Segelboot Jeanneau Sun Odyssey 490 kaufen

Jeanneau Sun Odyssey 490 - auf Yachtall.com

Bootsart:
Segelboot
Boot-Kategorie:
Segelyacht
Hersteller:
Baujahr:
2018 - 2027
Preis:
ca. € 179.000 - 650.000
Länge:
13,75 - 15,07 m
Breite:
4,27 - 4,90 m
Tiefgang:
1,76 - 2,40 m
Kabinen:
2 - 6
Andere Bezeichnung / Submodelle:
Jeanneau 490
Die Jeanneau Sun Odyssey 490 ist das Angebot der Werft an Segler und Charterflottenbetreiber gleichermaßen, eine moderne Urlaubsyacht der 50-Fuß-Klasse. Auch wenn sie schon fast 10 Jahre im Dienst ist, kann sie in vielerlei Hinsicht…
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48 Segelboote Jeanneau Sun Odyssey 490 zum Kaufen

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Neuboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,42 m x 4,90 m, 14,42 x 4,90 m Bj.: 2023, Kabinen: 5
Motor: Yanmar, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 259.000
Liegeplatz: Kroatien
2023
Anfrage senden Firma: Istion Yachting
Preis: € 267.000 € 259.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.570,95

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,80 m x 4,49 m, 14,80 x 4,49 m Bj.: 2022, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 57CV 4JH57CR, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 475.000
Liegeplatz: Spanien, Mallorca
2022
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Preis: € 475.000, inkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.342,76

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SOFORT VERFÜGBAR

Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,80 m x 4,49 m, 14,80 x 4,49 m Bj.: 2022, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 57CV 4JH57CR, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 475.000
Liegeplatz: Spanien, Mallorca
2022
Anfrage senden Firma: Gründl Bootsimport
Preis: € 475.000, inkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.342,76

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Neuboot konfigurierbar, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,80 m x 4,49 m, 14,80 x 4,49 m Bj.: 2025
Motor: Yanmar, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 426.258
Liegeplatz: Deutschland, Werder/Havel
2025
Anfrage senden Video Firma: Aqua Marin Boote & Yachten
Preis: € 426.258, inkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.899,05

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot
Länge x Breite: 14,42 m x 4,90 m, 14,42 x 4,90 m Bj.: 2023, Kabinen: 6
Motor: 80 PS (59 kW)
€ 267.000
Liegeplatz: Kroatien
2023
Anfrage senden Firma: Istion Yachting
Preis: € 267.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.650,37

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Pantaenius

Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Slup: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14 m x 4,49 m, 14 x 4,49 m Bj.: 2020, Kabinen: 4
Motor: Yanmar 4JH80, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 220.000
Liegeplatz: Griechenland, Alimos
2020
Anfrage senden Firma: Band of Boats
Preis: € 285.000 € 220.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.358,83

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,42 m x 4,49 m, 14,42 x 4,49 m Bj.: 2023, Kabinen: 6
Motor: 57.0 HP (41,92 kW), 57 PS (42 kW), Diesel
€ 350.000
Liegeplatz: Kroatien, Zadar
2023
Anfrage senden Firma: ALMISSANI
Preis: € 350.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.205,42

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Slup: Jeanneau, Neuboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,80 m x 4,49 m, 14,80 x 4,49 m Bj.: 2027, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4JH80CR, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 457.900
Liegeplatz: Frankreich, Arzon
2027
Anfrage senden Firma: Band of Boats
Preis: € 457.900, inkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.188,48

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot
Länge x Breite: 14,42 m x 4,49 m, 14,42 x 4,49 m Bj.: 2023, Kabinen: 5
Motor: Yanmar, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 289.000
Liegeplatz: Kroatien, Rijeka
2023
Anfrage senden Firma: CB Yacht
Preis: € 292.000 € 289.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.868,74

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,80 m x 4,49 m, 14,80 x 4,49 m Bj.: 2019, Kabinen: 4
Motor: Yanmar, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 289.000
Liegeplatz: Türkei, Marmaris
2019
Anfrage senden Video Firma: Connect Yachtbrokers
Preis: € 289.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.875,89

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Jeanneau Sun Odyssey 490
Munitor Brokerage

Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,42 m x 4,49 m, 14,42 x 4,49 m Bj.: 2020, Kabinen: 6
Motor: Yanmar 57.0 HP (1 x 41,92 kW), 57 PS (42 kW), Diesel
€ 210.000
Liegeplatz: Kroatien, Zadar
2020
Anfrage senden Firma: ALMISSANI
Preis: € 212.000 € 210.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.252,17

