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Segelboot Bénéteau First 30 kaufen
Beneteau First 30 - auf Yachtall.com
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Bénéteau First 30 E
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 9,25 m x 3,35 m, 9,25 x 3,35 m Bj.: 1984, Kabinen: 2
Motor: Volvo Penta, 18 PS (13 kW), Diesel
€ 9.900
Liegeplatz: Deutschland, Barth, Ostsee
1984
Bénéteau First 30
Segelboot / Slup: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 8,85 m x 2,86 m, 8,85 x 2,86 m Bj.: 1980, Kabinen: 1
Motor: Yanmar, 7 PS (5,1 kW), Diesel
€ 18.500
Liegeplatz: Portugal
1980
Finanzierung: z.B. mtl. € 199,77
Bénéteau First 300 Spirit
Segelboot / Slup: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 9,94 m x 2,87 m, 9,94 x 2,87 m Bj.: 1995, Kabinen: 2
Motor: Volvo Penta MD2020, 18 PS (13 kW), Diesel
€ 35.000
Liegeplatz: Portugal, Porto
1995
Finanzierung: z.B. mtl. € 377,21
Bénéteau First 30
Segelboot / Slup: Bénéteau, Neuboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 10,33 m x 2,95 m, 10,33 x 2,95 m Bj.: 2027, Kabinen: 2
Motor: Yanmar, 14 PS (10 kW), Diesel
€ 197.000
Liegeplatz: Frankreich, La Grande Motte
2027
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.107,56
Bénéteau First 300 Spirit
Segelboot / Slup: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 8,94 m x 2,87 m, 8,94 x 2,87 m Bj.: 1995, Kabinen: 2
Motor: Volvo Penta, 18 PS (13 kW), Diesel
€ 35.000
Liegeplatz: Portugal
1995
Finanzierung: z.B. mtl. € 377,21

Bénéteau First 30
Segelboot / Regattaboot: Bénéteau, NeubootLänge x Breite: 9,35 m x 2,99 m, 9,35 x 2,99 m Bj.: 2027, Kabinen: 1
Motor: Yanmar 2YM15, 14 PS (10 kW)
€ 109.750
Liegeplatz: Italien, Lago di Garda
2027
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.175,86
Bénéteau First 30
Segelboot / Slup: Bénéteau, Neuboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 10,33 m x 2,99 m, 10,33 x 2,99 m Bj.: 2026
Motor: Yanmar, 14 PS (10 kW), Diesel
€ 195.000
Liegeplatz: Frankreich, La Forêt Fouesnant
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.086,15
Bénéteau First 30 (2025)
Segelboot / Slup: Bénéteau, NeubootLänge x Breite: 9,35 m x 2,95 m, 9,35 x 2,95 m Bj.: 2027, Kabinen: 2
Motor: Yanmar, 14 PS (10 kW)
Preis auf Anfrage
Liegeplatz: Italien, Puglia
2027
Bénéteau First 30
Segelboot / Slup: Bénéteau, GebrauchtbootLänge x Breite: 8,90 m x 2,85 m, 8,90 x 2,85 m Bj.: 1979, Kabinen: 1
Motor: Nanni Diesel 2.60HE, 15 PS (11 kW), Diesel
€ 13.500
Liegeplatz: Frankreich, Montpellier, Occitanie
1979
Finanzierung: z.B. mtl. € 145,78
Bénéteau First 30
Segelboot / Slup: Bénéteau, Neuboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 9,35 m x 2,99 m, 9,35 x 2,99 m Bj.: 2026, Kabinen: 2
Motor: Yanmar 2YM15, 14 PS (10 kW), Benzin
€ 185.700
Liegeplatz: Frankreich, Saint-Malo
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.987,65
Bénéteau First 30
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Neuboot auf LagerLänge x Breite: 10,33 m x 2,99 m, 10,33 x 2,99 m Bj.: 2026, Kabinen: 2
Motor: Yanmar, 14 PS (10 kW), Diesel
€ 138.000
Liegeplatz: Ungarn, Balatonvilágos
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.478,53
Bénéteau First 30
Segelboot / Slup: Bénéteau, NeubootLänge x Breite: 10,33 m x 2,99 m, 10,33 x 2,99 m Bj.: 2026, Kabinen: 2
