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Segelboot Hanse 418 kaufen
Hanse 418 - auf Yachtall.com
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Hanse 418
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,40 m x 4,17 m, 12,40 x 4,17 m Bj.: 2018, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4JH57, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 235.000
Liegeplatz: Spanien, Dénia
2018
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.518,42
Hanse 418 A/C
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,42 m x 4,17 m, 12,42 x 4,17 m Bj.: 2019, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 39 PS (29 kW), Diesel
€ 190.000
Liegeplatz: Griechenland, Upon Request
2019
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.038,67
Hanse 418
Segelboot / Slup: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,40 m x 4,17 m, 12,40 x 4,17 m Bj.: 2021, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 3JH40, 40 PS (29 kW), Diesel
€ 159.000
Liegeplatz: Griechenland, 11 Poseidonos Avenue, Alimos 17455
2021
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.706,05
Hanse 418
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,40 m x 4,17 m, 12,40 x 4,17 m Bj.: 2022, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 40 PS (29 kW), Diesel
€ 224.000
Liegeplatz: Deutschland, Breege
2022
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.395,75
Hanse 418
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,40 m x 4,17 m, 12,40 x 4,17 m Bj.: 2021
Motor: 40 PS (29 kW), Diesel
€ 190.000
Liegeplatz: Deutschland, At Request
2021
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.038,67

Hanse 418
Segelboot / Slup: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 11,99 m x 4,17 m, 11,99 x 4,17 m Bj.: 2021, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 39 PS (29 kW), Diesel
€ 210.000
Liegeplatz: Italien, Toscana, Mar Tirreno
2021
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.252,17
Hanse 418
Segelboot / Slup: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 11,99 m x 4,17 m, 11,99 x 4,17 m Bj.: 2020, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 39 PS (29 kW), Diesel
€ 255.000
Liegeplatz: Kroatien, Dalmatia
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.537,56
Hanse 418
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,40 m x 4,17 m, 12,40 x 4,17 m Bj.: 2023, Kabinen: 3
Motor: 40 PS (29 kW), Diesel
€ 256.000
Liegeplatz: Deutschland, Breege
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.541,18
Hanse 418
Segelboot / Segelyacht: Hanse, GebrauchtbootLänge x Breite: 12,40 m x 4,17 m, 12,40 x 4,17 m Bj.: 2021
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 294.350
Liegeplatz: Dänemark
2021
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.929,13
Hanse 418
Segelboot / Segelyacht: Hanse, GebrauchtbootLänge x Breite: 12,40 m x 4,17 m, 12,40 x 4,17 m Bj.: 2023
Motor: Yanmar 4JH57, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 361.400
Liegeplatz: Dänemark
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.309,83
Hanse 418
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,40 m x 4,17 m, 12,40 x 4,17 m Bj.: 2018, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 39 PS (29 kW), Diesel
€ 134.000
Liegeplatz: Kroatien
2018
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.439,21
Hanse 418
Segelboot / Segelyacht: Hanse, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 12,40 m x 4,17 m, 12,40 x 4,17 m Bj.: 2022, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 39 PS (29 kW), Diesel
£ 199.995
Liegeplatz: Großbritannien, Hamble, Hampshire
2022
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.564,11
Gruß von „damals“: Die Hanse 418
… das zumindest lässt der Fakt schließen, dass die Greifswalder Werft die Hanse 418 noch immer aktiv auf der Website als Segelyacht im 40-Fuß-Bereich listet. Bei den Hanse 315 und Hanse 348, die ebenfalls noch die Vorgänger-Generation, gezeichnet vom deutschen Design-Büro Judel/Vrolijk, ist das verständlich, denn hier gibt es noch keine Nachfolger. Doch warum bietet die Werft die Hanse 418 noch aktiv zum Kaufen an? Denn die Nachfolgerin – die tolle Hanse 410 – ist längst schon im Bau. 2023 führt die Werft den neuen Entwurf von Berret-Racoupeau ein, der damit die Modernisierung des Angebotes fortführt. Erfolgreich, denn die neuen Yachten sind filigraner, moderner und innen schicker.