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,42 m x 4,49 m, 14,42 x 4,49 m Bj.: 2020, Kabinen: 5
Motor: Yanmar 4JH80, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 270.000
Liegeplatz: Griechenland, Athens
2020
Anfrage senden Firma: YD Yachts
Preis: € 270.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.686,82

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot
Länge x Breite: 14,45 m x 4,49 m, 14,45 x 4,49 m Bj.: 2019, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 325.000
Liegeplatz: Irland, Dún Laoghaire
2019
Anfrage senden Firma: MGM Boats
Preis: € 325.000, inkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.985,36

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Jeanneau Sun Odyssey 490

Segelboot / Slup: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14 m x 4,49 m, 14 x 4,49 m Bj.: 2020, Kabinen: 5
Motor: 75 PS (55 kW), Diesel
€ 240.000
Liegeplatz: Italien, Salerno
2020
Anfrage senden Firma: Band of Boats
Preis: € 240.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.572

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Jeanneau 490 Sun Odyssey

Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 14,80 m x 4,50 m, 14,80 x 4,50 m Bj.: 2020, Kabinen: 4
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 290.000
Liegeplatz: Griechenland, Athens
2020
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Preis: € 290.000
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.885,85

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Pearl 60
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Der große Sprung nach vorn: Sun Odyssey 490

Die Sun Odyssey 490 ist 2018 von der französischen Werft vorgestellt worden und hat den damaligen Erneuerungsdrang der Werft fortgesetzt. Seit fast 10 Jahren befindet sich diese Yacht nun im Bau und erfreut sich, trotz einiger Features, die heute etwas angestaubt gelten könnten, weiterhin guter Beliebtheit am Markt. Sie ist modern, schick und markiert zudem als eine Art „Zeitkapsel“ den exakten Punkt in der Firmengeschichte von Jeanneau, an dem man sich ernsthaft – und sehr erfolgreich! – des angestaubten Images der Marke angenommen hatte.

Ähnlich wie die Sun Odyssey 410, die bereits durch die neue Sun Odyssey 415 abgelöst wurde, rechnen wir auch für die 490 in nicht allzu ferner Zukunft mit einer neuen Variante, welche diesen Veteran der 50 Fuß-Klasse dann in den wohl verdienten Ruhestand schicken wird. Indes bietet die Werft die Sun Odyssey 490 noch aktiv an – und das zurecht, denn sie mag zwar in einigen Punkten durch die aktuelle Generation der Cruising-Yachten überholt worden sein, bietet aber durchaus Merkmale, die man in den modernen Yachten wiederum vielleicht vergebens sucht. In diesem Artikel wollen wir klären, was die Sun Odyssey 490 besonders auszeichnet – und wo sie schon etwas in die Jahre gekommen scheint.

Der Tausendsassa von Jeanneau: Das Konzept der Sun Odyssey 490

Das Yachtsegment um 14 bis 15 Meter lange Segelyachten ist – beziehungsweise war, dazu aber später mehr – das am härtesten umkämpfte im gesamten Serienbau. Warum? 50 Fuß-Yachten gelten bei Seglern als „Traumgröße“, denn unbestritten sind diese Boote extrem luxuriös ihrer Größe und Ausstattung wegen, gelten aber eben auch als das Optimum wenn es um das Verhältnis Größe zu Stabilität geht in Relation zu Einhand- oder Doppel-Tauglichkeit. Für die allermeisten Segler, wenn gefragt, sind 50 Fuß die maximale Traumgröße. Und es stimmt – Yachten, die größer werden, brauchen dann so viel Wartung, Pflege und teilweise auch externe Crew, dass sie als nicht mehr praktisch gelten. Die meisten privaten Eigner träumen also von einer 50-Fuß-Yacht.

Gleichsam kaufen die Charterflotten-Betreiber am liebsten eben genau diese Schiffsgröße. Warum? Weil ihre Kunden sich genau dieses Boot „endlich“ einmal ausleihen wollen. Die Yachtgröße ist auch für den Charterbetrieb perfekt, denn man kann an Bord endlich genügend große Kabinen für alle anbieten, das Maß an Kompromissen für die Mieter ist sehr gering – und nun kann man auch Charter-Rates und Wochenpreise kassieren, die mehr Marge bergen, als bei kleineren Charterbooten.