Motor: Yanmar, 14 PS (10 kW), Diesel
€ 138.000
Liegeplatz: Ungarn, Balatonvilágos
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.478,53
Bénéteau First 30
Segelboot / Slup: Bénéteau, NeubootLänge x Breite: 9,35 m x 2,99 m, 9,35 x 2,99 m Bj.: 2026, Kabinen: 2
Motor: 14 PS (10 kW), Benzin
€ 174.966
Liegeplatz: Frankreich, Deauville
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.872,75
Bénéteau First 30
Segelboot / Slup: Bénéteau, Neuboot, Kevlar/CarbonLänge x Breite: 9,35 m x 2,99 m, 9,35 x 2,99 m Bj.: 2025
Motor: Yanmar, 14 PS (10 kW)
€ 175.000
Liegeplatz: Frankreich, Brest
2025
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.873,12
Bénéteau First 30
Segelboot / Slup: Bénéteau, Neuboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 10,33 m x 2,95 m, 10,33 x 2,95 m Bj.: 2026, Kabinen: 2
Motor: Yanmar, 15 PS (11 kW), Diesel
€ 129.780
Liegeplatz: Frankreich, La Grande Motte
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.390,46
Gleitfahrt für Jedermann: Die First 30 macht schnelles Segeln einfach
Leicht, fahrtentauglich und kann Regatten gewinnen
Als die neue First 30 Ende des Jahres 2024 vorgestellt wurde, stellte das eine kleine Revolution dar. Denn anscheinend hatten die Macher von Seascape gemeinsam mit den BENETEAU-Experten und einem Team, das man buchstäblich als „Avengers der Yacht-Konstrukteure“ bezeichnen könnte, endlich die goldene Formel gefunden: Die Verbindung nämlich von schnellem, aktiven Segeln in Gleitfahrt mit der simplen Einfachheit einer leicht zu bedienenden Fahrtenyacht.
Denn bis dato ging immer nur eines: Wer schnell segeln wollte, dabei vielleicht ins Gleiten kommen, der musste relativ spartanische und vor allem unbequem hart segelnde Rennyachten kaufen. Wer hingegen mit Partner und Kind den Komfort eines schönen Urlaubs auf dem Wasser genießen wollte, dem blieb nur die Wahl aus der Palette an Fahrtenbooten. Diese aber dann ohne Gleit-Garantie. Das, soviel steht fest, hat sich nun geändert.
Vorsicht beim Gebrauchtboot-Kauf: Nicht verwechseln mit der Juan-K First 30!
Anders, als üblich, hat man der neu konstruierten First 30 keinen ein-eindeutigen Namen gegeben. Damit besteht die Gefahr, dass man sie mit der First 30 verwechselt, die 2010 vom Ausnahme-Talent Juan Kouyoumdjian (kurz: Juan-K) gezeichnet wurde und von der bis 2015 etwa 100 Einheiten verkauft wurden. Dieses Boot wiegt mit knapp 3.8 Tonnen um die 800 Kilogramm mehr, als die neue First 30 – was den kommerziellen Flop der Juan-K 30er und ihre relative Erfolglosigkeit auf den Regattabahnen der Welt erklärt.
Wenn Sie eine gebrauchte First 30 kaufen möchten, kontrollieren Sie daher bitte, ob es sich um eine aktuelle oder die „JK“-Variante handelt. Beide Boote sehen sehr modern aus und haben Doppelruder, aber wer genau hinsieht, kann sie eigentlich nicht verwechseln. Übrigens: Die First 30 JK ist kein schlechtes Boot per se: Viele Eigner haben ihre 30er lieb gewonnen und diese sogar mittels mitunter sehr aufwändiger Maßnahmen schneller und performanter gemacht. Neue Kiele wurden gebaut und montiert, Möbel entfernt und so weiter. Achten Sie beim Kauf eines Gebrauchtbootes also auf das Baujahr, eine First 30 zwischen 2011 und 2015 ist die etwas schwere Schwester der First 30, um die es in diesem Artikel eigentlich gehen soll.
