Segelboot / Slup: Hanse, Gebrauchtboot
Länge x Breite: 12,55 m x 4,29 m, 12,55 x 4,29 m Bj.: 2025, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 3JH40, Diesel
€ 259.900
Liegeplatz: Kroatien, Dubrovnik
2025
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Preis: € 259.900, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.579,88

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Pantaenius

Hanse 410

Segelboot / Slup: Hanse, Gebrauchtboot
Länge x Breite: 12,55 m x 4,29 m, 12,55 x 4,29 m Bj.: 2025, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 3JH40, Diesel
€ 259.900
Liegeplatz: Kroatien, Sukošan
2025
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Preis: € 259.900, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.579,88

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Hanse 410

Segelboot / Slup: Hanse, Neuboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 12,55 m x 4,29 m, 12,55 x 4,29 m Bj.: 2026
€ 251.900
Liegeplatz: Italien, Mar Tirreno
2026
Anfrage senden Firma: Band of Boats
Preis: € 251.900, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.500,48

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Hanse 410

Segelboot / Segelyacht: Hanse, Neuboot vorbestellt, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 12,55 m x 4,29 m, 12,55 x 4,29 m Bj.: 2026
€ 299.000
Liegeplatz: Deutschland, Laboe bei Kiel
2026
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Preis: € 299.000, inkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.968,01

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Liegeplatz in der Baltic-Bay verfügbar

Hanse 410

Segelboot / Slup: Hanse, Gebrauchtboot
Länge x Breite: 12,55 m x 4,29 m, 12,55 x 4,29 m Bj.: 2025, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW)
€ 320.000
Liegeplatz: Portugal
2025
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Preis: € 320.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.932,12

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Hanse 410

Segelboot / Segelyacht: Hanse, Neuboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 12,55 m x 4,29 m, 12,55 x 4,29 m Bj.: 2026, Kabinen: 2
Motor: 39 PS (29 kW), Diesel
€ 258.900
Liegeplatz: Deutschland, Siek bei Hamburg
2026
Anfrage senden Firma: HSP
Preis: € 258.900, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.569,95

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Das Loft auf dem Wasser: Hanse 410

Die Greifswalder Werft setzte 2023 ihren Modernisierungskurs konsequent mit der 2020 gestarteten neuen Linie von Berret-Racoupeau fort. Nachdem die Hanse 460 ein großes Ausrufe- und Achtungszeichen in die Branche und bei den Seglern gesetzt hatte, folgte die etwas kleinere 410 auf dem Fuße. Die klaren, modernen und fließenden Linien des französischen Design-Büros werden fortgeführt: Der Rumpf ist von außen an den ausgeprägten Kimmkanten (den sogenannten „Chines“) am Heck und vor allem dem negativ nach innen gewölbten Steven mit schön integriertem Bugspriet zu erkennen. Die im Rumpf eingebetteten Fenster und die Hanse-typischen Fenster im Kabinenaufbau lassen sie eindeutig als Hanse identifizieren, das Design aber ist Lichtjahre in die Moderne katapultiert, legt man die neue 410 gegen die alte, noch von Judel/Vrolijk designte Vorgängerin, die Hanse 415.

Alles neu: Nicht nur das Aussehen

Dieser fast schon radikale Schritt hat die Branche geschockt, galt Judel/Vrolijk doch als der „Haus- und Hof-Konstrukteur“ der Werft. Mit dem Schwenk auf Olivier Racoupeaus Büro schafft Hanse allerdings zwei Dinge: Das etwas „verstaubte“ und im Ausland manchmal belächelte „deutsche“ Image kann man sofort ablegen. Berret-Racoupeau ist ein großes, international tätiges Design-Büro, welches sich auf Cruising- und Fahrtenyachten spezialisiert hat. Schon die 460 zeigte damals, wohin die Reise für die Greifswalder gehen würde: Breit, breiter am breitesten für mehr Komfort und mehr Mittelmeer-Segeln. Das mögen eingefleischte Hanse-Fans, die ihre Boote vor allem für die gute Amwind-Performance (wichtig in der Ostsee!) lieben, bedauern, denn die neuen Yachten folgen dem zurzeit typischen Design-Paradigma der überbreiten „Bügeleisenform“, die vor allem für Halb- und Vorwindkurse, also das Urlaubssegeln, optimiert sind – und dabei Maximalvolumen unter Deck bieten. Wer segelt schon freiwillig mehr am Wind, als er muss?