Die großen Serienhersteller geben sich daher besonders viel Mühe, ihre Angebote im Bereich von 14 bis 15 Metern Schiffslänge attraktiv, neu, aufregend und unwiderstehlich zu gestalten. Kein Wunder ist zudem, dass für die Einführung der neuen Modell-Generationen dies meist genau in der 50-Fuß-Klasse gemacht wird, wie Ende 2025 erst durch Beneteau mit der neuen Oceanis 52 demonstriert. Diese Yacht wird uns übrigens in diesem Artikel noch häufiger begegnen. Denn eines, das müssen Sie zur Sun Odyssey 490 wissen: Sie ist 2018 auf den Markt gekommen. Und damit schon recht „alt“, was die Bootsbranche angeht.

Marc Lombard verpasste der 490 ein modernes Auftreten

Damals allerdings, als sie auf den Markt kam, war es eine kleine Sensation. Jeanneau hatte sich an das Design-Büro von Marc Lombard gewandt, offensichtlich mit der Bitte, nicht nur eine neue Generation von Segelbooten zu entwerfen, sondern das gesamte Markenimage aufzupolieren. Die Sun Odyssey stand bis dato zwar durchaus für gute Segelperformance und Komfort, galt aber als angestaubt, zu klassisch, langweilig und bisweilen farblos. Wer sich die Jeanneau-Modelle von vor 2010 anschaut, der wird feststellen, dass die Designs sehr rund und sehr feminin waren – ganz anders, als die eher eckigen, aggressiven und sehr dynamischen Linien von heute.

Lombard, in Zusammenarbeit mit Innen-Designer Marc Piaton, sorgte für einen Paukenschlag: Ähnlich wie das, was Hanse Yachts in den 2020ern mit seinen Segelyachten machte, als man vom mittlerweile satten und in die Jahre gekommenden Judel/Vrolijk-Design zur französischen Frische von Berret-Racoupeau wechselte. Die Sun Odyssey 490 hat diesen revolutionären Schritt für Jeanneau bis heute konserviert.

Das hohe Freibord des Rumpfes kaschiert Marc Lombard mit einem damals unerhörten, noch nie gesehenen, vom Bug bis zum Heck durchgehenden langen Chine (Kimmkante). Dieser unterbricht das Freibord, verschmälert es optisch – unterstützt durch die großen, langen Rumpffenster – und sorgt zudem als „Kniff“ innen für mehr Volumen. Den Kabinenaufbau, bis dato in alten Versionen oft aufgewölbt wie ein abgelaufener Joghurt, flacht er massiv ab, was der Dynamik der Linien entgegen kommt. Der Steven wird senkrecht, heute gang und gäbe, damals unheimlich modern. Voilà: Die neue Sun Odyssey 490!

Starke Konkurrenz auf dem Markt: Was machen Bavaria, Hanse & Co?

All das ist heute common sense, die nächste Generation der Jeanneaus ist mit der Sun Odyssey 440 und der Sun Odyssey 455 beispielsweise schon auf dem Markt: Hier kann man sehen, wie es auch für die Nachfolgerin der 490 weitergehen wird: Negativ-Steven, konvexer Deckssprung, mehr Mastfall und gegebenenfalls auch das Kippen des Segelflächenverhältnisses von Groß zu Vorsegel. Indes war die Konkurrenz in den Jahren seit 2018 nicht untätig …

Beneteau, Schwestermarke aus dem gleichen Konzern, heizt der Branche tüchtig ein: Die Oceanis 51.1 wurde 2017 gestartet und war unserer Meinung nach damals schon – vor allem was den Innenraum angeht – allen Mitbewerbern überlegen. Ende 2025 hat die Werft dann die neue Oceanis 52 auf den Markt gebracht, die wir momentan als absolute Benchmark der 50er-Klasse ansehen würden: Maximales Volumen, 30 % mehr Cockpit-Fläche, wandelbares Raumkonzept und super Segelleistungen. Oha.

Dufour hat mit der Dufour 470 und der nagelneuen Dufour 48 eine etwas kleinere und eine etwas größere Yacht im Angebot. Beide gelten vom Design her als die „Exzentriker“ der Klasse, so, wie der Lancia-Fahrer im Straßenverkehr. Durchaus hochwertig gefertigt und mit schönen Segelleistungen, zeigen die Yachten aus La Rochelle, dass man durchaus auch ein bisschen mutig und individuell sein darf. Allerdings, das muss man mögen.

Bavaria schickt die Bavaria C50 von Cossutti ins Rennen. Eckig, kantig und für viele eingefleischte Fans des alten Cruiser-Styles gewöhnungsbedürftig, glänzt diese Yacht mit dem größten Innenraum-Volumen und richtig toller Ausbauqualität. Ob der bullige Rumpf seinen Mitbewerberinnen davon segeln kann, bleibt zu bezweifeln, wer allerdings ein Luxus-Loft auf dem Wasser sucht, der sollte die Giebelstädter nicht linksliegen lassen.