Eine neue Kategorie Segelboot: Gleitkreuzer
Die Macher von Seascape in Slowenien, Andraž Mihelin und Kristian Hajnšek, hatten sich bei der Gründung ihrer kleinen Werft ganz deutlich und fett auf die Fahnen geschrieben, was ihrer Meinung nach ein Segelboot leisten sollte. In der Essenz, soll es einfach nur Spaß machen! Es soll den Eigner nicht zu komplex überfordern, es soll ihm keine Angst machen und es soll nicht zu viel Arbeit kosten. Auf der anderen Seite müsste ein solches Segelboot jederzeit schnell segeln können – am besten in Gleitfahrt – und dabei immer sicher und so einfach wie möglich zu bedienen sein.
Schon die ersten Seascapes wurden nach diesem Prinzip gebaut: Die First 18 SE (damals Seascape 18) und die First 27 SE (damals noch Seascape 27) setzten sofort Maßstäbe und sind noch heute unverändert in Produktion.
Die Gleitfahrt, der Zustand also, den ein Boot erreicht, wenn es aus dem Wellental seiner eigenen Bug- und Heckwelle „entkommen“ kann und in den Surfmodus übergeht, ist für Mihelin und Hajnšek nichts Besonderes: Es sollte ihrer Meinung nach der Normalzustand beim Segeln sein. Schnell, sowohl bei Leichtwind wie auch bei Starkwind. Über die Wellen surfen, hohe Etmale schaffen, schneller ankommen oder weiter segeln in gleicher Zeit. Auch die First 30 wurde nach diesem Prinzip konstruiert – und meistert diesen Anspruch vollkommen.
First 30 - Fahrtenyacht und Regatta-Ziege
Neben der hohen Geschwindigkeit, die immer einher geht mit Adrenalin und aktivem Spaß für alle an Bord, sind die Boote von Mihelin und Hajnšek immer im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch fahrtentauglich. Daher ist die BENETEAU First 30 mit zwei Kabinen mit 4 Schlafplätzen, einem Salon, einer voll ausgestatteten Pantry und einem – überraschend großen – Dusch-Bad mit WC zu kaufen. Wenn die kleinen Firsts noch in die (übrigens auch von Seascape maßgeblich mit definierte) Kategorie des „Micro-Cruiser“ fallen, ist die neue First 30 mit ihren 10 Metern schon ein ausgewachsener Cruiser. Alles, was ein Segler, ein segelndes Paar oder die Familie für einen längeren Segeltörn brauchen, ist an Bord: Inklusive Stauraum – denn die große Backskiste an Steuerbord fasst überraschend viel Volumen.
First 30 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan
Vinylester-Rumpf, Vakuum-Infusion und nur das „gute Zeug“
Ein weiteres Markenzeichen der in Slowenien bei Seascape gebauten First-Boote ist die hohe Bauqualität, die schon beim verwendeten Material beginnt. Hier wird kein dickes Laminat im Handauflegeverfahren mit preiswertem Polyester gebaut: Teures Vinylester, das später viel resistenter gegen Osmose ist, wird im aufwändigen Vakuum-Infusions-Verfahren mit hochwertigen PVC-Hartschäumen (und kein Balsa!) als Sandwichkern verbunden. Heraus kommen nicht nur Qualitäts-Rümpfe, sondern besonders dünne – also leichte – und steife Konstruktionen.
Weil sich BENETEAU natürlich auch nach dem Markt und den Anforderungen bzw. den Bedürfnissen der Käufer richten muss, fertigt man allerdings das Deck mit Polyester (aber auch in Vakuum-Infusion mit synthetischem Sandwich): Eine Lehre der doch recht teuren kleineren Firsts. Denn der 10-Meter-Markt ist heiß umkämpft, später dazu mehr.
Am Ende wiegt die fertige First 30 mit nur 3.040 Kilogramm fast 800 Kilo weniger, als ihre Vorgängerin. Sie wiegt über eine Tonne weniger, als die Oceanis 30.1, ihre Schwester aus dem BENETEAU Fahrtensegment. Das ist insofern wichtig, als dass das Gewicht – in Kombination mit ausreichend Segelfläche – essenziell ist für ein Boot, um überhaupt ins Gleiten kommen zu können.
