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Segelboot Jeanneau Sun Odyssey 440 kaufen
Jeanneau Sun Odyssey 440 - auf Yachtall.com
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Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13 m x 4,29 m, 13 x 4,29 m Bj.: 2020, Kabinen: 4
Motor: Yanmar, 44 PS (32 kW), Diesel
€ 195.000
Liegeplatz: Kroatien, Dalmatia
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.091,29
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,65 m x 4,29 m, 12,65 x 4,29 m Bj.: 2020, Kabinen: 4
Motor: Yanmar 4JH45, 45 PS (33 kW), Diesel
€ 155.000
Liegeplatz: Griechenland, Piraeus
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.663,14
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13 m x 4,29 m, 13 x 4,29 m Bj.: 2020, Kabinen: 4
Motor: Yanmar 4JH57, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 165.000
Liegeplatz: Kroatien, Dubrovnik
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.770,44
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13 m x 4,29 m, 13 x 4,29 m Bj.: 2019, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4JH57, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 155.000
Liegeplatz: Italien, Marina di Portorosa
2019
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.663,14
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13 m x 4,29 m, 13 x 4,29 m Bj.: 2018, Kabinen: 4
Motor: Yanmar 45.0 HP (1 x 33,10 kW) Diesel, 45 PS (33 kW), Diesel
€ 180.000
Liegeplatz: Kroatien, Zadar
2018
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.931,38

Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13 m x 4,29 m, 13 x 4,29 m Bj.: 2018
Motor: Yanmar, 45 PS (33 kW), Diesel
€ 180.000
Liegeplatz: Kroatien, At Request
2018
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.931,38
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13 m x 4,29 m, 13 x 4,29 m Bj.: 2020, Kabinen: 2
Motor: Yanmar 45 Hp Diesel, 45 PS (33 kW), Diesel
€ 230.000
Liegeplatz: Kroatien, Split
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.464,83
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13 m x 4,29 m, 13 x 4,29 m Bj.: 2020, Kabinen: 4
Motor: Yanmar, 45 PS (33 kW), Diesel
€ 210.000
Liegeplatz: Kroatien
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.252,17
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Slup: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,65 m x 4,29 m, 12,65 x 4,29 m Bj.: 2020, Kabinen: 4
Motor: Yanmar 4JH57CR, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 159.000
Liegeplatz: Martinique, Le Marin
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.706,05
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13 m x 4,29 m, 13 x 4,29 m Bj.: 2023, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 215.000
Liegeplatz: Kroatien, Split
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.299,49
Interior wood: Teak
very well kept Yacht in good shape!
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13,39 m x 4,29 m, 13,39 x 4,29 m Bj.: 2019, Kabinen: 4
Motor: Yanmar, 45 PS (33 kW), Diesel
€ 180.000
Liegeplatz: Italien, Contact De Valk Almeria
2019
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.931,38
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13,39 m x 4,29 m, 13,39 x 4,29 m Bj.: 2019, Kabinen: 4
Motor: Yanmar, 45 PS (33 kW), Diesel
€ 180.000
Liegeplatz: Italien, Contact De Valk Almeria
2019
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.931,38
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13,39 m x 4,29 m, 13,39 x 4,29 m Bj.: 2019, Kabinen: 4
Motor: Yanmar, 45 PS (33 kW), Diesel
€ 180.000
Liegeplatz: Italien, Contact De Valk Almeria
2019
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.931,38
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,64 m x 4,29 m, 12,64 x 4,29 m Bj.: 2024, Kabinen: 4
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 225.000
Liegeplatz: Kroatien, Sukošan
2024
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.406,45
Jeanneau Sun Odyssey 440
Segelboot / Slup: Jeanneau, GebrauchtbootLänge x Breite: 13,39 m x 4,27 m, 13,39 x 4,27 m Bj.: 2021
Motor: Yanmar 4JH57 CR, 57 PS (42 kW), Diesel
£ 269.950
Liegeplatz: Großbritannien, Salcombe, Devon
2021
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.961,61
Sun Odyssey 440: Ihr Eintritt in die Welt der Cruiser
Als die Sun Odyssey 440 im Jahre 2017 vorgestellt worden ist, war das wie eine kleine Sensation: Philippe Briand erfand das „Walkaround-Deck“, der Rumpf wurde cleaner, das Freibord flacher und der Steven senkrechter. Alles Trends, für welche die Werft damals ein außerordentliches Gespür zeigte – die 440 ist wie eine Zeitkapsel, die das Segeln von vor fast 10 Jahren bis heute konserviert hat. Nicht unerfolgreich: Die Yacht gewinnt auf Anhieb den begehrten „European Yacht of the Year“-Award, den „Oscar der Bootsbranche“ und kann auch heute, nach hunderten gebauten Einheiten noch sehr gut seine Stellung im heiß umkämpften Markt der 45-Fuß-Yachten halten.