Und letztlich noch die Greifswalder: Hanse Yachts hat mit der alten Hanse 458 ein ähnliches „Problem“ wie Jeanneau, mit der neuen Hanse 510 aber eine moderne, tolle Yacht, die eigentlich schon eine Nummer zu groß für diese illustre Runde ist.

So oder so: Sie haben die Wahl! Die Sun Odyssey 490 ist im Vergleich mit genau 14 Metern Rumpflänge auf „Idealmaß“, die Tendenz geht bei den Anderen aber klar in Richtung Wachstum. Damit sollte die Jeanneau allerdings preislich sehr interessant sein und auch, was Folgekosten und Unterhalt angeht.


Sun Odyssey 490 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan

Der Switch zum Vakuum: Die Sun Odyssey 490 ist modern gebaut

Innovativ war man im Beneteau-Konzern schon immer. Nicht umsonst sind die Franzosen aus der Vendée am Atlantik zur größten und erfolgreichsten Werft für „Pleasure Boats“ geworden. Beständig arbeitet man an der Modernisierung und Effektivitätssteigerung, etwas, das im Prinzip die DNA des Konzerns ausmacht: Denn es war Benjamin Beneteau, der vor 150 Jahren die revolutionäre Idee hatte, Motoren in Fischerboote einzubauen. Da Jeanneau seit der Insolvenz 1995 zum Beneteau-Konzern gehört, profitiert auch diese Marke vom beständigen Streben des Unternehmens.

Der Bauprozess ist bei Beneteau, also auch bei Jeanneau, absolut industrialisiert: Durchgetakteter Fließband-Bau mit standardisierten Modulen. Effizient, schnell und up-to-date. Und so wundert es kaum, dass schon vor 10 bis 15 Jahren konzernweit vom damals standardmäßig verwendeten Handauflege-Verfahren bei der Rumpf- und Deckslamination auf das viel modernere, materialsparende und für die Mitarbeiter angenehmere Vakuum-Infusions- und -Injektions-Verfahren umgestellt worden ist.

Der Vorteil: Die Boote werden leichter, die Strukturen sind fester und es besteht kaum noch die Gefahr von Lufteinschlüssen im Layup, was die Anfälligkeit gegenüber Osmose merklich senkt. Moderne, Vakuum-gefertigte Segelyachten weisen kaum noch Osmose-Schäden auf. Die GFK-Teile der Sun Odyssey 490 werden ausschließlich in diesem Verfahren hergestellt. Damals wie heute ein Produktvorteil gegenüber handlaminierten Yachten.

Die ganze Auswahl an Segel-Optionen

Auch der Segelplan überzeugt, wobei man diesem schon ein wenig das Alter ansieht. Die Sun Odyssey 490 kommt im Standard mit einem durchgelatteten Großsegel, das knapp 57 Quadratmeter Segelfläche in den Wind bringt und einer Genua mit knapp 54 Quadratmeter. Damit ist das 11,3 Tonnen schwere Schiff bei moderaten Winden gut und flott unterwegs.

Alternativ kann man eine Selbstwendefock mit 38 Quadratmeter für Reviere mit ausgeprägtem Starkwind-Charakter wählen, was für Segler in der Nordsee, dem Atlantik oder auch weiten Teilen Griechenlands interessant sein dürfte. Eine Fock ist bei Starkwind immer besser, als eine gerollte Genua.

Zumal die Genua der Sun Odyssey 490 ein großes, 120 % überlappendes Segel ist. Heutzutage ist das Verhältnis von Groß- zu Vorsegel eher umgekehrt. Man wählt auch bei den Genuas eher weniger Überlappung, 105 bis 110 %, und erhöht dabei die Großsegelfläche. Das verschiebt den Segeldruckpunkt etwas nach achtern und kommt der „Bügeleisen-Rumpfform“ sowie den sich damit veränderten Steuer-Eigenschaften dieser modernen Rümpfe näher. Die Sun Odyssey 490 hat noch einen „alten“ Rumpf, der nicht so extrem breit ist und achtern sogar noch leicht spitz zuläuft. Nicht sehr viel, aber merklich. Es ist daher anzunehmen, dass bei der 490 der Segeldruckpunkt merklich weiter vorn liegt: Besser für Amwind-Segelei, allerdings auch mit mehr Luvgierigkeit und Tendenz zum Sonnenschuss bei übermäßig Druck im Rigg.