Irgendwas muss sie also haben, die Hanse 418. Und solange sie aktiv angeboten wird, gehen wir davon aus, dass man sie bei Händlern und Werft auch für einen Neubau bestellen kann. Diese Yacht wurde 2017 gestartet und basiert auf der sehr erfolgreichen Hanse 415, die sie wiederum abgelöst hat. In den Abmessungen gleicht die 418 weitgehend der moderneren 410, die allerdings breiter ist (was später noch wichtig werden wird).
Wenn Sie also eher das momentane Nonplusultra aus Greifswald kaufen wollen, dann sollten Sie lieber unseren Artikel zur Hanse 410 weiterlesen – geht es Ihnen gegebenenfalls darum, ein Schnäppchen zu machen oder sich für den Gebrauchtmarkt Wissen anzulesen, dann herzlich willkommen zur Hanse 418!
Die wichtige Yacht-Größe um 40 Fuß
Für die Bootsbranche sind 40 Fuß eine Art „magische Grenze“. Denn ab dieser Schiffsgröße wird allgemein nicht mehr von „Segelbooten“ gesprochen. Ab jetzt heißt es „Segelyacht“. Das ist eine wichtige Grenze, die nicht nur die Sprache beeinflusst – die Yachten selbst machen, was Qualität, Luxus aber auch Segelperformance und Möglichkeiten des Einsatzes angeht, einen großen Sprung. 40 Fuß bieten den Entwicklern und Designern nun erstmals die Möglichkeit, wirklich geräumige Kabinen (vor allem achtern) einzubauen. Die Pantry bietet jetzt genug Platz, um wirklich als schöne, komplett ausgestattete Küche mit vielen Kühlmöglichkeiten und vor allem Stauraum ausgestattet zu werden.
Und dieses Plus an Stauraum wiederum macht es erstmals möglich, ernsthaft Langfahrt-Tauglichkeit zu promoten. Sicher, Sie können auch mit einem 35-Fuß-Segelboot sicher über den Atlantik segeln, komfortabel wird das eher nicht. Sowohl vom Standpunkt des Onboard-Luxus her (man muss doch sehr viel mehr mitnehmen auf solchen Blauwasser-Reisen, als man denkt!) wie auch vom Seegefühl her, denn so eine ozeanische Welle verlangt ist nochmal eine ganz andere, als in Ostsee oder Mittelmeer. Erst ab 40 Fuß, so die allgemeine Erkenntnis, werden Yachten stabil und groß genug, um sich einigermaßen annehmbar in der ozeanischen See zu bewegen.
Last not least: 40 und 45 Fuß sind die im Charterbusiness meist verkauften Bootsgrößen. Kleiner als man selbst besitzt will man ja im Urlaub eher nicht chartern. Interessante Kundengruppen also. Und wie passt hier die Hanse 418 rein?
Viel Raum und Komfort: Das Konzept der Hanse 418
Das wäre kurz zusammen gefasst auch schon das Motto der Hanse 418. Diese Modelle zeichnen sich durch ihnen damals sehr modern empfundenen geraden Steven aus, der bei der 418 noch dazu nach oben hin breiter wird. Ein „Trick“, um innen mehr Platz zu schaffen, denn im Vergleich zur französischen Nachfolgerin 410 ist die gesamte Bugsektion der Hanse 418 schmaler gestaltet. Zudem ist das Freibord höher, der Deckssprung steigt vergleichsweise rasant an. Das alles führt zu einem modernen, aber doch recht „bulligen“ Auftritt der Yacht – gerade, wenn man vor ihrem Bug steht ist sie schon einigermaßen beeindruckend.
Das Volumen hat man unter Deck in große Kabinen umgewandelt, darauf gehen wir später noch an, an Deck gibt es ein durchaus geräumiges Cockpit, welches jedoch in Sachen Komfort Welten hinter dem der Nachfolgerin, der 410, liegt. Auch dazu lesen Sie gleich noch mehr im Detail.