Aber keine Sorge: Racoupeau macht nicht den Fehler, der Bavaria damals mit Cossutti passiert ist. Denn die Veränderungen an der Hanse sind zwar enorm, aber nicht zu radikal. Die neue „französische“ Hanse ist immer noch als solche zu erkennen. Die grundsätzlichen Design-Features werden respektiert und nur leicht angepasst. Racoupeaus Hanse reiht sich schön neben den Klassikern der Werft und auch den Judel/Vrolijk-Vorgängern ein. Das ist auch der Grund, warum die Werft durchaus Kunden hinzugewinnen konnte – vor allem bei nicht-deutschen Käufern. Allerdings: Es geht nicht nur ums Äußere!

Wie sich das Segeln verändert hat – und auch Hanse Yachts reagiert

Die Freizeit-Segelei hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Durch den Boom der Charter-Industrie ist für die Serienhersteller ein Nachfragemarkt entstanden, dessen Kunden vor allem eines wollen: Platz! Charter-Yachten müssen groß sein, viel Komfort bieten und vor allem große Kabinen unter Deck. An Deck sollten sie möglichst einfach zu bedienen sein (denn meist hat nur einer der Chartergäste halbwegs Segelerfahrung), sollten wieder viele Chill-Zones und Liege-, sowie Sonnen-Plätze für die Gäste bieten. Und später, im Hafen, sollten sie möglichst schnell und einfach (sprich: billig) zu reparieren sein. Man muss bedenken, dass die Serienwerften bis zu 50 % der gebauten Einheiten an die Charterflotten-Betreiber liefern!

Im Privaten hat sich die Segelei allerdings auch grundlegen verändert: Der Fahrtensegler von früher ist kaum noch existent. Meist nutzen die Skipper ihre Yachten als Daysailer und Weekender – auch die großen Boote – und sind pro Jahr nur wenige Wochen auf richtig großen Törns unterwegs. Auch hier ist das Segeln selbst nur Nebensache: Die Yachten werden mehr als schwimmende Urlaubsbasen, als Lofts und mittlerweile immer stärker als Bord-Office genutzt. Dieses Nutzungsprofil verlangt ebenfalls eher nach Komfort denn nach Segelleistungen.

Hanse, wie alle anderen Werften auch, hat auf diese Entwicklung reagiert: Sehr breite Rümpfe, helle und lichte Salons, große Achterkammern und modulare Bauweise nach dem Motto „quadratisch, praktisch und gut“. Profitieren tun beide Zielgruppen: Denn auch wenn die Preise natürlich hoch sind, bleiben Serienboote im Vergleich zu den klassischen, Eigner- und Fahrten-zentrierten Marken bezahlbar.


Hanse 410 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan

In Greifswald wird moderner Bootsbau betrieben: Die Herstellung der Hanse 410

Serienboote werden oft etwas abfällig als „Joghurtbecher“ bezeichnet. Ein Titel, den sie wirklich nicht verdient haben! Zunächst einmal: Jedes Segelboot, das kommerziell angeboten wird, muss durch eine offizielle Zertifizierungsbehörde nach CE-Richtlinien gecheckt und beurteilt werden. Im Falle der Hanse 410 ist die CE-Kategorie das Fahrtgebiet A, also die unlimitierte Ozeanfahrt mit Winden über 8 Beaufort und Wellen über 4 Meter. Kein Skipper, der bei Trost ist, würde mit einer Hanse (oder Beneteau, Jeanneau usw.) ernsthaft in die sturmgepeitschten Regionen der Roaring Fourties segeln, aber Kategorie A ist Kategorie A. Demnach ist die Hallberg-Rassy, Amel oder Oyster nicht „anders“ oder besser – denn die haben auch nur die Kategorie A. Was wir damit sagen wollen ist, dass eine Serienyacht durchaus auch Blauwasser-Fahrten „kann“, technisch gesehen. Und natürlich sind die Top-Marken steifer, stabiler und mit besserer Ausstattung für solcherlei Hochseeabenteuer ausgestattet – die „Joghurtbecher“ bieten aber die gleiche Sicherheit, Stürme und Schlechtwetter abreiten und überstehen zu können!