Ob ein reiner Urlaubssegler seine Sun Odyssey beim Family-Cruising regelmäßig an diese Grenzen bringt, bleibt allerdings auch zu bezweifeln …

Weiterhin ist natürlich auch ein Inmast-Rollgroß verfügbar, das dann die Großsegelfläche auf nur noch 45 Quadratmeter verkleinert. Wir empfehlen diese Segel eher Eignern, die wenig Wert auf das eigentliche Segeln legen. Wer die Potenziale des modernen Rumpfes ausnutzen will, der sollte beim klassischen Groß bleiben – oder für das Rollgroß wenigstens vertikal gelattete Fahrtenlaminate wählen. Mit Dacron kommt hier nämlich wenig Segelfreude auf.

Walkaround-Cockpit: Muss sein!

Ebenfalls neu und bis dato ungesehen war das „Walkaround Cockpit“ bei Jeanneau, welches sich mittlerweile zu einer Art Markenzeichen der Werft entwickelt hat. Dabei steigen die Seitendecks vom Steuerstand nach vorne hin seicht an, man kann also hinten um die Steuerstände herum gehen und vollkommen barrierefrei bis zum Bug durchlaufen. Das soll die Zirkulation an Bord verbessern, die Sicherheit erhöhen und vor allem die Gäste im Cockpit nicht mehr stören.

Wir finden, die Sun Odyssey 490 ist die erste Jeanneau, bei der dieses Konzept so richtig aufgeht, obwohl bereits die kleinste Jeanneau das „Walkaround-Cockpit“ mitbringt. Erstens ist die 490er mit 4,49 m Breite breit genug, sodass die Seitendecks nicht mehr Platz aus dem Innenraum „stehlen“. Denn bei den kleineren Yachten, vor allem den sub-40-Füßern, merkt man am Platzangebot im Cockpit schon recht deutlich, dass die Decks außen einige Zentimeter „abgezwackt“ haben.

Zum Anderen schafft es Jeanneau endlich (!) erstmals auf der 490, alle Winschen nach achtern zu legen. Bei allen anderen, kleineren, Yachten, befinden sich die Arbeitswinschen immer alle beiderseits des Niedergangs. Das bedeutet, dass weiterhin Gefummel, Trimmen, Segel setzen und reffen im Cockpit stattfinden muss – mit Leinengewirr und Kurbel-Action. Die Idee, seine Gäste im Cockpit „in Ruhe zu lassen“, ist aus unserer Sicht also nicht unbedingt nur eine Frage des Walkarounds, sondern vor allem eine des Winschen-Layouts.

Die Sun Odyssey 490 bietet nun also erstmals die Möglichkeit, die gesamte Yacht von hinten zu segeln – und das Cockpit im Gästebereich damit konsequent und komplett frei von Kurbel-Trubel und Leinen-Salat zu halten.

Eine der ersten Yachten (dieser Größe) mit Heckstrahlruder

Wir hatten erwähnt, dass die 50er-Yachten zu Massen in die Charterflotten gehen. Da sind elektrische An- und Ablegehilfen oftmals angebracht. Jeanneau bietet für die 490 ein ausfahrbares Heckstrahlruder ab Werft an. Eine Innovation, die selbst Beneteau für die damals neue 51.1 nicht vorgesehen hat. Wir empfehlen die Kombination aus Bug- und Heckstrahlruder allen Eignern, die sich unsicher fühlen und neu sind, die in Starkwind-Revieren häufig mit Seitenwind beim ein- und ausparken zu kämpfen haben und natürlich allen, deren Häfen und Liegeplätze eng sind. Hier bitte keine falsche Eitelkeit walten lassen – alles, was den Schiffsbetrieb sicherer werden lässt, ist gut und sinnvoll!


Carsten Rettig „Die Sun Odyssey 490 war damals sicher ein Quantensprung für Jeanneau. Gegen die aktuell neuesten Yachten im 50-Fuß-Segment merkt man ihr aber schon das Alter an.“
Carsten Rettig, CEO Yachtino

Sun Odyssey 490 kaufen - Alle Informationen für Skipper/Segler

Welche Segler-Typen spricht die Sun Odyssey 490 an?

Die Sun Odyssey 490 ist ein Tausendsassa. Diese Yacht ist in der Charterbranche sehr beliebt, weil die Mehrkabinenlayouts Crews von bis zu 10 Erwachsenen (plus Skipper, wenn es sein muss) zulassen. Aber auch private Eigner schätzen die Wandelbarkeit der Layouts der 490, die als reine „Eigneryacht“ mit 3 Kabinen ebensogut funktioniert, wie als Familien-Boot, auf dem jeder sein eigenes Badezimmer bekommen kann.

