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Segelboot Hanse 460 kaufen
Hanse 460 - auf Yachtall.com
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Hanse 460
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2024, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 57 HP Diesel, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 495.000
Liegeplatz: Ungarn, Balaton
2024
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.525,61
Hanse 460
Segelboot / Segelyacht: Hanse, GebrauchtbootLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2025, Kabinen: 4
Motor: kein Motor
€ 429.000
Liegeplatz: Kroatien, Workum
2025
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.924,12
Hanse 460
Segelboot / Slup: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2024, Kabinen: 3
Motor: 80 Hp Diesel, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 390.000
Liegeplatz: Kroatien, Split
2024
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.569,99
Hanse 460
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2024, Kabinen: 4
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 295.000
Liegeplatz: Kroatien, Biograd
2024
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.928,30
We offer a fully equipped HANSE 460 sailing yacht in the owner’s version (owner’s cabin in the bow, two aft cabins, bunk cabin on the starboard side – used as storage, 2× WC with shower), classic mainsail
Hanse 460
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2023, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 79 PS (58 kW), Diesel
€ 460.000
Liegeplatz: Kroatien, Contact De Valk Istria
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.205,61

Hanse 460
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2025, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 469.000
Liegeplatz: Deutschland, Laboe bei Kiel
2025
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.287,90
Hanse 460
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2024, Kabinen: 4
Motor: Yanmar 4JH59, 41,9 PS (31 kW)
€ 349.000
Liegeplatz: Spanien, Vigo
2024
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.196,26
Hanse 460
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2022, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4JH80, 80 PS (59 kW)
€ 399.000
Liegeplatz: Spanien, Denia
2022
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.652,37
Hanse 460 A/C
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2023, Kabinen: 5
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 295.000
Liegeplatz: Kroatien, Upon Request
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.928,30
Hanse 460
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2023, Kabinen: 5
Motor: Yanmar, 59 PS (43 kW), Diesel
€ 340.000
Liegeplatz: Italien, Contact De Valk Rome
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.113,84
Hanse 460
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,60 m x 4,79 m, 14,60 x 4,79 m Bj.: 2023
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 299.000
Liegeplatz: Kroatien, At Request
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.968,01
Die Erhabene – Hanse 460 Segelyacht
Die Hanse 460 ist eine ganz besondere Segelyacht, zumindest für die Eigner, die eine besitzen und vor allem für die Werft. Denn mit diesem Schiff endet in Greifswald die Ära Judel/Vrolijk und beginnt ein ganz neues Kapitel: Hanse steigt in den Bau von „Med-Style“-Segelyachten ein. Die Nachricht, dass man als Designer das renommierte französische Büro Berret-Racoupeau verpflichtet hatte, schlug in der Branche wie eine Bombe ein. Als dann 2022 die erste Yacht beim Cannes Yachting Festival vorgestellt worden ist, war dies ein Paukenschlag: Die Deutschen haben einen Lichtsprung in Sachen Konzept, Stil und Modernität gemacht!
Die Hanse 460 stellt allerdings dabei – übrigens genauso wie die anderen von Berret-Racoupeau im gestalteten Segelyachten aus dem Portfolio – keine so radikale Abkehr vom Bisherigen dar. Man hat sich anscheinend genau angeschaut, wie es Bavaria damals mit dem Switch zu Cossutti ergangen war. Denn die viel zu aggressiven und zu großen Änderungen der Yachten haben große Teile der Stammkundschaft verprellt, das radikale Neu-Design eher weniger neue Kunden hinzugewonnen.
Die Veränderungen von Berret-Racoupeau sind vielfältig und bisweilen grundsätzlich, darauf gehen wir in diesem Artikel noch ein, respektieren im Grundsatz aber die Formensprache und gelernten Attribute der Hanse-Segelyachten. Sie wirkt Welten moderner und schicker als die Hanse 458 beispielsweise oder andere Vorgängermodelle, lässt aber dabei an vielen Stellen Hanse-typische Gestaltungsmerkmale durchklingen. Der Umstieg von einer alten Judel/Vrolijk-Hanse auf dieses neue Modell sollte sich für Eigner wie ein „Luxus-Upgrade“ anfühlen, und das ist gut so. Neu-Einsteiger oder bisher markenfremde Segler finden auf ihr alles, was man von einem modernen Cruiser erwartet: Vor allem aber, Platz!