Was die Hanse 410 angeht, so wird der Rumpf mit dem bewährten Außenschale/Innenschale-Prinzip gebaut. Dabei wird in die Außenschale, welche der komplette Rumpf ist, den man auch von außen sehen kann, eine speziell konstruierte und geformte Bodengruppe fest und untrennbar eingeklebt. Diese stellt Kiel und Spanten nach. Sobald verbunden, ist der Rumpf in Längs- und Querrichtung extrem stabil und verwindungssteif. Bei Hanse werden die strukturgebenden Schottwände nicht aus Holz gebaut, sondern sind ebenfalls hochfeste Komposit-Bauteile. Sobald diese eingesetzt und anlaminiert sind, ist ein fast monolithischer Bootskörper entstanden, der sehr stabil ist.

Die großen Rumpfteile der Hanse 410 sowie das Deck werden zudem mit dem modernen Vakuum-Infusions-Verfahren hergestellt, welches Material und Gewicht spart und das auch noch unter wesentlich angenehmeren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, als es beim „nassen“ Handauflege-Verfahren der Fall wäre. Fest, steif und sicher also, keine Sorge! Und keine despektierlichen Verweise auf die Joghurtbecher mehr, bitte.

Das Konzept der Hanse 410: Modernes Cruising, Made in Germany

Zur Hanse 410: Bei Segelyachten ab 40 Fuß beginnt man üblicherweise von einer „Yacht“ zu sprechen, Boote in den Klassen darunter sind … „Boote“. Mit diesem Wortwechsel dokumentiert sich also schon im Sprechen das etwas gehobenere Niveau, das nun von diesen Schiffen erwartet wird. Außerdem sind Yachten ab 40 Fuß groß und stabil genug, um ernsthaft, sicher und komfortabel die größeren Segelprojekte wie Atlantik-Überquerung und sogar Weltumrundungen in Angriff zu nehmen. Dementsprechend größer sind auch die Erwartungen der Kaufkunden an eine solche Yacht.

Die Hanse 410 bietet als 2-Kabiner im „Eigner-Layout“ genau diesen Platz, enormen Stauraum in der nun freien zweiten Achterkammer und beim Kauf die Möglichkeit, das Boot als reine Eigneryacht mit nur einem Badezimmer oder mit zwei Badezimmern zu betreiben. Als 3-Kabiner finden mehr Gäste und auch größere Familien an Bord ausreichend privaten Raum in den Kabinen. Die Yacht ist perfekt für das Fahrtensegeln und auch den Urlaub ausgestattet: Ausgewogene Segelleistungen (später mehr), ein fantastisches Cockpit und viel Komfort.

Sie ist und bleibt ein agiles Segelboot: Der Segelplan der Hanse 410

Hanse ist bekannt für gute Segelperformance und durchaus flottes Segeln. Wir können Sie beruhigen, der Switch auf einen französischen Konstrukteur hat daran nichts geändert! Zwar fällt die Hanse 410 im Vergleich beispielsweise zur Oceanis 40.1 etwas schwerer aus (9,8 zu 8,2 Tonnen), dafür gleichen die Greifswalder dies mit einem leistungsfähigen, hohen Rigg aus.

Zwar können Sie die Hanse 410 mit einem Rollgroß (in-Mast Furling) und Selbstwende-Fock ausstatten, was die Bedienung extrem vereinfacht, dann stehen aber nur 79 Quadratmeter Segelfläche zur Verfügung. Und die sind dann auch noch eher weniger gut zu trimmen, vor allem das lattenlose Rollgroß wird bei Windkursen spitzer als Halbwind kaum zum Vortrieb des Bootes beitragen. Wir gehen davon aus, dass diese Konfiguration eher in der Charter beliebt ist. Besser ist also als Eigner, die überlappende Genua mit 43 und das klassisch durchgelattete Großsegel mit 49 Quadratmeter zu wählen. Zum Einen stehen Ihnen nun 82 Quadratmeter zur Verfügung, was nach wenig Zuwachs klingt, in der Realität aber die Leistung der Yacht deutlich verbessert. Vor allem durch die Trimmbarkeit wird die Effizienz der Segel vervielfacht.

Da das Boot voll beladen locker die 10 Tonnen-Grenze überschreiten wird, empfehlen wir für den Einsatz in ausgeprägten Leichtwind-Revieren unbedingt die Hanse 410 auch mit Gennaker und Code 0 auszustatten.

Highlight Cockpit: Hier punktet die Hanse 410 enorm!