Die Schönheit des Verzichts
Wir hatten den harten Markt im 10-Meter-Segment erwähnt. Hier befindet sich die First 30 in einer illustren Runde: Pogo Structures hat mit der Pogo 30 eine ausgewiesene Gleiteryacht im Angebot und erst kürzlich die Pogo RC gestartet, die das Renn-Segment aufmischen soll. Die französische Edel-Schmiede JPK ist im 10 und 11-Meter-Bereich vor allem auf dem Gebrauchtbootmarkt extrem beliebt, wer es etwas preiswerter möchte, schaut sich die SunFast von Jeanneau an. Und selbst „unsere“ Dehler 30 OD, wenn auch nicht mehr im Bau, hat vor allem in Deutschland und vor allem auf der Ostsee eine große Fangemeinde: Leistung bringt dieses Boot allemal!
Hinzu kommen kleinere Marken, die ebenfalls sehr interessante Boote um 30 Fuß zum Kaufen anbieten. Da wäre Saffier zu nennen, die L30 (am Bodensee zu Hause) oder die N´Fun. Was allen, auch der neuen First 30, aber gemein ist, ist der Verzicht auf Unnötiges.
Denn um schnell zu sein, muss man weglassen. Verkleidungen, Paneele, Zierde (vor allem schweres Holz). Ähnlich wie im Sportwagen, versucht man dies mit Leichtbaumaterialien wie Carbon oder alternativen Formen, wie Mesh-Gewebe zu ersetzen. Die First 30 ist da nicht anders: Wobei ein Blick ins Innere ein doch überraschend schickes Interieur verspricht. Dank der Learnings, die man mit der großen Schwester und Vorgängerin, der First 36, gemacht hat, profitiert die First 30 von spannenden Akzenten und vor allem einem interessanten Licht-Konzept, das für Tiefe und „Design“ sorgt. Dies ist ein wichtiger Aspekt, der dieses Segelboot von seinen Wettbewerbern absetzt. Mit der First 30 kaufen Sie ein überraschend wohnliches Boot.
Power unter Segeln: Die First 30 geht ab!
Es geht Ihnen ums Segeln? Dann sind Sie auf der BENETEAU First 30 richtig. Das Boot kommt mit einem achterstagslosen Aluminium-Mast von Z-Spars im Standard, den man als Option auch in leichter Kohlefaser (dann mit einteiligem stehenden Gut, Dyform) haben kann. Gewicht wegnehmen, wo es sinnvoll ist: Durch den leichteren Mast sinkt bei der Carbon-geriggten First 30 der Schwerpunkt etwas nach unten, was sich vor allem am Wind spürbar auswirkt.
Beide Masten tragen jeweils ein durchgelattetes Großsegel und eine ganz leicht überlappende Fock, am Wind sind dann knapp 55 Quadratmeter Segelfläche. Downwind wird es noch spannender: Mit Masthead Gennaker kommt die First 30 dann auf knapp unter 130 Quadratmeter. Beide Konfigurationen reichen, um das leichte Boot schon bei relativ wenig Boatspeed ins Gleiten zu bekommen, was selbstverständlich nur bei Windkursen über 90 Grad AWA funktioniert. Trotz des Fokus auf die Gleitfahrt ist der Rumpf – vor allem die etwas „bullige“ Bugsektion – anders als bei der Pogo beispielsweise, auch für das Kreuzen ausgelegt.
Die BENETEAU First 30 als Fahrtenboot – geht gut!
Wenn Sie ein Segelboot kaufen möchten, mit dem es sich auch im Urlaub gut aushalten lässt, dann bietet die First 30 alles, was man auf einer Fahrtenyacht erwartet. In der Pantry, natürlich aufgrund der generellen Abmessungen des Bootes etwas beengt, wird auf einem 2-flammigen Herd gekocht. Der ist schwingend aufgehangen, sodass auch unterwegs eine Mahlzeit oder ein Getränk erhitzt werden kann. Aufgepasst: Der Herd kommt ohne Ofen: Die Werft sagt, den benutzen selbst ausgewiesene Langfahrtsegler sowieso eher selten.
Im Salon laden zwei gleichlange Sofas zum Verweilen (und eventuell auch zum Schlafen) ein. In der Mitte steht ein einfacher, aber ausreichend dimensionierter Klapptisch, an dem vier Erwachsene bei Schlechtwetter eine große Mahlzeit einnehmen können.