Die Letzten von Judel/Vrolijk: Seglerisch durchaus interessant
Obwohl Werft und auch manch’ Segelmagazin nicht müde wird zu betonen, dass die Segeleigenschaften der Hanse 418 und Hanse 410 ähnlich agil und top sind, unterscheiden sich die Boote aus unserer Sicht doch ein wenig. Wenn man von oben auf die Rümpfe schaut, dann erkennt man, wie die ältere 418 achtern wieder etwas spitz zuläuft, während die neuere Konstruktion die volle Breite bis ganz hinten mitnimmt. Zudem ist die Hanse 418 mit einem Leergewicht von ca. 10,5 Tonnen etwa 700 Kilogramm schwerer, als die neuere Hanse 410. Bei 86,8 Quadratmetern Segelfläche am Wind für die Hanse 418, die es zudem nur mit Selbstwendefock (also keine Genua!) gibt, wird die neue Hanse 410 von maximal 92 Quadratmetern angetrieben (und hier kann man zur Selbstwendefock eine Genua ordern). Allein von diesen Zahlen her sollte jedem klar sein, dass die 410 in Sachen Segelperformance der „älteren“ 418 klar überlegen sein muss.
Allerdings: Der schmale Bugbereich der 418 sollte am Wind einen Vorteil bieten, auch, weil der Rumpf vor allem am Heck wieder schmaler wird. Gemeinhin sind diese „traditionelleren“ Formen am Wind (und vor allem bei Welle) wenn schon nicht schneller, dann angenehmer zu segeln. Die 418 sollte aus unserer Sicht etwas ruhiger am Wind segeln und auch ein paar Grad höher herankommen.
Die Yacht-Anomalie Hanse 418
Warum die Werft dieses Boot weiterhin aktiv anbietet, ist unklar. Es kann natürlich sein, dass man sie bald aus dem Programm nimmt, denn ehrlich gesagt sehen wir keinen Grund, warum man sich werftintern Konkurrenz macht: Denn die ist schon bei den anderen Serienwerften in Sachen 40-Füßer groß genug!
Dufour bietet mit der Dufour 41 eine sehr großvolumige, innen hochmodern (und etwas extravagant) ausgestattete Yacht an. Die Oceanis 40.1 segelt hervorragend, ist ebenfalls modern und klar eingerichtet, während die Sun Odyssey 410 mit dem „Walkaround Cockpit“ punktet (wenn man es mag) und auch nicht schlecht ist vom Platzangebot. Selbst die Bavaria C42 schlägt sich als etwas schwer geratene Segelyacht gut, denn ihr Interieur und das Platzangebot sind unangefochten auf Platz 1 in der Klasse.
Wer weiß also, wie lange die 418 neben der moderneren (und unserer Ansicht nach besser in die heutige Zeit passenden) 410 noch laufen wird. Für den Gebrauchtmarkt wird dieses Boot allerdings noch lange interessant bleiben. Denn da kann sich die 418 beim Kaufen mit durchaus attraktiven Angeboten vom älteren Baujahr als Schnäppchen bis zur jungen Gebrauchten als preis-attraktive Neuboot-Alternative behaupten.
Hanse 418 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan
Klassische Verfahren bei der Herstellung: Die Hanse 418 im Bau
Die Hanse-Werft ist traditionell mit Greifswald und der Ostsee verbunden. Hier, im äußersten Osten der deutschen Küste, ergeben sich interessante Synergien, welche die Standortwahl von Firmengründer Michael Schmidt damals sicher beeinflusst haben. Denn Hanse fertigt Rümpfe, Decks und die großen GfK-Teile für die Yachten einige Kilometer weiter östlich, hinter der polnischen Grenze. Polen hat eine lange schiffbauerische Tradition und kann mit Marken wie Delphia beispielsweise auch auf eine erfolgreiche Geschichte im GfK-Yachtbau blicken. Ein Großteil der europäischen Windrad-Produktion (die Flügel werden ähnlich wie Bootsrümpfe laminiert) ist ebenfalls in Polen ansässig. So verwundert es nicht, dass Hanse die Rumpf- und Deckproduktion hierhin ausgelagert hat – allerdings ausdrücklich nicht an Dritt-Lieferanten, sondern in eine eigene Hanse-Werft mit eigenen Hanse-Angestellten. Die Teile werden dann per Truck nach Fertigstellung über die Grenze gefahren, wo die Yachten dann in der eigentlichen Hanse-Werft in Greifswald zu den fertigen Booten zusammengebaut werden.