Allerdings: Neu ist sie lange nicht mehr. Es bleibt abzuwarten, wann Jeanneau dieses Boot aus dem aktiven Bau nimmt und durch eine neue Sun Odyssey für den 13-Meter-Bereich startet. Denn an einigen Stellen merkt man durchaus, dass der moderne, zeitgemäße Serienyachtbau deutlich fortgeschrittener ist. Andererseits probierten sich Briand und Piaton, der Innenraum-Designer, schon 2017 an Features aus, die heute aktueller nicht sein könnten.
Wenn Sie sich also mit dem Gedanken tragen, die Sun Odyssey 440 als Ihre neue Segelyacht zu kaufen, können ihre „alten“ Attribute durchaus genau das sein, was Sie in Ihrer Kaufentscheidung positiv beeinflusst. Oder eben auch nicht – die (moderne) Konkurrenz ist hart. Lassen Sie uns hier nun tiefer eintauchen.
Alles, was die Sun Odyssey 410 kann, nur größer
Sie haben vielleicht unseren Artikel zur Sun Odyssey 410 gelesen. Diese Yacht, eine Klasse kleiner als die Sun Odyssey 440, ist „konzernpolitisch“ ebenso wie die Sun Odyssey 440 anzusehen: Eigentlich „veraltet“, aber noch im aktiven Bau. Bei der 410 ist die Nachfolgerin schon auf dem Markt, die Sun Odyssey 415 wird sicher über kurz oder lang ihre Vorgängerin ersetzen. Bei der Sun Odyssey 440 ist dies noch nicht der Fall, allerdings absehbar. Denn das Boot wird schon seit fast 10 Jahren gebaut: Im Serienyacht-Business stellen 8 bis 10 Jahre den normalen Lebenszyklus eines Yachtmodells dar. Dann werden Konkurrenzdruck (durch nagelneue Modelle), die Sättigung der eigenen Kundenbasis sowie die technischen und stilistischen Fortschritte so groß, dass die Werften spätestens jetzt ein neues Modell herausbringen müssen, um am Markt noch Relevanz zu haben.
Andererseits: Never change a running system, oder? Vor allem, wenn es erfolgreich ist. Das gilt insbesondere für die Sun Odyssey 440, die seit 2018 schätzungsweise 700 mal gebaut und verkauft wurde. Wenn man bedenkt, welche immensen Kosten eine Neuentwicklung, der Formenbau und die Umstellung der Produktion verursachen, ist jedes weitere Jahr normaler Massenfertigung willkommen. Die anhaltende Beliebtheit der im französischen Cholet gefertigten Yacht bestätigt dies – dennoch rechnen wir mit einem Update, eher früher, als später.
Ein mutiger Schritt in puncto Rumpfdesign
Das soll nicht heißen, dass die Sun Odyssey 440 veraltet ist. Im Gegenteil: Philippe Briand beweist mit seinem 2018er Design, dass er damals schon seine Finger am Puls der Zeit hatte. Letztlich kann die 440 durchaus auch als wichtige, weil richtungsweisende Yacht für Jeanneau bezeichnet werden, denn viele der Konstruktionsmerkmale des Bootes finden sich noch heute in den aktuellsten Modellen (nun von der Marc Lombard Design Group gestaltet) wieder – und waren damals eine Art Wegbereiter für den erstaunlichen – und längst überfälligen – Imagewechsel der etwas angestaubten Marke Jeanneau hin zu einer modernen sexy Marke. Denn bis dahin waren die Vorgänger-Designs eher langweilig, geradezu „angestaubt“ und wurden sogar als „Altherren-Boote“ verspottet. Mit Briand und der 440 läutet die Werft eine Neuausrichtung der Marke und der gesamten Produktpalette ein. Bis heute kann sich das Design der Yacht – innen wie außen – durchaus gegen die neuesten Yachten aus dem eigenen Hause wie auch die starke Konkurrenz behaupten. Die Sun Odyssey 440 findet weiterhin ihre Fans.