Wir finden, die Hanse 410 hat von allen Serienbooten dieser Klasse das beste Cockpit! Vor allem der Fakt, dass sie die einzige Segelyacht ist, die hier einen zweigeteilten Tisch (also 2 Tische) bietet, katapultiert sie eigentlich eine Klasse höher, denn zwei Cockpittische sind eigentlich eher erst ab 45/46 Fuß zu finden. Warum wir das so hervorheben? Durch die zwei Tische entsteht zunächst ein immer freier Mittelgang: Skipper oder Steuermann können jederzeit zwischen den Steuerständen und Winschen am Heck und dem Salon/vorderen Teil der Yacht hin- und herwechseln, ohne dass die Gäste Füße einziehen oder aus dem Weg rücken müssen. Die können einfach weiter in der Sonne chillen, völlig unbeeindruckt vom Manöver …

Zweitens können die Cockpittische der Hanse 410 abgesenkt werden. Neben der Möglichkeit, die Tischfläche durch Ein- oder Ausklappen von Tischplatten zu vergrößern, passen sich die Tische den Gästen an. Und natürlich der Tageszeit: Morgens viel Fläche, alle sitzen beim großen Frühstück am Tisch, mittags segeln – der Lee-Tisch wird komplett abgesenkt und wird mittels zusätzlicher Polster zur großen Sonnen-Liege, der Lux-Tisch wird eingeklappt: Hier kann man sitzen, sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen und mit dem Steuermann plaudern. Abends werden die Tische wieder hochgefahren: Zum BBQ und Sundowner haben wieder alle Platz, die Drinks aber brauchen nicht die komplette Tischfläche. Das ist Luxus! Und wie gesagt: Auf keiner anderen 40-Fuß-Yacht der großen Serienhersteller zu finden.

Gleichzeitig liefert Hanse ab Werft dicke, toll gemachte Cockpitpolster (etwas, was Bavaria auch super hinbekommt, Beneteau und Jeanneau allerdings eher nicht).

Viel los auf dem Markt um 40-Fuß-Yachten: Die Hanse-Konkurrenz

Wo wir bei den Konkurrentinnen der Hanse 410 sind, lassen Sie uns gleich ein wenig genauer hinschauen. Denn auch hier haben Sie als Kaufinteressent durchaus die Qual der Wahl. Dufour schickt mit ihrer Dufour 41 eine starke Konkurrentin ins Rennen: Ebenfalls recht agil segelnd und mit Single-Rudder ausgestattet, bietet sie etwas mehr Volumen, ist aber auch „bulliger“ im Auftreten. Innen können bis zu 4 Kabinen installiert werden, was aber für Privat-Eigner eher uninteressant sein dürfte. Das Interieur ist sehr modern und ein wenig extravagant – Dufour-typisch eben.

Ebenfalls sehr bullig und eckig, daher mit viel Volumen, kommt die Bavaria C42 daher. Sie ist die breiteste der 40er und bietet unter Deck den meisten Platz. Traditionell auch bestem Niveau ist der Möbelbau und die Holzverarbeitung, hier macht den Giebelstädtern keine andere Serienwerft etwas vor. Das Außen-Design ist polarisierend, seglerisch wird die C42 eher downwind punkten, vom Platz und Luxusfaktor unter Deck aus unserer Sicht aber Klassenbeste.

Jeanneau kann mit der von Marc Lombard gezeichneten Sun Odyssey 410 wiederum ganz eigene Akzente setzen: Das „Walkaround Cockpit“ muss man mögen, denn es nimmt unter Deck durchaus Raum der Achterkammern weg. Da die Sun Odyssey mit 3,99 Metern zudem noch die schmalste im Rennen ist, wiegt das umso schwerer. Dafür sollte die Sun Odyssey die beste Amwind-Performance haben und sich daher sehr gut für das Segeln in charakterstarken Revieren eignen. Innen finden wir sie etwas „verbaut“ und konservativ – was allerdings durchaus viele Fans hat.

Last not least, Branchenführer Beneteau mit der Oceanis 40.1. Diese Yacht, ebenfalls von Lombard gezeichnet, punktet vor allem seglerisch mit schönen Leistungen. Das Design ist modern, etwas kantiger als bei der Hanse 410. Unter Deck weniger versatil, aber ähnlich zurück genommen und hell. Da der Hanse 410 am ähnlichsten, könnte hier vor allem der Kaufpreis entscheidend sein, der bei den Franzosen etwas niedriger ausfällt, als bei Hanse.