So auch die Hanse 418. Hier kommt dann aber schon der nächste Unterschied zur neueren Hanse 410: Denn die 418 wird noch mit dem bewährten Handauflege-Verfahren laminiert. Hierbei legen die Bootsbauer die GfK-Matten „nass“, also in Harz getränkt, in die Formen und walken manuell mit großen Rollen Lufteinschlüsse heraus. So entsteht in 100 % Handarbeit Schicht um Schicht der Rumpf oder das Deck. Dieses Verfahren ist bewährt und erzeugt stabile, feste Strukturen, ist aber körperlich sehr anstrengend und durch den unmittelbaren Kontakt mit den Chemikalien (vor allem den giftigen Dämpfen) nicht ungefährlich für die Mitarbeiter. Die 410 wird im deutlich angenehmeren, moderneren und auch material- sowie gewichtssparenden Vakuum-Verfahren hergestellt.
Bei der Hanse 418 wird der Sandwich-Kern in Rumpf und Deck mit Balsaholz ausgeführt. Positiv: Für die erste, also die Außenschicht, des Rumpfes und Decks laminiert man mit dem wesentlich Osmose-resistenteren Vinylesterharz, darunter kommt das preiswertere Polyester zum Einsatz.
Für wen ist die Hanse 418 interessant?
Das ist die Frage. Wie angedeutet, verstehen wir auch nicht genau, warum die Werft dieses Boot neben der aus unserer Sicht moderneren, schickeren und auch als Gesamtpaket besseren 410 weiter laufen lässt. Der leichte Amwind-Vorteil wird ggf. durch das höhere Gewicht der Yacht wieder ausgemerzt, sodass sich wirklich keine rationalen Gründe erschließen. Aber wie gesagt, irgend etwas wird schon dran sein.
Verstehen Sie uns bitte nicht falsch. Die Hanse 418 ist eine moderne Segelyacht die allen Anforderungen an einfaches Handling, ausgewogener Segel-Charakteristik und Bordkomfort gerecht wird: Mit diesem Boot machen Sie nichts falsch. Es ist nur, dass die 410 eigentlich einen Ticken „besser“ und eine mehr als würdige Nachfolgerin ist.
Der Segelplan der Hanse 418 – etwas „eng“ geschneidert
Wir haben es oben schon angesprochen: Einer der Nachteile der „alten“ Hanse-Yachten war, dass diese Boote zum Teil nur mit der kleinen Selbstwendefock gebaut wurde. Damals stand das Motto „Easy Sailing“ als Schlagwort noch ganz oben auf den Wunschlisten der Kunden. Eine Selbstwendefock bringt natürlich eine Menge Komfort, denn das „lästige“ Umlegen der Schoten bei Wenden und Halsen entfällt komplett. Wenn man sich jetzt noch für einen Rollmast entscheidet, könnte man das Segelboot theoretisch sogar mit nur einer einzigen Winsch kontrollieren.
Das Ganze macht seglerisch natürlich keinen Sinn: Eine Selbstwendefock mag zwar sehr einfach zu bedienen sein, sie ist aber kaum trimmbar (keine Holepunkte, Trimm erfolgt ausschließlich über die Schot und ist damit sehr grob) und durch die wenige Segelfläche verliert die Fock schon bei mäßig Wind an Zug. Bei einem vergleichsweise schweren Schiff wieder 418 ist das natürlich fatal, denn bei Wind motoren zu müssen, wo andere noch segeln können, mag selbst der bequemste Segler nicht wirklich.