Sun Odyssey 440 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan
Handauflegeverfahren beim Rumpf, Vakuum-Technologie für das Deck
Ein Indiz dafür, dass dieses Boot etwas in die Jahre gekommen ist, ist die Bauweise im Werk. Während andere Hersteller fast komplett auf die moderne, Ressourcen-schonende und auch für die Mitarbeiter einfachere Vakuum-Infusions-Methode umgestellt haben, wird insbesondere die Sun Odyssey 440 noch mittels Handauflege-Verfahren gebaut. Dabei werden die Glasfasermatten Lage um Lage „nass“, also in Harz getränkt, in die Form gelegt und mittels Muskelkraft und großen, an Tapezier-Rollern erinnernde Geräte, angedrückt, bis alle Luftblasen aus dem Layup entfernt sind. Dieses Verfahren nutzt einfaches Polyester-Harz (oftmals werden beim Vakuum-Verfahren hochwertigere und Osmose-resistentere Vinylester-Harze verwendet) und ist vor allem für die Gesundheit der Arbeiter risikoreicher, da diese direkt mit den giftigen Dämpfen der Harze in Kontakt kommen. Das Deck der Sun Odyssey 440 wird hingegen im „trockenen“ Vakuum-Verfahren hergestellt, welches nicht nur Material spart, sondern wesentlich angenehmer für die Arbeiter ist.
Der Rumpf der Sun Odyssey 440 besteht, wie alle Serienyachten, aus zwei Schalen. Die Außenschale ist dabei komplett monolithisch laminiert, um eine möglichst feste und robuste Struktur zu bilden. Auch dies wird in den meisten moderneren Booten nicht mehr so gehandhabt, denn über der Wasserlinie und in allen Bereichen ohne strukturelle Belastungen werden meist Sandwich-Lagen eingearbeitet. Diese Technik wendet die Werft bei der Sun Odyssey 440 allerdings beim Deck an: Hier unterscheiden sich die zur Verfügung stehenden Informationen. Manche Quellen sprechen von synthetischen Hartschaum-Platten, manche von Balsa-Kernholz. So oder so, die Sandwich-Struktur spart enorm Gewicht und Material, Schaum ist haltbarer, aber auch anfälliger für mechanische Einwirkungen, Balsa ist hingegen als nachwachsender Rohstoff nachhaltiger, kann bei Wasserkontakt aber verrotten.
Eine relativ leichtgewichtige Yacht – Vorteil Sun Odyssey 440
So oder so: Auch trotz monolithischer Herstellung des Rumpfes ist die Sun Odyssey 440 erstaunlich leichtgewichtig im Vergleich mit ihren Wettbewerberinnen. „Nur“ 8,5 Tonnen Leerverdrängung sind ein sehr konkurrenzfähiger Wert. Die anderen Yachten in der 13-Meter-Klasse bringen zwischen 10 und 12 Tonnen auf die Waage. Allerdings: Diese sind auch deutlich größer bzw. voluminöser, da die 440 noch ein eher „schlankes“ Längen-Breiten-Verhältnis hat, was wiederum ihren Amwind-Segeleigenschaften zugute kommen dürfte.
Ein weiterer Vorteil für die Sun Odyssey 440, die im Vergleich mit der Konkurrenz zwar die kürzeste und damit auch volumentechnisch die kleinste Yacht ist, aber auch die leichteste und damit agilste, was ihre Segelperformance angeht. Das Boot macht eine gute Figur auf allen Windkursen, sollte aber vor allem am Wind und Windwinkeln unter 45 Grad den viel breiteren Wettbewerberinnen ein wenig überlegen sein.