Das Cockpit bietet zwei Sitzbänke, die allerdings etwas zu kurz sind, um sich bequem der Länge nach hinzulegen. Dafür sind sie optimal an eine eventuelle Regatta-Besetzung mit Vorschoter und Großschoter angepasst – jedes Boot ist eben immer auch ein Kompromiss. Dennoch: Wer mit „Leichtgepäck“ unterwegs ist, der wird mit der First 30 Dank hoher Durchschnittsgeschwindigkeiten entweder früher ankommen und mehr Zeit vor Ort genießen, oder seinen Urlaubs-Aktionsradius ausdehnen und weiter entfernte Ziele entdecken können. Und das mit vollem Cruising-Komfort.
„Mit der First 30 hat BENETEAU einen großen Wurf gelandet. Das Boot ist sowohl für Binnen- wie auch Offshore-Reviere interessant; und das für Regatta-Freaks wie Urlaubssegler gleichermaßen. Nur eben mit Gleitfahrt-Dauerturbo.“BENETEAU First 30 kaufen - Alle Informationen für Skipper/Segler
„Nur“ 10-Meter? Aber hallo!
10 Meter Bootslänge, das ist für viele Segler der „Sweet Spot“ bei einem Boot. Warum? Nun, unter 10 Meter leidet vor allem das Innenraum-Volumen. Es gibt durchaus Segelboote um 8 Meter und sogar darunter, die jede Menge Segelspaß bringen und dabei einfach zu bedienen sind. Wenn wir im Produktbereich der Marke BENETEAU bleiben wollen, wären dies die First 27 SE und die First 24 SE. Beides sind hervorragende Segelboote, ausgewiesene Gleiter und ebenfalls einfach und sicher zu bedienen. Ihr Innenraum ist aber aufgrund der kurzen Bootslänge mehr als begrenzt, weshalb sie eher nur von eingefleischten Segel-Asketen oder Single-Handed-Skippern für das Cruising genutzt werden.
Bei 10 Metern Schiffslänge aber können die Innenraumdesigner erstmals über genug Volumen verfügen, um alle Elemente eines „yachtigen“ Interieurs unterzubringen: Vernünftig dimensionierte Kabinen und Bettgrößen, eine voll ausgestattete Pantry mit Kochmöglichkeit, Arbeitsfläche, Möglichkeiten für den Abwasch und natürlich (wichtig!) einem Kühlschrank. Zudem kann man nun ein echtes Bad einbauen (später mehr hierzu) und einen Salon, der nicht nur zweckmäßig, sondern auch ein bisschen gemütlich ist.
Schauen Sie sich die First 30 unbedingt live an: Händler berichten immer wieder, wie überrascht Besucher sind, die zum ersten Mal unten in den Salon kommen. Dieses Boot mag klein aussehen von außen, das Volumen innen wird Sie begeistern.
Ist Gleitfahrt nicht etwas für Segel-Profis?
„Länge läuft“, sagt man ja im Schiffsbau. Je länger die Wasserlinie, desto höher die erreichbare Maximalgeschwindigkeit und (viel wichtiger), umso höher die normalen Durchschnittsgeschwindigkeiten. Nun, das stimmt natürlich alles nur so lange, wie es sich um die normale Verdrängerfahrt eines Rumpfes durch das Wasser handelt. Sobald es ans Gleiten geht, ist die einzige Begrenzung die Bruchlast-Grenze des Riggs und die „Craziness“ des Skippers.
Manch Segler, vor allem die, die bisher auf eher langsamen Verdränger-Cruisern unterwegs waren, fragen sich allerdings, ob diese rasante Gleitfahrt mit 10, 12 oder gar 16 Knoten nicht schwierig, ja sogar gefährlich sei?! Absolute Entwarnung: Die First 30, wie auch ihre kleinen Schwestern, ist so ausgelegt, dass sie möglichst simpel zu bedienen ist: Sie merken die Gleitfahrt nicht, es gibt kein Rütteln, keinen Knall wie bei der Schallmauer. Nur das Abreißen des Gurgelns am Heck, das signalisiert, dass wir die bremsende Schleppe hinter uns gelassen haben. Sie werden sich sehr schnell an zweistelliges Segeln gewöhnen. Die Bedienung der Yacht, die direkte Pinnensteuerung und das Layout des laufenden Gutes unterstützen Sie als Steuermann und Trimmer, das Boot jederzeit sicher und weit unter seinem Limit schnell zu bewegen.