Die Zahlen zu der Segelfläche der Hanse 418 haben Sie am Anfang dieses Artikels schon lesen können. Hier offenbart die Yacht aus unserer Sicht ihre größten Nachteile gegenüber der Nachfolgerin. Allerdings: Wenn in Ihrem Segelrevier her mäßige bis starke Winde vorherrschen, die sich mit ausgeprägten Schwach- bis „Kein“-Wind-Lagen abwechseln (wie Teile Griechenlands), dann kann ein solches Rigg wiederum interessant werden. Denn die Fock kann natürlich im Starkwind länger stehen, wo eine gerollte Genua eher unter-performt. Wenn Sie die 418 dann mit Gennaker und Code 0 ausstatten, haben Sie wiederum genug Segelfläche, um auch bei leichtem Wind segelnd voran zu kommen. Es kommt also beim Kauf auf Ihr Segelprogramm und den Einsatzort an.
Cockpit mit Vor- und Nachteilen
Vielleicht haben Sie unseren Artikel zur Hanse 410 schon gelesen: In ihm loben wir das Cockpit dieser Yacht als das „beste der 40-Fuß-Klasse“ zurzeit auf dem Markt. Vor allem die beiden geteilten Cockpittische schaffen eine Vielseitigkeit und einen Komfort, den man sonst nur bei größeren Yachten ab 45 Fuß finden kann. Lediglich der Platz hinter den Steuerrädern für den Skipper fällt (zugunsten des Gästeluxus davor) etwas eng aus.
Das Cockpit der Hanse 418 ist von der Winschen- und Klemmen-Anordnung her der 410 ganz ähnlich: Die beiden Arbeitswinschen sind auch von hinter dem Steuerrad gut zu erreichen, der Segeltrimm kann also vom Steuermann ausgeführt werden, ohne die Gäste im Cockpit „hochzuscheuchen“. Die sekundären Winschen für Gennaker oder Code 0-Schoten sind auf dem Süll etwas zur Hälfte des Cockpits montiert. Wenn man unter Leichtwindsegel fährt, ist hier an Lee dann Trimm-Betrieb. Soweit, so gut.
Die Hanse 418 hat allerdings einen zentralen Cockpittisch – so, wie man es bei den Wettbewerbern auch findet. Damit muss der Steuermann immer durch den Gästebereich hindurch, was bei einem freien Mittelgang (und 2 Tischen) natürlich viel angenehmer und störungsfreier abläuft. Zudem kann man das Cockpit der 418 nicht zu einer „Spielwiese“ mit großen Sonnenliegen umbauen. Hier ist die 410 einfach unschlagbar, was den Luxus angeht.
Dafür hat man als Skipper oder Steuermann auf der 418 wiederum spürbar mehr Platz hinter den Steuerrädern! Sowohl in Fahrtrichtung auf den klappbaren Sitzen wie auch seitlich auf dem Süll ist die Hanse 418 für Skipper, die gern und lange aktiv manuell steuern, ergonomisch besser angelegt, als die Nachfolgerin 410. Ein klarer Vorteil!
Hanse 418 kaufen - Komfort, unter Deck
Klare Ausrichtung auf Eigner-Segler: Die Layouts der Hanse 418
Bei der Hanse 418 wird deutlich, dass der Bootsmarkt „damals“ anscheinend noch nicht so stark von den Ansprüchen der Charterflottenbetreiber dominiert wurde. Denn bei dieser Yacht sucht man die Mehrkabinen-Varianten vergeblich. Wo andere Anbieter auch bei 40 Fuß durchaus 4-Kabinen-Versionen oder gar 3-Badezimmer-Varianten anbieten, ist die Hanse 418 noch ganz klar auf den Betrieb durch klassische private Eigner ausgelegt.
In der Grundvariante kommt das Boot mit 2 Kabinen und einem Bad. Der Eignerbereich im Vorschiff ist geräumig, mit einem schönen Island-Bett und zwei großen Schränken eingerichtet. Durch die großen Rumpffenster hat man viel natürliches Licht und das angenehme Reflexionsspiel des Wassers am Kabinenhimmel. Achtern ist das einzige Bad mit integrierter Dusche an Backbord eingebaut, an welches sich dahinter die Backbord-Achterkammer für die Bordgäste anschließt. Vis-a-vis befindet sich eine L-Pantry, die durchaus als geräumig zu bezeichnen ist, da diese bis etwa Drittel der (nun leeren) Steuerbord-Kabine geht und so Arbeits-Bereich und Stauraumangebot der Pantry wesentlich vergrößert. Eine tolle Lösung, vor allem für den Langfahrt-Segler! Daran achtern anschließend befindet sich die große Backskiste, welche von innen wie über das Cockpit begehbar ist. Diese Lösung bietet übrigens die Hanse 410 nicht.