Modularer Segelplan für alle Einsatz-Szenarien
Was uns zur Ausstattung mit Segeln bringt. Wie für alle Großserienyachten auch, ist für die Sun Odyssey 440 grundsätzlich die Ausstattung mit klassischem Großsegel und überlappender Genua vorgesehen. Mit diesem Standardrigg bringt es die Yacht auf knapp über 90 Quadratmeter. Das ist bisweilen deutlich weniger als die Yachten der anderen Hersteller, sollte aber mehr als ausreichend sein, die auch deutlich leichtere Jeanneau voran zu bringen. Ebenfalls interessant ist, dass die Sun Odyssey 440 noch mit einer 120 % überlappenden Genua fährt – weiteres Indiz für ihre vergleichsweise lange Bauzeit. Modernere Yachten fahren ein größeres Hauptsegel und nur eine 110 bzw. 105 prozentige Überlappung. Bei der Sun Odyssey 440 besteht daher durch den auf die Genua fokussierten Segelplan durchaus noch die „Gefahr“ eines Sonnenschusses, die Luvgierigkeit sollte bei der 440 deutlicher ausgeprägt sein, als bei den moderneren Gegenspielerinnen. Das muss durchaus kein Nachteil sein.
Weiterhin ist ein inmast-furlendes Großsegel erhältlich, welches wir eher im Charterbereich empfehlen würden. Die Option für eine Selbstwendefock bietet die Werft nicht. Das schränkt den Einsatzbereich der Yacht vor allem für Segler ein, die vorrangig in ausgeprägten Starkwind-Regionen unterwegs sein wollen. Eine gereffte Genua ist weit weniger effektiv, als eine kleine Fock, zudem verursachen die Verwirbelungen am dick aufgerollten Vorstag mehr Stress im Rigg.
Positiv ist anzumerken, dass die Sun Odyssey 440 bereits vor fast 10 Jahren mit schön integriertem Bugspriet und kompletten Rigging für Gennaker und Code 0 erdacht worden ist. Damals durchaus alles andere als Standard.
„Die Jeanneau Sun Odyssey 440 ist sowohl als neue Yacht – noch – wie auch als Gebrauchtboot vor allem für Fahrtensegler mit großen Urlaubs-Plänen interessant. Segeln, wie vor 10 Jahren mit einem modernen Touch.“Sun Odyssey 440 kaufen - Alle Informationen für Skipper/Segler
Cruising at its best: Die Sun Odyssey 440 wird durchaus glänzen
Ähnlich wie die (veraltete) Sun Odyssey 410 auch, ist die 440 deutlich stärker auf den Kauf von privaten Eignern, also „echten“ Seglern ausgelegt, als für den Einsatz im Charterbereich. Zwar gibt es mit dem 4-Kabiner ein Charter-Layout und mit dem Rollmast eine (vermeintlich) einfacher zu bedienende Segelausstattung, das Boot ist aber in vielerlei Hinsicht eher für segelnde Paare und Familien ausgelegt.
Dieses Verhältnis hat sich sowohl bei Jeanneau als auch bei den anderen Herstellern mehr oder weniger zugunsten der Charterflotten-Betreiber in den letzten Jahren gewandelt. Das könnte für Sie als Familien-Skipper interessant sein, denn was für den Charterbetrieb gut ist, kollidiert oftmals mit den Bedürfnissen der privaten Eigner. Bei der Sun Odyssey 440 ist dies offensichtlich nicht so. Neben der komplett auf den Skipper ausgelegten Navi-Ecke, hier ein paar Beispiele, die das erkennen lassen …
Damals neu & revolutionär: Walkaround Cockpit!
In den vergangenen Jahren haben die Großserien-Hersteller viele Entwicklungen angestoßen, um die Bedienung und die Handhabung auch großer Yachten immer einfacher und sogar einhandtauglicher zu gestalten. Bei Jeanneau war eine der Prämissen, dass es dem Steuermann möglich sein sollte, schnell und ohne Hindernisse vom Steuerstand ganz hinten am Heck auf die Seitendecks und zum Bug der Yacht gelangen zu können. Das alles möglichst, ohne die Gäste im Cockpit von den Sitzbänken „aufscheuchen“ zu müssen oder zu stören. Dies würde Arbeiten am Mast, beim Ankern am Bug oder auch beim An-/Ablegen erleichtern.