Hanse 410 kaufen - Alle Informationen für Skipper/Segler

Seglerisch top!

Als „echter Segler“ wollen Sie sicher eine Yacht kaufen, die auf allen Windkursen gute Performance liefert. Das ist heutzutage ein wenig das Problem, denn die modernen, extrabreiten Cruiser sind eher für die „Urlaubskurse“ von Halb- bis Vorwind optimiert: Hier zeigen die modernen Risse dann allerdings, was sie draufhaben. Vor allem bei wenig Welle und Winden um 15 bis 18, 20 Knoten herum entfalten die breiten, flachen Rümpfe im Zusammenspiel mit den Kimmkanten die „Magie“ – zwar werden schwere Serien-Cruiser wie die Hanse 410 eher niemals in echte Gleitfahrt kommen, aber zweistelliges Segeln ist durchaus möglich. Das eröffnet auch für Fahrtensegler neue Möglichkeiten, denn Downwind sind so Etmale möglich, die man mit den klassischen Segelbooten von früher nie erreicht hätte. Denn diese konnten durch die viel benetzte Rumpffläche (den sogenannten „Lateralplan“) und als Vollverdränger nie ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit übertreffen.

Den Preis für diese hohen Geschwindigkeiten zahlt man allerdings am Wind. Vor allem Dufour und Bavaria kommen hier mit sehr voluminösen Big-Sektionen daher. Diese schaffen zwar innen Palast-artige Eignerkabinen, kosten aber am Wind seglerisch deutlich Speed – und vor allem Komfort. Denn diese flachen, bulligen Rümpfe haben die Tendenz, sich in der Welle gegenan festzustampfen (man muss also deutlich abfallen und verliert spürbar Höhe). Zudem klatschen moderne, flache Rümpfe teilweise sehr unangenehm auf die Wellen am Wind auf – bis hin zu potenziell Schäden verursachendem Mastpumpen. Die Hanse 410 ist hierbei weniger betroffen, denn Racoupeau hat sie mit einem vergleichsweise scharfen und schmalen Bug versehen, sicher eine Vorgabe der Werft, die damit die Amwind-Performance und Seetauglichkeit auch bei Welle sicherstellt.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie oft man im Urlaub – und diese Yachten sind Urlaubs-Boote – hart gegen die Welle segelt. Freiwillig eher selten. Allerdings: Ein Revier wie die Ostsee ändert gefühlt alle 6 Stunden das Wetter. Kreuzseen (unser „beliebtes“ Ostsee-Hack) entstehen zudem. Wer hier viel segelt schaut eher nach einem Allround-Performer. Da glänzt die Hanse 410. Anders herum: Wer seine 40-Fuß-Yacht eher als Daysailer nutzt um die nächste Bucht zum Ankern zu erreichen oder ein ausgeprägter Schonwettersegler ist, der schaut wohl eher nach dem meisten Platz an Bord. Da ist die Amwind-Performance zweit- oder sogar drittrangig.

Etwas eng für den Steuermann

Wo Platz geschaffen wird, muss auch irgendwo anders Platz weg genommen werden. Denn so groß eine Yacht wie die Hanse 410 auch sein mag, auch hier ist der zur Verfügung stehende Raum im Cockpit begrenzt. Hanse hat sich entschieden, den Komfort im Gästebereich an den Cockpittischen zu maximieren. Daher rücken die beiden Steuerstände für unseren Geschmack ziemlich nah an die Steuermannssitze achtern – stehend hat der Skipper hier natürlich genug Platz, sitzend kommen die Knie dem Drehkreis der Steuerräder aber durchaus nahe. Wer gern und viel aktiv von Hand steuert, wird sich hier zurückruckeln müssen.

Wir gehen aber davon aus, dass die meisten Segler nur aktiv beim Manövrieren und sonst eher selten steuern – meist segelt Crewmitglied Autopilot die Yacht, wozu also wertvollen Platz „verschenken“?