BENETEAU First 30 - Noch leichter als geplant
Das ist tatsächlich so passiert und wurde uns von der Werft bestätigt: Bei der Konstruktion des Bootes, übrigens durch keine Geringeren als Sam Manuard (IMOCA-Designer) und Altmeister Lorenzo Argento, kamen die extrem genauen Computerberechnungen auf ein Gesamtgewicht von 3.140 Kilogramm für das neue Boot. Mehr als zufriedenstellend für die Werft. Durch die Kalkulationen der hinzugezogenen Profis für strukturelle Berechnungen von Pure Engineering – das sind Fachleute, die gegebene Designs so optimieren, dass man mit weniger Material die gleichen Festigkeiten und Steifigkeiten erreicht, konnte man dann schon bei der Baunummer 1 ein Gesamtgewicht von 3.040 Kilogramm erreichen. Ungewöhnlich für den Prototypen. Und diese 100 Kilogramm Einsparung hält man auch im Serienbau durch. Faszinierend!
Keine Angst vor dem High-Speed Express!
Sie brauchen also keine Angst haben, dass Sie mit der First 30 ein bockendes Rennpferd kaufen. Das Boot segelt sehr gutmütig und verzeiht auch bei Fullspeed Trimmfehler. Dazu trägt unter anderem der 1,98 m tiefe Performance-Kiel bei, dessen tiefer Schwerpunkt und große Hebelwirkung das Boot auch bei viel Winddruck mit vergleichsweise wenig Krängung segeln lassen. Hier unten hängen dann immerhin 1.070 Kilogramm Ballast, eine ordentliche Portion Steifigkeit. Für den Einsatz auf Binnenrevieren oder für einen Liegeplatz in einem nicht so tiefen Hafen bietet die Werft einen Kurzkiel mit nur noch 1,68 m Tiefgang an, der dann allerdings 1.320 kg schwer ist. Gleiche Sicherheit und Steifigkeit, aber 300 Kilo mehr Gewicht: Das wird man beim Segeln potenziell spüren. So oder so: Probieren Sie die First 30 live unter Segeln aus, wenn es geht, und machen Sie sich selbst ein Bild von ihren Leistungen und davon, wie sicher Sie sich an Bord fühlen.
BENETEAU First 30 kaufen - Komfort, unter Deck
Ein Layout für alle
Wir haben es schon angedeutet: Das Layout der Yacht unter Deck ist uneingeschränkt fahrtentauglich. Bugkabine (abgetrennt vom Salon mit selbst zu montierenden Vorhängen) mit großer V-Koje für 2 Personen, eine Heckkabine (wieder gewichtssparend ohne Tür, hier müssen sich Eigner selbst etwas einfallen lassen, um Privatsphäre herzustellen) auch für 2 Erwachsene. Ein klassischer Salon mit gegenüberliegenden Sitzbänken (auf denen man auch schlafen kann), die Pantry an Backbord und ein Dusch-WC an Steuerbord. Alles drin!
Hinzu kommt die große Backskiste, die man von oben im Cockpit wie auch durch eine kleine Tür über die Rückwand des WC erreichen kann. Hier finden Sie jede Menge Stauraum für allerlei Zubehör, Ersatzteile, aber auch Proviant, Segelsäcke oder das Klapprad. Selbstverständlich ist dieser Platz begrenzt, denn wir befinden uns immer noch an Bord einer flachen, sportlichen 10-Meter-Yacht.
Unten recht wohnlich. Unser Highlight: Das Bad!
Auch wenn man peinlich genau auf Gewichtsersparnis geachtet hat, wirkt der Innenraum der First 30 sehr hell, freundlich und so gar nicht spartanisch, wie es auf den Mitbewerbern, vor allem bei den ausgewiesenen Racing-Booten, oft der Fall ist. Im Gegenteil, der mit Holz laminierte Boden „strahlt“ gewissermaßen eine Wärme in den Salon ab, die dezente Farbwahl der Polster- und Wandpaneel-Stoffe unterstützt eine wohlige, helle und willkommen-heißende Atmosphäre: Eigner können nun durch eigene (bunte) Akzente den Charakter des Bootes in ihre individuelle Richtung verändern.