Jeanneau’s Antwort ist das bis heute auf allen Yachtgrößen übernommene „Walkaround-Cockpit“. Was heute noch als innovatives Feature angepriesen wird, ist in Wahrheit eine Erfindung aus dem Jahre 2017 – und wurde erstmals auf ebenjener Sun Odyssey 440 eingeführt. Damals haben sich die Fachmagazine mit Lob überschlagen und noch heute stellt Briand’s Erfindung ein Alleinstellungsmerkmal für die Marke Jeanneau dar.
Wir haben geteilte Meinungen zu diesem Konzept. Gerade auf den kleinen Yachten halten wir es für eher überflüssig, da die Wege an Bord sowieso kurz sind und der Platz für die breiten, sanft ansteigenden Seitendecks eher Platz im Cockpit sowie unter Deck in den Achterkammern wegnimmt. Andererseits sind diese Effekte bei größeren Yachten nicht mehr so eindeutig spürbar. Ältere Skipper, eingeschränkte Mitsegler, segelnde Kinder und auch Bord-Tiere könnten den Vorteil eines barrierefreien, umlaufenden Decks zu schätzen wissen. Übrigens, all diese Aspekte kommen Charter-Crews natürlich auch zugute.
Verwandlungskünstlerin Sun Odyssey 440: Die Badeinsel
Eine Besonderheit der 440 sind die abklappbaren Süllkanten im Cockpit. Dies ist eine weitere, sehr von Vorausschau und Innovationskraft zeugende Erfindung des Projektteams. Heutzutage sehen wir einen Riesentrend in neuen Serienyachten, immer mehr Sunlounges und Liegeflächen an Bord zu bieten. Die neue Oceanis 47 oder auch die Dufour 470 sind gute Beispiele hierfür. Dass Briand und Piaton schon vor fast 10 Jahren die Idee hatten, die Liegeflächen im Cockpit maximal zu vergrößern, spricht für sie.
Dabei werden die GFK-Teile der „Rückenlehnen“ des Cockpits zur Außenseite der Yacht hin abgeklappt. Mittels zusätzlicher Polster entsteht hier nun eine riesige Sonnenliege, die bis fast an den Seezaun der Außenseite der Yacht und bis an den zentralen Cockpittisch an der Innenseite reicht. Eine Mega-Fläche, die vor Anker (bitte nicht unter Segeln!) zum Ausspannen, Sonnenbaden, Loungen und Spaßhaben einlädt. Wer nun noch die andere Seite so umbaut, erhält eine wahre Bade-Insel: Ein einmaliges und so nie wieder gesehenes Feature der Sun Odyssey 440, das vor allem bei Familien und ausgesprochenen Badefreunden für Begeisterung sorgen könnte.
Durch die direkt am Heck fest unter den Steuermannssitzen eingebauten Zugänge zum Heckbereich entsteht zusätzlicher Stauraum für Fender und Co, dadurch wird die Breite der Badeplattform allerdings limitiert. Diese fällt bei der Sun Odyssey 440 ungewöhnlich schmal aus, sie eignet sich von der Länge her nun nicht mehr zum Sonnenbaden und kann nur noch als Einstiegshilfe vor Anker oder im Hafen genutzt werden.
Moderne Doppelruder-Steueranlage
Heutzutage sind doppelte Ruderblätter vor allem bei den sehr breiten und flachen Rumpfkonstruktionen moderner Segelyachten das Nonplusultra, wenn es um agile Steuerung der Yacht unter Segeln geht. Durch die enormen Breiten müssen Einzelruder dann eher sehr robust und schwer ausgelegt werden, weil durch die Krängung der Yachten oftmals das obere Drittel schon aus dem Wasser ragen kann.
Obwohl die Sun Odyssey 440 weitaus weniger breit im Verhältnis zu ihrer Länge ist, setzt Briand schon damals auf diese Steuer-Anordnung. Was dem Boot ein sehr lebhaften Steuerverhalten bei Speed bringt, schränkt ihre Manövrierfähigkeit unter Maschine im Hafen etwas ein. Sie können nun nicht mehr die Wirkung des Schraubenstroms auf das Ruderblatt für Manöver nutzen, da dieser bei Doppelruderbooten direkt zwischen beiden Blättern hindurchgeht. Aber keine Sorge: Alternative An- und Ablegetechniken sowie das sehr praktische Bugstrahlruder werden Sie beim Umstieg auf Doppelruder nach einigen Übungs-Anlegern sicher zum Profiskipper machen.