Ein ganz neuer Look für die Hanse-Yachten
Dank Berret-Racoupeau machen die neuen Hanse-Modelle „richtig was her“ von außen. Olivier Racoupeau spendiert der Hanse 460 einen negativen Steven – also nach leicht innen gewölbt, einen „Wavepiercer-Bug“ andeutend – und, viel wichtiger, senkt das Freibord sichtbar ab. Im Vergleich zu den Vorgängerinnen wirken die „französischen“ Hanse-Yachten daher nicht mehr so bullig und eckig. Die gesamte Bug-Sektion ist zwar voluminöser gestaltet, was man vor allem bei der Draufsicht bemerkt, sieht aber filigraner und fließender aus, als die platten Steven von Judel/Vrolijk. Innen kreiert das jede Menge Platz für die Kabinen, von außen zahlt es auf das Schönheitskonto der Hanse ein.
Der Kabinenaufbau ist langgezogen und zum Heck hin leicht zweimal abgestuft. Weiterhin tragen die in der Höhe im Vergleich zu den Vorgängermodellen ziemlich stark verschmälerten – dafür aber länger gezogenen – Rumpffenster zu einer optischen Verschlankung des Rumpfes bei. Im Bugbereich integriert Racoupeau eine Kimmkante, die höchstwahrscheinlich nichts wirklich seglerisch beiträgt, wohl aber hier über der Wasseroberfläche innen nochmals etwas mehr Volumen schafft. Dieser Chine, zusammen mit der Hanse-typischen dünnen und dicken Wasserlinie lassen den Rumpf extrem schlank wirken. Sehr schön gelöst sind die langen Fenster im Kabinenaufbau: Hier hält sich Racoupeau an die gelernten Formen der Vorgängermodelle und erzeugt so den typischen Hanse-Look. Chapeau! Diese optische Modernisierung hat aus unserer Sicht perfekt funktioniert und sollte markenfremde Neukunden ebenso ansprechen, wie Hanse-Fans.
Das Konzept geht auf: Die Hanse 460 gewinnt haushoch und auf Anhieb den angesehenen Preis „European Yacht of the Year“, den British Yachting Award und den SAIL Award – große internationale Anerkennung für die deutsch-französische Yacht!
Mittelmeer-Style-Cruising und viel Luxus: Das Konzept der Hanse 460
Doch es geht bei der Hanse 460 nicht nur um das Aussehen. Das Boot katapultiert die Greifswalder Werft mit einem Schwung in die Liga der klassischen Sommer-Yachten im Mittelmeer-Style. Von oben betrachtet ist nun auch der Rumpf der Hanse geformt wie ein Bügeleisen: Die maximale Schiffsbreite (übrigens beeindruckende 4,79 Meter) wird konsequent bis ganz nach achtern zum Heckspiegel mitgenommen. Vorgängermodelle verjüngten sich hier noch. Der Vorteil: Nun kann das große Volumen des Salons, welches aus der Schiffsbreite resultiert, bis in die Gästekabinen hinten mitgenommen werden. Alles, was hinter dem Salon liegt, profitiert: Die Pantry, die Badezimmer und die Gästekabinen können deutlich größer und luxuriöser gestaltet werden, als bei Yachten, die hinten schmaler werden.
Natürlich wächst damit auch der zur Verfügung stehende Platz an Deck: Vor allem das Cockpit der Hanse 460 wird Sie überzeugen: Endlich kann man doppelte Cockpittische verbauen, was wie ein Quantensprung in Sachen Komfort wirkt. Denn nun kann nicht nur jeder Tisch einzeln vergrößert/verkleinert werden, sondern sich komplett abgesenkt in eine riesige Sonnenliege oder Spielweise verwandeln! Und das bei 47 Fuß! Die Hanse 460 ist damit als „Urlaubs-Fabrik“ von Topp bis Kiel voll und ganz darauf eingestellt, Eignern wie Gästen die bestmögliche Plattform für den tollsten Urlaub auf dem Wasser zu bescheren.