Seglerisch kann die 490 sich auch heute noch durchaus gegen die Konkurrenz behaupten. Mit 11,2 Tonnen ist sie im Vergleich die zweitleichteste Yacht. Sie liegt agil auf den effizienten Doppelrudern und wird – mit der „großen“ Segelgarderobe und vielleicht nach einem Update auf schönes Fahrtenlaminat anstelle des Standard-Dacrons – durchaus flott durch die Wellen gehen. Marc Lombard ist, was die Leistungsfähigkeit seiner Rümpfe angeht, über jeden Zweifel erhaben. Sie dürfen also gute Etmale bei gutem Wind um 15 bis 20 Knoten erwarten.

Wie alle modernen Cruiser sollten auch ein Gennaker und ein Code 0 aus unserer Sicht zur festen Ausstattung der 490 gehören. Denn bei leichten Winden schafft es die Standardbesegelung nicht mehr, das Boot zu krängen um den Lateralplan (die vom Wasser benetzte Fläche unter Wasser) zu verkleinern. Die Reibung ist dann so groß, dass das Boot kaum „aus den Puschen“ kommt. Nur Gennaker oder Code 0 verhindern jetzt das Anwerfen des Dieselmotors. Allerdings: Wenn gesetzt, bringen diese Leichtwindsegel die Yacht schnell auf ansehnliche Speed. Bei sehr wenig Wind, also unter 8-9 Knoten, oftmals (je nach Wellenbild und Kurs zur Welle) auch auf die selbe Speed, die der Wind dann hat. Beeindruckend!

Als Fahrtenyacht nicht zu unterschätzen

Wenn Sie eine Yacht suchen, mit der Sie Ihre Fahrtenträume umsetzen können, könnte die Sun Odyssey 490 genau richtig sein. Als eine der letzten Großserien-Yachten bietet diese eine richtig schöne, große Navi-Ecke mit eigenem Kartentisch, schönem „Kapitäns-Stuhl“ und Zugriff auf das Hauptpaneel. Diese ist direkt links neben dem Niedergang (und nicht irgendwo vorn am Hauptschott oder gar entgegengesetzt an der Klo-Wand) angebracht, sodass Sie jederzeit schnell unten oder wieder oben am Steuer sind. Vorbildlich!

Weiterhin kann man als segelndes Paar hier einen 2-Kabiner wählen: Auch das ist in dieser Bootsgröße eigentlich nicht mehr üblich, wo 3 voll ausgebaute Kabinen die geringste Anzahl sind. Bei der Jeanneau können Sie also ab Werft eine große Backskiste mit einem riesigen Stauvolumen kaufen, die Sie dann als „Hauswirtschaftsraum“ oder als Bord-Office ausbauen können. Das bietet so aktuell keine andere Werft in der 50er-Größe mehr an.

Erfolgreich im Charter-Business

Dass die Sun Odyssey 490 im Mietgeschäft sehr erfolgreich war, kann man in den ausgewiesenen Charter-Revieren Europas noch immer gut sehen. Die Yacht wurde ab 2018 etwa mit 100 bis 120 Einheiten pro Jahr gebaut, was etwa 700 bis 900 gebauten 490ern bis heute entspricht. Genaue Zahlen bekommt man natürlich nicht aus den Werften – dennoch, diese Zahlen sind beeindruckend. Wenn man annimmt, dass etwa 50 % der Einheiten in die Charter gehen, sollten 400 bis 500 Sun Odyssey 490 als Mietboote unterwegs sein. Warum das interessant für Sie sein kann? Nun, wenn Sie eine neue Sun Odyssey 490 kaufen wollen, dann empfiehlt es sich (wie bei jedem anderen Boot auch), diese vor der Kaufentscheidung erst einmal eine oder zwei Wochen lang zu mieten. Nur so können Sie wirklich herausfinden, ob das Boot auch all das „kann“, was Sie sich wünschen. Achten Sie bei der Miete darauf, ein möglichst neues Baujahr zu bekommen und dann auch das Layout und die Ausstattung, die Sie im Kopf haben. Natürlich wirkt der 5-Kabinen „Charterbomber“ ganz anders (nämlich enger), als „Ihre“ 2-Kabinen-Variante. Achten Sie zudem auch darauf, das Rigg zu mieten, das Sie später selbst kaufen wollen.