Das absolute Highlight aber ist das Bad. Vorweg: Diese Größe haben Sie auf einem Boot dieser Klasse nicht erwartet! Die leichte und geniale Falt-Magnettür (bekannt schon aus der First 27 SE) sorgt für Privatsphäre. Ein Pump-WC befüllt den Schwarzwasser-Tank, zum Duschen und für die Küche stehen 100 Liter Frischwasser zur Verfügung. An einem schicken Waschbecken kann man sich rasieren und Zähneputzen, der Platz zur Bordwand ist offen gelassen worden für einen (genialen!) Hänge-Bereich für nasse Segelklamotten. Hier hat man mitgedacht. Das Bad dürfte damit klassenbestes sein – ein großes Plus für den Urlaub mit Partner oder Familie.
Zwei Bereiche
Etwas „komisch“ wirkt der Bodenbelag der First 30. Sicher haben sich die Innenraumdesigner von Sito etwas dabei gedacht, wir finden, das geht vielleicht besser. Oder sagen wir, harmonischer. Denn im Bereich des Niedergangs, auf den Treppenstufen und in der Pantry wurde ein Korkbelag verklebt. An sich ist daran nichts auszusetzen: Kork ist warm, dämmt, preiswert, leicht und leicht zu reparieren. Allerdings sind dann im vorderen Bereich des Salons Bodenbretter mit Holzfurnier verlegt. Die sehen an sich auch ganz schick aus: Nur beißen sich unserer Meinung nach Kork und Holz. Es ist immer eine visuelle Grenze zwischen Salon und Pantry. Vielleicht war das ja die Idee? Wir denken allerdings, dass, würde man die Bodenbretter entfernen und hier auch Kork verkleben, man nicht nur ein bisschen Gewicht sparen würde, sondern ein kohärenteres Innenraum-Feeling schaffen könnte. Vielleicht setzt das der eine oder andere Eigner auch so um?
Die First 30 ist noch zu neu, um auf dem Gebrauchtboot-Markt eine Relevanz zu haben. Mit den Jahren wird sich das aber ändern und wir sind schon jetzt gespannt darauf, welche Umbauten und Erweiterungen sich die Eigner dann haben einfallen lassen und wie die Boote aussehen, die man in ein paar Jahren gebraucht kaufen kann.
Zusammenfassung und Fazit
Eine First, wie man sie sich wünscht!
Wir hatten die etwas enttäuschende Performance der Vorgängerin, Juan K´s Interpretation einer schnellen Segelyacht im 10-Meter-Segment, am Anfang des Artikels erwähnt. Die First 30, auch wenn gerade erst in die Massenproduktion gestartet, ist das genaue Gegenteil, das kann man jetzt schon sagen. Sie verkörpert dabei nicht nur alles, wofür Seascape steht – also Segelspaß, Einfachheit und Urlaubsvergnügen – sondern auch das, wofür die Marke „First“ früher so bekannt war: Power, die bezahlbar ist. Eine First also, wie man sie sich in Frankreich bei BENETEAU gewünscht hat und wie die eigenwilligen Köpfe in Slowenien sie wollen. Zurzeit ist die First 30 zudem als Neuboot mit einem Hammerpreis zu haben: 100.000 Euro Netto glatt, das ist eine Ansage. Auch wenn voll ausgestattete Yachten (und dann inklusive Transport, Kommissionierung und Mehrwertsteuer usw.) am Ende realistisch eher für 170 bis 190.000 Euro zu kaufen sein werden, ist das immer noch ein mehr als konkurrenzfähiges Budget. Insgesamt also ein sehr gelungener Wurf.
BENETEAU First 30 kaufen - Das gefällt uns besonders:
- Zeitlos elegantes und dynamisches Design
- Gleitfahrt dank Leichtbau eher Normalzustand
- Moderne und helle Atmosphäre innen für den Segel-Urlaub
BENETEAU First 30 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:
- Bisher eher nur als Neuboot verfügbar
- Kork vs. Holzboden wirkt ggf. komisch
- Barberhauler schabt am Aufbau, hier braucht es einen workaround
Weitere Reviews und Testberichte:




















