Vielseitigkeit ist Trumpf
Dabei kann man schon grundsätzlich über das Kabinenlayout das Boot genau nach den individuellen Wünschen und Anforderungen der Yacht anpassen – allerdings, und das ist wohl der Preis des Med-Style-Sailings – sind diese Anpassungen nun nicht mehr unbedingt für den klassischen Eigner-Segler, sondern vor allem für Charter-Unternehmen interessant. Später mehr dazu.
Dennoch bietet die Preisliste eine Vielzahl von Paketen und Optionen, mit welchen man den Charakter dieser Yacht grundsätzlich verändern kann. Hölzer, Farben, Paneele, Finish: Die Hanse 460 kann grundsätzlich sehr kostenschonend oder richtig auf Luxus getrimmt werden und bietet dabei sogar für diese Bootsgröße eher ungewöhnliche Optionen, wie das feste Bimini T-Top. Aus unserer Sicht geht dabei ein wenig der bisher noch vorhandene Eigner-Fokus des Bootes verloren, der Hanse bisher immer noch ausgezeichnet hat. Allerdings ist dies sicher dem sich verändernden Markt und der Nachfrage geschuldet – der Boom im Charter-Business und die damit verbundenen Abnahme-Mengen der Flottenbetreiber sind sicher auch für die Hanse Werft wichtig.
Alternative Hanse 458?
Nun mögen Sie denken, dass die Hanse 458 doch eigentlich eine gute Alternative zur 460 sein könnte? Jaein. Zunächst: Die noch immer aktiv angebotene Hanse 458 (ein Judel/Vrolijk-Entwurf aus dem Jahre 2019) ist deutlich kleiner als die Hanse 460: Mit 13,87 mal 4,79 Meter für den Rumpf bietet die 460 der 13,55 mal 4,58 Meter großen Hanse 458 in allen Dimensionen etwa 1 bis 2 Fuß mehr – was sich spürbar (!) im Innenraum-Volumen und vor allem im sehr viel engeren Cockpit äußert. Das ist eben genau das „Upgrade“ an Luxus, was die Hanse 460 verspricht.
Ein „Pro“-Argument könnte jedoch der Preis sein, denn die 458 ist je nach Ausstattung rund 20 % preiswerter zu haben, als die damit deutlich teurere 460. Wir finden, man kann beide Yachten nicht miteinander vergleichen. Es ist, wie verschiedene Auto-Generationen eines Typs gegeneinander abzuwägen: Denken Sie nur an den Original Mini Cooper und den modernen Mini – das sind Welten. Wenn Sie trotzdem die Hanse 458 kaufen möchten (die übrigens auch auf dem Gebrauchtbootmarkt eine Rolle spielt), dann sollten Sie unseren Artikel zu diesem Boot lesen.
Hanse 460 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan
Klassische Herstellung, robustes Ergebnis
So innovativ, wie das Design der Hanse 460 daherkommt, so klassisch ist ihre Herstellung. Die Werft lässt Rumpf und Deck im Handauflege-Verfahren bauen, was für eine robuste und steife Struktur sorgt, allerdings die Yacht auch etwas schwer werden lässt: Mit 12,6 Tonnen für den Standardkiel und 13,0 Tonnen für die Kurzkiel-Variante bewegt sich die Hanse 460 im Mittelfeld der Yachten im Wettbewerbsvergleich. Die Oceanis 47 von Beneteau geht mit starken 11 Tonnen an den Start, gefolgt von der Sun Odyssey mit 11,3 Tonnen. Dann kommt die Hanse 460, die etwas gleichauf mit der Bavaria C46 von der anderen deutschen Werft, Bavaria, liegt. Schlusslicht ist die knapp 14 Tonnen schwere Dufour 48, die aber auch die größte Yacht dieser Gruppe ist.