Andererseits könnte die Charter-Anzahl interessant sein, wenn Sie eine gebrauchte Sun Odyssey 490 kaufen wollen: Charter-Boote sind zwar oftmals sehr refit-bedürftig, kosten andererseits wesentlich weniger, als Eigner-Yachten aus zweiter Hand. Hier könnten handwerklich begabte und geduldige Eigner ein wahres Schnäppchen machen mit Booten, die aus den Flotten nach 5 bis 8 Jahren aussortiert werden. Ihr preiswerter Einstieg in die 50-Fuß-Klasse?


Sun Odyssey 490 kaufen - Komfort, unter Deck

Marc Piaton und Jeanneau: Beziehung mit Ecken und Kanten

Was uns an den „alten“ Sun Odysseys „stört“, ist, dass sie innen ein wenig „verbaut“ wirken. Marc Piaton wählt gerade bei den kleineren Yachten von Jeanneau den Weg von großen Möbelteilen (was natürlich gut für den zur Verfügung stehenden Stauraum ist!) und lässt dabei oftmals eher wenig Freiraum übrig. Das ist auch vor allem bei bewegter See oder Sturm nicht schlecht, denn man findet immer in Griffnähe um sich herum etwas zum Festhalten. Auch die Größe der Pantry ist vorbildlich – aber es „leidet“ eben der Luxus-Eindruck. Moderne, neuere Yachten – übrigens auch die von Jeanneau – bieten da wesentlich mehr Freiraum und damit den Eindruck von Luxus. Vergleichen Sie die Sun Odyssey 490 mit einer Oceanis 47 oder der Hanse 460, und Sie werden sehen, was wir meinen. Dies ist ein Zugeständnis an das Alter des Bootes – kann aber wie gesagt auch genau das sein, was Sie an den neuen, modernen Yachten wiederum vermissen.

Im Salon viel Licht und Platz

Der Salon ist trotzdem recht schön gelungen, wie wir finden. Piaton integriert eine verhältnismäßig große Pantry in U-Form (perfekt für Koch-Einlagen bei viel Welle) und vis-a-vis eine schöne Dinette mit Platz für bis zu 7 Personen. Nichts ist im Weg, nichts stört. Durch die großen Rumpffenster kommt viel natürliches Licht herein, einzig ein paar mehr Skylights hätten wir uns gewünscht – da bieten Hanse und Dufour mehr Helligkeit, Frischluft und tolle Ausblicke ins Rigg.

Der Salontisch ist natürlich absenkbar. Mittels zusätzlicher Polster kann man diesen Bereich in einen Doppelschlafplatz, den Ort für Seekranke oder eine loungige Spielwiese umwandeln. Nett!

Die Sun Odyssey 490 bietet schon den Jeanneau-typischen neuen Ansatz bei den Farbkombinationen: Das klassische Teak-Furnier (ALPI) wird mit hellen Farben und bisweilen „frischen und frechen“ Kombinationen, etwa mit Hellblau, angeboten. Damals unerhört progressiv und noch heute mal was anderes, als die ewigen Schlamm-Töne (die es bei gefallen natürlich auch gibt).

Sechs Innenraum-Layouts!

Da glänzt die Sun Odyssey 490 und hat das einigen Mitbewerberinnen damals schon voraus. Vom „Eigner-Layout“ mit 2 Kabinen und 2 Bädern bis zum „Charter-Bomber“ mit 5 Kabinen im Rumpf plus Skipperkabine im Vorschiff können Sie die Kabinenanzahl und vor allem die Anzahl der Bäder genau auf Ihr Nutzungskonzept abstimmen.

Vorbildlich: Bei der Eigner- und 3-Kabinen-Familienvariante sind die beiden Bäder (und damit die WCs) jeweils an Steuer- und an Backbord angeordnet. Das bedeutet, dass je nach Bug, auf dem die Yacht segelt, immer ein WC sehr bequem nutzbar ist. Das macht Jeanneau leider bei den neuesten Yachten auch nicht mehr so – wie fast alle anderen Hersteller auch, baut man dann aus Spargründen beide WCs auf die gleiche Schiffsseite, was seemännisch einfach unsinnig und unpraktisch ist. Schade. Aber eben ein deutlicher Pluspunkt für „echte“ Segler auf dem Konto der Sun Odyssey 490.

Dinge, die wir nicht so sehr mögen

Man sieht der Sun Odyssey 490 in einigen Details an, dass sie schon etwas in die Jahre gekommen ist. Nicht unbedingt, was die Linien und das Design angeht: Da kann dieses fast 10 Jahre alte Schiff noch erstaunlich gut mit den neuesten Entwürfen mithalten.