Ein Fahrtenboot für ambitionierte Skipper
Die Sun Odyssey 440 bietet mit ihren 12,64 m Rumpflänge und 4,29 m maximaler Breite (in Höhe der Püttinge) durchaus schon eine stabile Plattform auch für ozeanische Fahrten. Sie eignet sich daher aus unserer Sicht auch für Ihre Offshore-Pläne, was eine Atlantik-Überquerung angeht oder das Sabbatical auf See in ozeanischen Revieren. Wenn Sie bessere Segel, also leistungsfähige Fahrtenlaminate kaufen, werden Sie mit dieser Yacht problemlos die großen Lebensträume und Kindheitsabenteuer bestehen können. Denn neben den komfort-orientierten Innovationen, ist vor allem der Rumpf der Sun Odyssey 440 noch etwas mehr auf Vielseitigkeit für alle Windkurse optimiert, während hingegen die aktuellen, modernen Rümpfe vor allem die „Urlaubskurse“ zwischen 80 und 120 Grad, also Halb- und Vorwind, bevorzugen.
Vielleicht die letzte Ihrer Art …
Das muss man leider so sagen, denn auch bei Jeanneau geht es in die Richtung der überbreiten Halbwind-Yachten, was man an den jüngsten der Produktpalette hinzugefügten Designs sehr gut erkennen kann. Solange es die Sun Odyssey 440 noch als neu gebaute Yacht ab Werft gibt – oder alternativ gut gebrauchte Einheiten aus zweiter Hand - stellt dieses Boot eine interessante Alternative dar, die vor allem Segler ansprechen dürfte, die echte Langfahrtpläne in die Tat umsetzen wollen. Wie lange Jeanneau die Sun Odyssey 440 noch aktiv bauen wird, ist unklar, wir denken jedoch, dass in den kommenden Jahren hier in jedem Fall eine neue, hochmoderne Yacht für den 13-Meter-Markt diese ersetzen wird.
Wenn Sie zwischen dieser Yacht und einem anderen, moderneren Modell, schwanken, empfehlen wir, die Sun Odyssey 440 für eine Woche oder mehr im Charter zu mieten, um den Unterschied zu einer hochmodernen Oceanis 47 oder der Dufour 44 zu erleben. Übrigens: Hanse Yachts aus Greifswald hat mit der Hanse 458 ein ähnlich „altes“ Modell im Angebot. Wenn Sie also eher der „klassische“ Skipper sind, lohnt sich hier auch ein vergleichender Blick auf dieses Boot, denn die Hanse 458 kommt weiterhin noch mit einer Einzelruder-Anlage und ist zudem konstruktiv noch mehr an das „Segeln wie damals“ angelehnt.
Segelyachten um 13 Meter – die Konkurrenz ist hart!
Sie sollten für eine neue Yacht zwischen 13 und 14 Metern heutzutage ein Budget von durchaus rund 500.000 Euro Netto bereithalten. Im Vergleich zu den Wettbewerbern ist die Sun Odyssey 440 die kleinste und schmalste, daher auch preislich unter den eher attraktiveren Yachten.
Die Hanse 458 haben wir gerade schon angesprochen. Von Judel/Vrolijk ebenfalls 2018 vorgestellt, befindet sich ebenfalls noch im aktiven Bauprogramm der Greifswalder Werft. Sie sollte noch „klassischer“ daherkommen und wird noch aktiveren Seglern gefallen. Hohes Rigg, durchaus passables Gewicht – eine schöne Yacht für Segler. Beneteau brachte Ende 2025 die achte Generation der Oceanis auf den Markt und startete mit der neuen Oceanis 47, welche die überaus erfolgreiche Oceanis 46.1 ablöste. Eine sehr moderne, seglerisch leistungsfähige, sehr breite, schicke und komfortable Yacht, deren Erfolg nicht von irgendwo kommt. Ebenso avantgardistisch, aber ein wenig exzentrischer, kommt die – sehr große – Dufour 470 daher. Beide haben schön ausgebaute Interieurs, die Dufour 470 ist dabei etwas „spezieller“, was Design-features angeht. Die Werft aus Giebelstadt schickt die Bavaria C45 ins Rennen – eine recht schwere, extrem voluminöse und polarisierende Yacht.