Hier kommt auch gleich das Problem, das Sie als Neuboot-Käufer beim Vergleich der Yachten untereinander haben. Denn ähnlich wie bei der Entscheidung Hanse 458 oder 460 ist auch beim Schauen auf die anderen Hersteller die metrische (!) Rumpflänge entscheidend. Denn es spielen zwar alle Boote in der 45-Fuß-Liga, die echten Größenunterschieden sind aber teilweise exorbitant: Da sind nämlich die „Leichtgewichte“ Sun Odyssey und Oceanis mit 12,64 bzw. 13,63 Metern die kürzesten, dann kommt die Hanse 460 mit 13,87 Meter, gefolgt von der Bavaria C46 mit 13,95 m und der großen Dufour mit satten 14,32 Meter Rumpflänge. Schauen Sie auch unbedingt auf die Schiffsbreiten, wo sich nochmals Unterschiede ergeben.
Da diese Gruppe so heterogen ist und man kaum von reinen technischen Daten auf das wirkliche Raumgefühl schließen kann, empfehlen wir unbedingt, diese Yachten live anzuschauen. Etwa auf einer Bootsmesse oder beim Chartern.
Breite Zielgruppe von Charter über Familien bis Eigner-Paar
Und da wären wir auch beim großen Thema Charterboot. Fast alle modernen Cruiser müssen heutzutage den Spagat zwischen den Anforderungen privater „Segler-Eigner“ und denen von Mietflotten-Betreibern schaffen. Natürlich sind diese Anforderungen in vielen Punkten diametral: Wer als Eigner diese Segelyacht kaufen möchte, der braucht oftmals nur 2 Kabinen, will aber gern viel Stauraum (in einer der „freien“ Achterkammern) und seglerisch/seemännisch sinnvolle Ausstattungselemente, wie beispielsweise eine Navi-Ecke mit schönem, großen Kartentisch haben.
Der Vercharterer möchte gern die maximale Anzahl an Kojen in möglichst großen Kojen unterbringen. Und dann möchte man möglichst allen Kabinen das eigene Duschbad bieten. Die Pantry kann auf einer Charteryacht ruhig kleiner ausfallen, da die Gäste sowieso lieber die Restaurants an Land nutzen, wohingegen der Fahrtensegler durchaus viel selbst an Bord kocht. Der braucht dann wiederum oftmals die vielen „Luxusdinge“ nicht, ohne die aber eine Charteryacht kaum vermietet werden kann.
Hinzu kommt, dass Chartercrews selten segeln und wenn, dann hat meist nur ein Mitglied der Besatzung (halbwegs) Erfahrung: Daher wird das Rigg gern unterdimensioniert, um niemanden zu überfordern. Und man installiert allerlei elektrische „Helferlein“, die den Betrieb durch eine Person erleichtern, das Boot aber unnötig schwer und komplex in der Wartung machen.
Und letztlich: Da Charteryachten wesentlich öfter kaputt gehen und sehr hart beansprucht werden (vor allem die Möbel), muss alles möglichst schnell, einfach und billig reparierbar oder austauschbar sein: „Quadratisch, praktisch – gut!“ ist also die Devise.
Das alles kann man mögen oder nicht. Fakt ist, dass die Serienhersteller bis zu 50 % (und mehr) ihrer Produktion an die Charter-Unternehmen verkaufen. Fakt ist auch, dass diese Verkäufe viel „einfacher“ sind, als komplexe, immer individuelle und immer spezielle Eigner, die ihre ganz eigenen – und immer unterschiedlichen – Vorstellungen vom perfekten Boot haben. Das Ergebnis sind Kompromisse: Und die sehen wir beispielsweise in der Hanse 460. Letztlich werden Sie als Privat-Eigner einer Serienyacht Ihr neues Boot kaufen und auch unter diesem Gesichtspunkt auswählen müssen: „Wo habe ich die wenigsten Zugeständnisse an die Charter-Verwendung zu machen?“ Aber auch: „Wo profitiere ich am meisten vom Charter-Einsatz der Yacht?“ Denn schnell reparieren und austauschen zu können oder sich auf ein riesiges, gut ausgebautes Ersatzteil-Netz verlassen zu können, ist definitiv auch ein Punkt, der Ihre Kaufentscheidung beeinflussen sollte.