Alle Leinen achtern: Easy Sailing bei der Hanse 410

Sehr gelungen finden wir das Layout für das Laufende Gut dieser Yacht: Alle Leinen sind zu den Arbeitswinschen achtern (größtenteils auch unterflurig) verlegt, sodass der Skipper das Boot komplett von hier hinten segeln kann. An die Kurbeln (oder Knöpfe) der Arbeitswinschen kommt man sogar stehend hinter dem Steuerrad, man muss also nicht umständlich vor den Steuerstand treten, um Segel nachzutrimmen oder die Winschen zu bedienen. Das ist ein Pluspunkt. Gennaker oder Code 0 legt man auf die „Genua-Winschen“, die bei der Hanse 410 etwa mittig bei der Hälfte des Cockpit auf dem Süll montiert sind. Wenn Sie also bei Leichtwind den atemberaubenden Ausblick und seglerisch eindrucksvollen Effekt dieser großen Blister genießen wollen, müssen die Gäste auf der Leeseite etwas „aus dem Weg“ rücken, denn hier ist nun die Schot auf der Winsch. Dies ist aber der einzige Umstand, an dem der Gästebereich des Cockpits selbst „benutzt“ wird, unter Standardbesegelung bleiben Gäste wie gesagt „unbehelligt“.


Hanse 410 kaufen - Komfort, unter Deck

Innen modern, etwas kühl: Aber sehr vielseitig

Die Hanse 410 ist unter Deck, wie alle modernen und sehr breiten Cruiser, mit viel Platz gesegnet. Das Layout ist klassisch und schick, das Design schnörkellos und eher zurückhaltend. Hier punkten vor allem die Bavaria C42 mit dem besten Innenausbau und die Dufour 41 mit ihrer Extravaganz. Wer es „sachlicher“ mag, der wird die Hanse kaufen wollen, ähnlich, wie die Oceanis 40.1, die allerdings (obwohl nicht in absoluten Zahlen, wohl aber gefühlt) etwas „enger“ wirkt. Das mag vor allem an ihrer großen Längs-Pantry liegen, durch die das Boot fahrtentauglicher wird, aber eben weniger Sitzfläche und Chill-Zones bietet.

Auffällig ist der Salon-Tisch, der zwar immens Stauraum bietet, aber als einfache „Kastenkonstruktion“ eher etwas lieblos und „einfach“ daherkommt. Ansonsten punktet die Hanse 410 im Salon: Zwei Sitzbereiche, eine große Dinnette an Backbord und ein Sofa an Steuerbord, laden zum Ausspannen, Essen und Trinken und auch zur Skipper-Arbeit am Logbuch oder in den Karten ein: Das 3er-Sofa kann auf Wunsch auf 2er-Länge gekürzt werden, dann entsteht entgegen gesetzt zur Fahrtrichtung an der Rückseite des Schotts zum Badezimmer eine kleine Navi-Ecke für den Captain. Diese ist durchaus praktisch, wenn Sie das Boot als Eigner-Yacht für Langfahrten kaufen wollen.

Gegenüber dem großen Tagesbad (mit abtrennbarem Duschbereich) befindet sich die Pantry der Hanse 410. Dort findet der Schiffskoch zu allererst einmal enorm Platz, um sich beim Kochen auszubreiten. Die Küche ist mit allen Annehmlichkeiten ausgerüstet, wie immer bei Hanse gefällt die schöne Corian-Arbeitsoberfläche, welche je nach Farbwahl den Raum durchaus dominieren kann. Die Pantry bietet zudem beeindruckend viel Stauraum, der durchaus an die Möglichkeiten der Oceanis 40.1-Pantry heranreichen sollte.

3 oder 2 Kabinen? Die Layouts der Hanse 410

Wie bereits erwähnt, hat sich Hanse dazu entschieden, die 410 eher nicht als Mehrkabiner ins Rennen zu schicken. Denn als 2- oder 3-Kabiner kann man so in der Werft durch weniger Optionen die Produktionskosten geringer halten. Sie als Privateigner soll es nicht stören: Die „Eigner-Version“ hält 2 Kabinen und nur ein Bad achtern vor, hier können Sie das Sofa mit oder ohne die Navi-Ecke für den Skipper ordern. Die Backbord-Kabine ist dann eine riesige Staukammer, die vom Cockpit aus aber auch durch eine kleine Tür im Schot durch die Pantry von Innen zu begehen ist.

Zudem können Sie sich beim Kauf als Eigner ein eigenes Badezimmer im Vorschiffsbereich einrichten lassen: Vorbildlich ist hier, dass Hanse beide WCs jeweils an Back- und Steuerbord montiert. Das machen andere Hersteller nicht so. Warum das wichtig ist? Wenn Sie am Wind mit Krängung segeln kommt es gerade bei den sehr breiten Schiffen durchaus häufig vor, dass die Toilette an Luv – da hoch oben – manchmal kein Spülwasser mehr anzieht, weil die Ansaugöffnung nun über der Wasseroberfläche ist. Das WC wird dann unbenutzbar. Zudem ist ein WC an der Lee-seite, die also „unten“ ist, viel bequemer zu benutzen. Ein kleines, aber seemännisch durchaus wichtiges Detail und Pluspunkt für den Kauf der Hanse 410.