Im nächsten Step kann man diese 2-Kabinen-Variante verändern, indem man den „Staubereich" der Küche durch eine extra XXL-Duschkabine ersetzt. Man verliert also Küchen-Arbeitsfläche, gewinnt aber den Luxus einer eigenen Duschkabine, was für manchen Segler sicher viel wert ist.
Weiterhin kann man sich an Steuerbord in die Eignerkabine ein Dusch-WC einbauen lassen. Hier verliert man etwas Stauraum, gewinnt aber den Komfort einer direkt begehbaren und exklusiv nur von den Eignern zu nutzenden Toilette. Hier vorn im Bad ist allerdings der Duschraum Teil des WCs.
Im letzten Step kann man nun aus dem 2-Kabiner einen 3-Kabiner machen. Hier wird die Steuerbord-Backskiste nun zur vollen Gäste-Kammer eingerichtet. Die L-Pantry bleibt an Ort und Stelle. Der 3-Kabiner kann mit nur einem oder beiden Bädern bestellt werden.
Uns persönlich gefällt die Eignervariante mit einem Bad und der großen Küche am besten: Diese Version sollte vor allem Langfahrt-Segler oder Menschen, die an Bord leben und arbeiten, überzeugen. Denn das bietet weder die Hanse 410 noch irgendeine andere 40-Fuß-Yacht der Wettbewerber momentan in dieser Form an. Mithin ein weiterer, großer Pluspunkt für den Kauf der Hanse 418, die plötzlich nicht mehr ganz so „outdated“ aussieht …
Viel Licht und vor allem Luft: Der Salon
Hanse-Designer hatten schon immer ein Händchen dafür, den Salon der Yachten mit viel Licht zu fluten. Die Hanse 418 bietet Rumpffenster für den Salon, die Eignerkabine im Bug wie auch für die Achterkammern. Das ist auch einer der Punkte, warum 40-Füßer deutlich komfortabler sind, vor allem für die Gäste hinten. Denn bei kleineren Booten kann man aus strukturellen Gründen achtern keine Rumpffenster einbauen, die Kabinen bleiben daher immer vergleichsweise dunkel. Gerade bei Gästen mit Seekrankheit ist das oft problematisch, andererseits ist der Blick nach draußen immer schöner, als auf eine Plastik-Wand zu starren.
Nicht so bei den Booten ab 12 Metern Länge. Hier sind Fenster im Rumpf achtern eigentlich Standard. So auch bei der Hanse 418. Und wie groß diese sind! Wir finden, dass keine Yacht dieser Größe – auch nicht die 410 – solch große Rumpffenster bietet! Der Ausblick ist wunderbar und wertet die Achterkabinen enorm auf!
Im Salon tragen die Rumpffenster ebenso maßgeblich dazu bei, eine lichte, helle Atmosphäre zu schaffen. Die Hanse 418 hat im Kabinendach zwei große Skylights, die zusätzlich zu den seitlichen Fenstern für einen beeindruckenden Ausblick nach oben sorgen. So sollte es im Salon auch bei unschönem Wetter immer genug natürliches Licht geben. Die Zeiten des „dunklen Kellers“ sind vorbei. Vor allem die Rumpffenster sind ein Plus der Hanse 418, denn diese fallen auf der Hanse 410 schmaler aus.
Nachteil: Bei der Hanse 410 sind alle (!) Fenster im Kabinenaufbau seitlich zu öffnen. Das macht in tropisch-heißen Sommer-Revieren natürlich viel Sinn. Bei der Hanse 418 sind dafür nur der Niedergang und die beiden Skylight-Luken zu öffnen. Ein Nachteil, der aber durch weniger Wartung und Undichtigkeitsanfälligkeit der Seitenfenster ausgeglichen wird.