Vielseitig von „easy“ bis leistungsstark: Der Segelplan der Hanse 460
Die Hanse 460 ist den alten Judel/Vrolijk-Booten schon einmal in diesem einen Punkt überlegen: Endlich können Sie die Selbstwendefock bei Bedarf durch eine überlappende Genua austauschen oder diese ergänzen! Das war auf den Vorgänger-Yachten immer ein Ärgernis, denn es gibt durchaus einen Windbereich zwischen starkem Wind, bei dem die kleine Fock gut zieht und dem Einsatz des Gennakers. In ausgeprägten Wechselwind-Revieren (wie beispielsweise die Ostsee aber auch Teile das westliche Mittelmeers) ist eine Genua definitiv der Fock vorzuziehen. Das geht nun bei der Hanse 460 und das ist gut so!
Die Yacht kann in ihrer einfachsten Variante mit Rollmast (inmast Furling) und Selbstwendefock insgesamt ca. 101 Quadratmeter Segelfläche in den Wind bringen. Beim Rollgroß würden wir empfehlen, gleich von Anfang an in etwas besseres Tuch (Fahrtenlaminat) mit vertikalen Latten zu investieren. Wer auf das klassische Lattengroß und die Genua upgraded, der setzt satte 113 Quadratmeter am Mast, die dann über alle Mittel des seglerischen Feintrimms (Holepunktverstellung vom Cockpit aus, verstellbares Achterstag etc.) verfügen.
Für die ausgeprägten Leichtwind-Phasen empfehlen sich auch bei dieser Yacht natürlich die entsprechenden Blister. Der Gennaker für Halb- bis fast Vorwind kommt dabei auf beeindruckende 170 Quadratmeter, am Wind wird der Code 0 ausgerollt, der mit 78 Quadratmetern effizient die Yacht beschleunigen wird.
Das Bordleben spielt sich im Cockpit ab
Sowohl beim Segeln wie auch vor Anker oder im Hafen ist das Cockpit der eine Ort, an dem sich alle die meiste Zeit aufhalten werden. Hanse bietet daher auf der 460 einen sehr schön gestalteten Cockpitbereich an. Erstmals – und das ist ein Kritikpunkt an den „alten“ Hanse-Yachten – hat man konsequent den seglerischen Bereich für Steuermann, Trimmer oder Skipper vom Gästebereich zum Chillen und Ausspannen getrennt. Das erkennt man vor allem an der Positionierung der Winschen. Während die Arbeitswinschen (für Schoten, Fallen, Strecker, Reffleinen etc. der Standardsegel) schon immer direkt beim Steuermann waren, befinden sich auf den alten Yachten die Schotwinschen für die Leichtwindsegel direkt im Cockpit. Wenn man nun davon ausgeht, dass eine solche Yacht meist im Sommer und zumeist bei eher lauem Wind als „Schönwetteryacht“ eingesetzt wird, kann der Umstand, dass die Leeschot des Gennakers direkt im Gästeraum gefahren werden muss, schon als störend empfunden werden.
Nicht mehr so auf der Hanse 460: Hier sind nun alle Winschen direkt ganz achtern. Egal, welche Konfiguration an Segeln die Yacht gerade fährt, der Gastraum ist immer frei von Leinen und herumturnenden Trimmern. Hinzu kommt, dass Hanse nun erstmals zwei Cockpittische unterbringen kann – der großen Breite der Yacht sei Dank. Damit kann das Cockpit auch für die Gäste vielseitiger genutzt werden. Die Tische sind unabhängig von einander in ihrer Höhe wie auch in der Tischfläche einstellbar. Man kann sie sogar komplett absenken und mit Polstern versehen – so wird das ganze Cockpit zu einer einzigen Sommer-Liegewiese.
Wo wir beim Sommer sind: Für die 45-47-Fuß-Klasse eher ungewöhnlich ist das rigide T-Top, das Hanse schon bei der 460 anbietet. Wir finden diese festen Biminis nicht besonders schick, aber sie sind in jedem Fall extrem praktisch! Denn wenn Sie Ihre Hanse 460 in einem ausgeprägten Sommer-Revier liegen haben (also alles, was südlich der Ostsee ist), dann ist Sonnen- und UV-Schutz einfach wichtig. Das Dach kann zudem als elegante Lösung für die Unterbringung von Solar-Paneelen genutzt werden.