Allerdings ist beispielsweise die Gestaltung der Nassbereiche in der Eignerkabine schon etwas eigenartig: Während das WC (selbstverständlich) in einem eigenen, abschließbaren Kabinenraum untergebracht ist, sind Waschbecken und Dusche nicht von der Kabine der Eigner abgetrennt. Das sorgt zwar für eine seltsam „heimelige“ Atmosphäre, aber eben auch nur „seltsam“. Hier sind einfach komplett abgetrennte Dusche und Nassräume mittlerweile nicht ohne Grund Standard. Aber vielleicht mögen Sie ja auch dieses „offene“ Design?

Weiterhin eher inakzeptabel sind offenliegende GFK-Stellen im Boden. Das macht man so heutzutage eigentlich nicht mehr, jedenfalls nicht mehr bei Yachten dieser Größe: Im Eignerbereich, den Achterkammern aber vor allem in der Pantry (Vorsicht, Zehen!) sind Teile der Bodenwrangen offen. Das wirkt nicht nur billig, sondern schafft Stolperfallen und fungiert als Schmutzfänger. Heutzutage, wie gesagt, inakzeptabel für Yachten dieser Größe.

Solide Ausbauqualität: Möbel und Polster an Bord der Sun Odyssey 490

Abgesehen von diesen kleinen Unschärfen ist die Möbelbauqualität der Sun Odyssey 490 auf einem soliden Großserienniveau. An den besonders oft genutzten und exponierten Stellen spendiert die Werft massive oder lamellierte Kanthölzer, das Furnier macht einen guten Eindruck. Aufgebügelte Umleimer an den Kanten bei Schapps und Klappen sind bei Serienbooten oftmals ein Ärgernis, gerade bei mechanischer Beanspruchung und bei Nässe können sich diese leicht lösen – achten Sie hierauf vor allem bei älteren Gebrauchtbooten. Die Polster haben eine durchschnittliche Qualität, hier ist aus unserer Sicht zurzeit Hanse und Dufour führend, was die Dicke, die Bequemlichkeit und die Verarbeitung angehen. Dennoch, bei der Sun Odyssey 490 gilt „quadratisch, praktisch, gut“ und das kann ja auch nicht schlecht sein.


Zusammenfassung und Fazit

Wird die Sun Odyssey 490 Ihr nächstes Boot?

Mit der Sun Odyssey 490 machen besonders diejenigen Segler unter Ihnen nichts falsch, die eine große Yacht für die lange Seereise kaufen wollen: Die 490 ist eine der letzten Boote aus der 14-15 Meter-Range, die noch ab Werft ein echtes 2-Kabinen-Layout mit Wirtschaftsraum und eine superschön gemachte Navi anbietet. Seglerisch kann dieses Boot ohne Probleme mit den aktuellen Yachten mithalten, vor allem das Layout im Cockpit ist komplett für das Einhand-Segeln von achtern am Steuerstand aus her ausgelegt. Die Heckstrahlruder-Option ab Werft ist ebenfalls vorbildlich.

Auch Familien werden die Sun Odyssey 490 sicher schätzen, obschon modernere Wettbewerberinnen deutlich mehr Sonnen- und Liegeflächen bieten. Die Jeanneau bleibt daher eher ein Segelboot – wer eine Lounge auf dem Wasser für entspannten Luxus-Urlaub sucht, ist bei den zeitgemäßeren Angeboten der anderen Werften aus unserer Sicht besser aufgehoben.

Es bleibt abzuwarten, wann Jeanneau die 490 durch eine neue Variante ersetzen wird, da diese Yacht seit 2018 eigentlich am Ende ihres Modell-Lebenszyklus angekommen ist. Wenn dem dann so geschieht, könnte dies interessante Folgen für Boote auf dem Gebrauchtmarkt haben und – kurzfristig – die Preise für neue Lageryachten bei den Händlern und letzte Bauslots in der Werft drücken.

Sun Odyssey 490 kaufen - Das gefällt uns besonders

  • „Eigner-Layout“ mit 2 Kabinen und 2 Bädern – sehr selten in dieser Klasse!
  • Zeitloses, modernes Design, auch innen.
  • Einhand-optimiertes Layout im Cockpit mit allen Winschen & Leinen achtern.

Sun Odyssey 490 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen

  • Innen etwas eng, aber noch nicht „verbaut“.
  • Offenes Duschbad und Waschbecken in der Eignerkammer muss man mögen.
  • An einigen Stellen Details, die heute so nicht mehr gebaut werden.

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