Also, Sie haben hier tatsächlich die sprichwörtliche „Qual der Wahl“ – allerdings ist so auch sicher gestellt, dass für jeden Geschmack und wirklich jedes Einsatzprofil das passende Boot gefunden werden kann.
Sun Odyssey 440 kaufen - Komfort, unter Deck
Hell und modern – sie hält sich erstaunlich gut
Sie werden sicher überrascht sein, wie modern und durchaus noch zeitgemäß das Innenraum-Design der Sun Odyssey 440 von Marc Piaton auch heute, fast 10 Jahre nachdem sie auf dem Markt gekommen ist, wirkt. Zurück genommen, rund, gefällig – dabei doch modern im Schnitt und angenehm, drückt die 440 keinen Stil auf oder verwirrt mit allzu gewolltem Schnickschnack.
Die Holzbau-Qualität ist serientypisch, aber nicht schlechter. Was man heutzutage den modernen Yachten im 45-Fuß-Bereich nicht mehr verzeihen wird, sind offen liegende Bodenwrangen, also blanke GFK-Stellen im Bodenbereich. Diese sieht man an Bord der Sun Odyssey 440 noch in der Eignerkammer, sehr unschön (Schiffsköche passen hier auf ihre Zehen auf!) in der Pantry und auch in den Achterkabinen. Dies ist konstruktiv bedingt, aber unschön – auf moderneren Yachten wird dies nicht mehr so sein.
Passen Sie ebenfalls beim zentralen Salon-Poof auf. Diese optionale Sitzbank vor dem Dinnertable der Dinette kann auf den Bodenbrettern quer versetzt werden, damit er entweder aus dem Weg ist oder man bequem am Tisch sitzen kann. Da der Poof nicht auf Schienen gleitet, sollten Sie beim Verstellen unbedingt vorsichtig sein und Kratzer im Furnier der Bodenbretter vermeiden.
Uns gefällt, dass die Werft massive Holzteile für die stark beanspruchten Stellen der Yacht nutzt: Umleimer, Tischkanten, Griffhölzer. Das gefällt. Die Optionen laut Preisliste sind vielfältig, Eigner können dunkles oder helles Holz wählen, verschiedene Polsterfarben und auch Paneel-Farben wählen.
Die Layouts der Sun Odyssey 440
Wenn Sie eine Segelyacht suchen für die lange Fahrt, dann wird Sie vielleicht das klassische Salon-Layout mit dezidierter Skipper-Ecke direkt am Niedergang erfreuen. Wie schon bei der „alten“ 410, integriert Marc Piaton auch bei der Sun Odyssey 440 linkerhand gegenüber des Tagesbades einen schönen Kartentisch, der als Arbeitsplatz für den Schiffsführer wie gemacht ist. Von hier aus haben Sie die Funktionen des Haupt-Schaltpaneels direkt in Griffreichweite und einen schönen Blick in den Salon. Wenn man oben an Deck im Cockpit ist und schnell zum Funkgerät oder an die Karte muss, ist das der kürzeste Weg – Treppe runter, links. Perfekt gelöst.
Navi-Ecken dieser Art sind in Größe und Anordnung bei den neuen Cruising-Yachten der großen Serienhersteller eher selten geworden – es bleibt anzunehmen, dass Jeanneau bei der Nachfolgerin der Sun Odyssey 440 diese auch „wegrationalisieren“ oder zumindest verschieben wird, wie es bei der Nachfolgerin der 410, der Sun Odyssey 415 gut zu sehen war.