Hanse 460 kaufen - Alle Informationen für Skipper/Segler
Wie man es von einem Cruiser erwartet: Die Segelleistungen der Hanse 460
Die Hanse 460 gilt als gut segelnder Cruiser, der sich durchaus mit den Cracks in dieser Klasse messen kann. Da etwas schwer geraten, sollten ambitionierte Segler hier auf gutes Segeltuch setzen und möglichst auch die effizientere Rigg-Variante mit Lattengroß und Genua wählen. Dann entfaltet der hochmoderne Rumpf von Berret-Racoupeau vor allem auf den Halbwind- und Reaching-Kursen seine volle Power. Wie alle sehr breiten und flach-rumpfigen Yachten liegt auf diesen „Urlaubskursen“ die Stärke des Rumpfes.
Die bisher von Hanse-Yachten gewohnt hohe Leistungsfähigkeit am Wind hat allerdings gelitten. Zwar segelt die Hanse 460 noch genauso hoch an den Wind heran und meistert die Wellen, es geht allerdings Komfort verloren. Das ist eben der Nachteil der breiten und flachen Konstruktionen, der übrigens alle (!) so gebauten Yachten „plagt“. Die Boote neigen dazu, sich am Wind in den Wellen festzustampfen, wobei die „Schmerzgrenze“ was Wellenhöhe und Windwinkel angeht, unterschiedlich ist. Zudem klatschen die flachen Rümpfe unangenehm in die Wellentäler, worauf man schon aus Komfortgründen als Skipper sehr schnell mit konsequentem Abfallen (und damit Verlust von Höhe) reagieren sollte. Die Frage ist: Wie oft und wie lange segeln Sie im Urlaub am Wind? Meist wohl doch eher auf den „Urlaubskursen“.
Die Vor- und Nachteile der Einzelruder-Steuerung
Ähnlich wie Dufour bleibt Hanse bei der Einzelruder-Steuerung für die Hanse 460. Das verwundert ein wenig, denn angesichts der enormen Breite dieser Yacht würde – unter Segeln – eine Doppelruder-Steuerung effizienter funktionieren. Denn die abgewinkelten Ruderblätter tauchen bei Lage gerade ins Wasser und erzeugen viel weniger Scherkräfte. Ein Einzelruder muss immer viel tiefer gehen (aufpassen beim „römisch-katholischen“ Anlegen!) und auch viel stärker im Koker und am Schaft ausgelegt sein. Denn die Querkräfte die in Fahrt auf das Ruderblatt und die Konstruktion als Ganzes wirken, sind um einiges höher, als beim Doppelruder.
Allerdings: Doppelruder-Yachten geben kaum Feedback vom Blatt an den Skipper zurück. Die Gestänge/Seilzug-Mechanik der Lenkung ist, da doppelt ausgelegt und mehrmals umgelenkt, so dicht, dass kaum noch Impulse zurück zum Steuermann kommen. Da „fühlt“ man bei einem Einzelruder schon mehr, wobei dies auch nicht mit dem unmittelbaren und ungefilterten Feedback einer Pinne zu vergleichen ist. Ein weiterer Vorteil des Einzelruders ist der Fakt, dass der Schraubenstrom direkt auf das Blatt geht: Unter Maschine sind Einzelruder-Boote wesentlich einfacher in der Marina zu manövrieren. Allerdings sollte man diesen Fakt nicht überbewerten: Yachten dieser Größe haben immer mindestens ein Bugstrahlruder, die Hanse 460 kann zudem mit einem Heckstrahlruder ausgerüstet werden, was das An- und Ablegen viel mehr erleichtert, als mit der Maschine zu hantieren.