Luft und Licht – bei Hanse immer top

Ebenfalls Pluspunkte sammelt die Hanse 410 durch die enorm vielen zu öffnenden Fenster. Bei einer Yacht ab 40 Fuß kann man sich durchaus schon überlegen, eine Klimaanlage nachzurüsten, um im Hochsommer das Boot effizient herunterzukühlen. Bevor man aber diesen großen Invest tätigt, sorgen bei Hanse die komplett zu öffnenden Fenster im Kabinenaufbau zusammen mit der Skylight-Luke und dem großen Niedergang für natürliche Luftzirkulation, Durchzug und damit angenehme Kühle. Keine Serienyacht anderer Hersteller bietet so viel frische Luft im Salon.

Ein weiterer angenehmer Aspekt ist das viele natürliche Licht – auch unterstützt von den großen Rumpffenstern. Von diesen profitieren nun auch die Gäste in den Achterkammern, denn die Hanse 410 ist die erste Yachtgröße bei denen auch die hinteren Kabinen die schöne Aussicht und das natürliche Licht durch Rumpffenster genießen. Vorne in der Eigner-Kammer allerdings mit einem Wermutstropfen: Die Rumpffenster sind so weit oben angeordnet, dass man leider nicht im Liegen die Aussicht auf den Ankerplatz genießen kann.

Schönes Holz, aber einfacher Möbelbau

Die Ausbauqualität bei Hanse liegt aus unserer Sicht im mittleren Qualitätsniveau: Das Furnier ist sehr schön und ausreichend dick, es fehlen uns aber vor allem an den oft benutzten oder exponierten Stellen massive Holzteile. Ecken, Kanten, vor allem an den Tischplatten, den Niedergangsstufen oder den Bodenbrettern, sind nur mit einfachen angeklebten Umleimern versehen. Diese können leicht beschädigt werden und nutzen schon früh ab. Vor allem, wenn Feuchtigkeit ins Spiel kommt. Hier würden lamellierte Formteile oder massive Kanthölzer nicht nur die Qualität und Haltbarkeit erhöhen, sondern auch den Eindruck der Wertigkeit. Das machen Bavaria und Dufour sehr viel besser, Hanse ist hier in etwas pari mit Jeanneau und Beneteau. Hier ist Luft nach oben. Ansonsten fällt das Design eher einfach und schlicht aus, was aber durch die hervorragende Qualität aller Polster an Bord wett gemacht wird: Hanse bietet unserer Meinung nach die bequemsten Polsterarbeiten, und das sowohl im Salon unter Deck wie auch oben im Cockpit.


Zusammenfassung und Fazit

Lohnt es sich, die Hanse 410 zu kaufen?

Sie wollen eine schicke, moderne und gut segelnde Yacht kaufen, die Etmale genauso wegsegeln kann, wie sie sich als Badeplattform zum Ausspannen vor Anker macht? Die Hanse 410 bietet dies alles – und das zu einem guten Preis. „Made in Germany“ ist das Boot vor allem für Segler in der Ostsee interessant, denn die vielseitigen Segeleigenschaften stimmen, Kosten für teure LKW-Transporte werden durch eine Abholung direkt in Greifswald gespart. Innen punktet sie vor allem mit viel Licht und frischer Luft, das Cockpit ist das luxuriöseste seiner Klasse. Auch wenn die Möbelbauqualität nicht ganz an den Primus heranreicht, Eigner dürfen sich über eine solide gebaute, durchaus hochwertige Serienyacht freuen.

Hanse 410 kaufen - Das gefällt uns besonders:

  • Tolles, sehr modernes Design mit vergleichsweise niedrigem Freibord.
  • Bestes Cockpit der 40-Fuß Serienyachten.
  • Ausgewogene Segeleigenschaften trotz extra Breite.

Hanse 410 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:

  • Einfachere Möbelbau-Qualität.
  • Bei viel Wind hoch am Wind durch Einzelruder viel Ruderdruck.
  • Etwas schwer im Branchenvergleich.

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