Schönes Holz-Furnier, einfacher Möbelbau
Was die Möbel angeht, so würden wir Hanse generell im Mittelfeld der Serienhersteller sehen. Bavaria ist hier unangefochten auf dem Spitzenplatz, deren Möbelbau ist einfach unübertroffen. In der Hanse 418 dominiert eine sachliche, zurück genommene Formensprache, die einfach und schnörkellos daherkommt. Je nach Farbwahl bietet die Werft sehr schön gemachte Furniere, uns fehlen allerdings gerade an den oft genutzten oder exponierten Stellen massive Kanthölzer oder Formteile. Hier kann (vor allem, wenn Feuchtigkeit ins Spiel kommt), dann gern mal ein Umleimer brüchig werden, Abplatzer entstehen oder Furnier wegbrechen. Das geht besser, wie man bei Bavaria, aber auch bei Dufour schön sehen kann.
Andererseits spendiert Hanse seinen Yachten, so auch der 418, besonders dicke, weiche und damit bequeme Sitzpolster. Und das sowohl unten wie oben. Die Stoffe haben eine tolle Qualität und so finden wir, sind die Hanse-Salons unter den bequemsten im Angebot.
Die Optionslisten bieten viele Möglichkeiten, durch die Farbwahl der Hölzer für Möbel und den Boden sowie für die Polster die Yachten nach individuellen Geschmäckern zu gestalten. Ob die zurzeit so moderne helle Eiche, das klassische Mahagoni oder „racing“ in Grau, hier kann sich der kreative Eigner austoben.
Zusammenfassung und Fazit
Lohnt es sich, die Hanse 418 zu kaufen?
Wenn Sie in einem ausgeprägten Starkwind-Gebiet segeln wollen – wie etwa Griechenland – und eine Yacht um 40 Fuß kaufen wollen, die auf allen Windkursen gut performt, dabei aber möglichst einfach zu segeln ist, dann sollte die Hanse 418 vor allem in der 2-Kabinen-Version mit der XXL-Pantry (oder der Extra-Dusche) einen ernsten Blick wert sein. Zwar bietet die Hanse 410 bei fast gleichen Abmessungen in fast allen Bereichen eine modernere und komfortablere Ausstattung, die 418 ist aber einen Ticken „Eigner-orientierter“, wie wir finden. Gerade auf Langfahrt sollte das engere Cockpit und mehr Platz für den Steuermann mehr Sicherheit offshore und Praktikabilität bieten, von dem vielen Stauraum einmal abgesehen.
Die Hanse 418 auf dem Gebrauchtboot-Markt kaufen
Wie lange Hanse die 418 noch aktiv anbieten und neu bauen wird, ist derzeit nicht abzusehen. Auf dem Gebrauchtmarkt sollten aufgrund der vergleichsweise langen Bauzeit seit 2017 genug Angebote in vielen Ausstattungs-Varianten zum Kaufen zu finden sein. Und das von preislich attraktiv für die ältesten Boote bis hin zu sehr gut erhaltenen jungen Gebrauchten – hier lohnt sich ein genauer Blick allemal!
Achten Sie aber darauf, dass die Werft innerhalb der Baureihe durchaus Details, vor allem beim Möbelbau, verändert hat. So gibt es frühe Varianten mit sehr einfachen, sehr eckigen und kantigen Möbeln, die dann im Laufe der Produktion raffinierter und feiner werden.
Hanse 418 kaufen - Das gefällt uns besonders:
- Tolle Eigner-Variante mit XXL-Pantry oder eigener Duschkabine achtern.
- Schöne, sehr große Rumpffenster mit viel Licht, vor allem achtern.
- Schöne Steuermanns-Position hinter den Rädern.
Hanse 418 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:
- Etwas schwer geraten (im Vergleich zur Hanse 410).
- Keine Genua für das Rigg erhältlich, nur Selbstwende-Fock.
- Frühe Modelle mit sehr kantigem Möbelbau.
Weitere Reviews und Testberichte:
















