Hanse 460 kaufen - Komfort, unter Deck
Ein Palast unter Deck
Wer den sehr schön gemachten Niedergang der Hanse 460 nach unten geht, wird staunen: Hier kann man sehen, welches Volumen und Raumgefühl die Schiffsbreite wirklich ausmachen. Das Boot fühlt sich definitiv größer an, als es ist. Wer sonst im 50-Fuß-Bereich der Serienwerften schaut, der sollte sich auch die Hanse 460 angucken, denn eine Nummer kleiner muss nicht immer „kleiner“ bedeuten – der Luxusfaktor im Salon der 460 ist hoch, je nach Ausstattung und Invest in schicke Polster und Hölzer kann man sehr wohl den Eindruck einer größeren Yacht erwecken.
Zum angenehmen Loft-Gefühl tragen die vielen Fenster bei, die natürliches Licht in den Salon lassen. Neben den Rumpffenstern sind das vor allem die vier großen Skylights hinter dem Mast, die noch dazu zu öffnen sind: Lichtdurchflutet und mit Frischluft versorgt! Außerdem kann man alle (!) seitlichen Fenster des Kabinenaufbaus öffnen, was keine andere Yacht in dieser Klasse bietet. Damit sollte die Hanse 460 auch an sehr heißen Tagen immer gut durchlüftet und angenehm kühl bleiben.
Besonders gefällt auch die Trennung von Dinette und Pantry durch eine Sitzbank, die gleichzeitig Rückenlehne, Stauraum und Schaltzentrale für die Beleuchtung ist. Apropos Beleuchtung: Das clevere LED-Lichtkonzept entfaltet vor allem nachts seine Wirkung, denn hier kann man von „Festtagsbeleuchtung“ bis zu intimen Lichtstimmungen ein ganz besonderes Ambiente nur mit Licht erzeugen.
Die Möbel sind geradlinig, modern und sachlich-zurückhaltend. Keine Schnörkel oder ausgefallen überbordender Luxus. Aber Hanse gibt sich Mühe, auch in Details, schick zu sein: Besonders gefallen hierbei die massiven Haltegriffe aus Edelstahl, die mit Leder bezogen sind. Diese finden sich vom Niedergang bis Vorschott und sind nicht nur schick, sondern super praktisch.
Alles in allem ein lichtes, modernes und – je nach individueller Ausstattung und Farbwahl – sehr luxuriöses Interieur, das begeistert.
Vom praktischen Eigner-Layout bis zum Charter-Bomber
Wir haben es angedeutet: Die Hanse 460 gibt es in vielen Layoutvarianten, um eine möglichst breite Käuferschaft und viele Nutzungskonzepte abdecken zu können. Der klassische Privateigner wird sicher eher die beiden 3-Kabinen-Varianten bevorzugen, im Charterbereich kann man das Boot als 3-Kabiner mit 3 Bädern, als 4-Kabiner mit 4 Bädern oder sogar als 5-Kabiner (dann mit einer Pullman-Kabine) und 3 Bädern ausstatten. Eine Skipperkabine ist bei keinem Layout vorgesehen.
Bleiben wir beim Eigner: Im Standard kommt die Yacht mit drei Kabinen und 2 Badezimmern, wobei das achterliche Tagesbad sowie das Eigner-Bad über separat abtrennbare Duschkabinen verfügen. Leider sind beide Badezimmer wieder auf der gleichen Seite (an Backbord), was beim Segeln in viel Welle mit Lage (Backbordbug) dazu führen kann, dass die Toiletten kein oder nur noch schwer Spülwasser ziehen. Hätte man das Eignerbad an Steuerbord untergebracht, wäre dieses Problem vermeidbar gewesen. Allerdings stellt sich auch hier die Frage, wie oft das in der Praxis passiert … beim normalen Einsatz als Urlaubsyacht wohl eher sehr selten.
Eigner freuen sich zudem über eine dezidierte Skipper-Ecke mit einem sehr schönen, auch großen, Kartentisch. Hier ist die Schaltzentrale mit dem Hauptpaneel der Yacht, der UKW-Funk und Tochter-Anzeigen. Für den Einsatz als Fahrtenyacht unverzichtbar – und wir freuen uns, dass Hanse diesem bei anderen Werften schon ganz verschwundenen „Relikt“ aus der guten alten Segler-Zeit noch so viel Raum gibt. Vorbildlich! Wer diesen Platz nicht möchte, kann auch die Küche erweitern und gewinnt dadurch eine Menge Stauraum und Arbeitsfläche hinzu – auf den Charter-Varianten ist der Platz dann für das dritte Badezimmer oder die Pullman-Kabine vorgesehen. Last not least, auch als Eigner kann man den Skipper’s Corner weglassen und anstelle dessen eine Art „Hauswirtschaftsraum“ installieren, wo dann Waschmaschine/Trockner-Kombo und jede Menge Stauraum Platz finden. Sie sehen: Die Hanse 460 ist sehr flexibel.