Alles ist etwas „verschoben“ …
Apropos „verschoben“, das ist leider auch der Salon in Bezug auf Dinette und Pantry. Denn das standardmäßig immer vorhandene zweite Badezimmer (vorbildlich an Backbord, da das erste schon an Steuerbord angeordnet ist) für die Eignerkammer ragt etwas über die eigentliche Position des Vorschotts in den Salon hinein. Das bedeutet, dass die Pantry an Backbord etwas nach achtern verschoben ist, und man somit in der Dinette sitzend immer irgendwie auf die große Seitenwand der Toilette starren muss. Wir finden das unglücklich gelöst – man kann sich daran sicher gewöhnen, es erinnert uns aber ein wenig an den ein wenig „verwinkelten“ und leider damit etwas „verbauten“ Charakter der Sun Odyssey 410. Wie viel schöner sind da Salons, in denen man von der gemütlichen Sofa-Ecke aus die ganze Breite des Schiffes genießen kann – das geht so an Bord der Sun Odyssey 440 nicht.
Übrigens, wer kein zweites Bad möchte, kann diesen Raum auch als „Ankleidezimmer“ oder Bord-Office umrüsten lassen, was segelnden Paaren oder Allein-Seglern sehr entgegen kommen dürfte.
Zusammenfassung und Fazit
Ist die Sun Odyssey 440 Ihre nächste Segelyacht?
Es ist gut, dass es sie noch gibt! Das ist unsere Meinung, denn die Sun Odyssey 440 ist mehr „Segeln wie damals“, als heute. Wenn Sie eine Segelyacht mit Charakter kaufen wollen, die relativ optimal auf die Belange einer privaten Eigner-Nutzung ausgerichtet ist, dann könnte die 440 Ihr Boot sein. Wer das Nonplusultra in puncto Rumpf, Luxus und Komfort an Bord sowie absolute Ausrichtung auf Urlaub erwartet, wird neben vielen tollen Facetten der Sun Odyssey 440 (wie die abklappbaren Süllkanten) lieben, aber einige bei heutigen Yachten standardmäßige Features wiederum vermissen. Für uns ist die Sun Odyssey 440 eine moderne Yacht, aber nur der Vorläufer heutiger Segelyachten im Großseriensegment. Wenn die „demnächst“ zu erwartende neue Jeanneau im 13-Meter-Segment ein ähnlich schönes Update bringen wird, die die 415 zur alten 410, und Sie unbedingt eine Jeanneau kaufen möchten, dann kann sich ein wenig Abwarten durchaus lohnen.
Worauf achten beim Kauf einer gebrauchten Sun Odyssey 440?
Lohnen kann sich auch der Blick auf den Gebrauchtbootmarkt. Denn da die Sun Odyssey 440 seit 2018 mittlerweile knappe 700 bis 800 mal gebaut worden ist, sollten genug gut erhaltene Yachten dieses Typs zum Kaufen angeboten werden. Von jungen Gebrauchten im Top-Zustand wie den „Goldstücken“, also 2 bis 3 Jahre alte Yachten, die gerade noch in oder eben aus der Gewährleistung sind, von ihren Eignern aber von allen Kinderkrankheiten befreit wurden. Schnäppchenjäger finden sicher auch die eine oder andere 440 zu einem sehr attraktiven Preis, achten Sie dabei aber darauf, keine Yachten aus dem Charterbetrieb zu kaufen und kontrollieren Sie am besten mit einem Sachverständigen die bekannten neuralgischen Stellen eines Segelbootes.
Pro-Tipp: Sobald Jeanneau die Sun Odyssey 440 durch eine nagelneue Yacht ersetzt, könnte es einen kurzfristigen Preisverfall bei den nun offiziell als „veraltet“ geltenden 440ern geben, da nun alle eher auf die neue Yacht schauen. Jetzt heißt es schnell sein und kaufen! Gerade Händler könnten noch neue Lagerboote am Bestand haben, die dann oftmals mit großem Nachlass verkauft werden.
Sun Odyssey 440 kaufen - Das gefällt uns besonders:
- Relativ leicht für ihre Größe.
- Cockpit fast komplett als Sunlounge umbaubar.
- Schöne Navi-Ecke für den Skipper.
Sun Odyssey 440 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:
- Unter Deck durch zweites Bad „verschoben“, oder verbaut.
- Polyester-Rumpf in Handlaminat – schützen Sie ihn unbedingt vor Osmose.
- Kleine Badeplattform, alles etwas „veraltet“.
Weitere Reviews und Testberichte:




















