Highlight Eigner-Kabine: Loft-Style!
Höhepunkt der Yacht ist natürlich der Eignerbereich im Vorschiff. Hier dominiert das große Island-Bett, von welchem aus man auch im Liegen einen atemberaubenden Blick durch die großen Seitenfenster im Rumpf hat. Von oben kommt viel Licht durch die drei großen Skylights (zu öffnen) und beiderseits des Bettes befinden sich jede Menge Schränke, Regale und Fächer als Stauraum. Einer dieser Schränke an Steuerbord kann zudem als Sessel (super zum Be-/Entkleiden) umgewandelt werden, was zudem etwas mehr zur luftigen Atmosphäre an Bord beiträgt.
Das große Bad an Backbord bietet ein schönes Ambiente, wobei die Duschkammer abtrennbar ist. Hanse spendiert hier dem gesamten Schiff Platten aus dunklem Corian mit Sprenkel-Effekt, was die Wertigkeit erhöht.
Luxus für Ihre Gäste: Mega Achterkammern!
Auf manchen Yachten sind die Achterkabinen eher eine Bestrafung, denn Urlaub. Nicht so bei der Hanse 460! Beide Kabinen im Heck sind symmetrisch und bieten mehr als genug Liegefläche im Doppelbett. Auch hier sind die großen Rumpffenster ein Segen, denn sie lassen jede Menge natürliches Licht in die sonst eher dunklen „Höhlen“. Auch hier findet sich mehr als genug Stauraum für die Reisetaschen und deren Inhalt Ihrer Gäste. Alles ist mit Paneelen verkleidet, man sieht kein Plastik mehr: Vorbildlich!
Schön ist auch, dass das Backbord-Badezimmer einen en-suite Zugang hat. Hier kommt man also direkt ins Bad, ohne vorher in den Salon heraustreten zu müssen.
Zusammenfassung und Fazit
Lohnt es sich, die Hanse 460 zu kaufen?
Wir finden, Hanse hat mit der 460 alles richtig gemacht! Sie ist eine sehr moderne, sehr attraktive und sehr vielseitige Yacht, die ihre Stärken vor allem im Platzangebot an und unter Deck hat. Dem perfekten Segelurlaub steht mit der 460 nichts im Wege. Eigner und Langfahrtsegler können dieses Boot ebenso nach ihren Wünschen konfigurieren, wie große Familien oder Charter-Unternehmen. Wer eine Segelyacht im 50-Fuß-Segment kaufen möchte, sollte sich die Hanse 460 unbedingt anschauen, denn sie wirkt wesentlich größer, als sie ist. Skipper, die besonders auf ihr Budget achten müssen und auch auf dem Gebrauchtmarkt keine passende 460 finden, sollten die Vorgängerin, die Hanse 458, unter die Lupe nehmen. Alles in allem: Eine Segelyacht, die sehr gefällt!
Hanse 460 kaufen - Das gefällt uns besonders:
- Hochmodernes Design und gute Segelleistungen.
- Vielseitige Layout-Varianten und reichhaltige Optionsliste.
- Tolles Cockpit, festes T-Top ist das Klassenbeste
Hanse 460 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:
- Etwas schwer, braucht vor allem Leichtwind Segelfläche.
- Als 47-Füßerin deutlich größer, aber auch teurer als vergleichbare Boote im 45-er Segment.
- Einzelruder mit Vor- und Nachteilen.
Weitere Reviews und Testberichte:




















































