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Segelboot Bénéteau First 53 kaufen
Beneteau First 53 - auf Yachtall.com
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Bénéteau First 53F5
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 15,90 m x 4,50 m, 15,90 x 4,50 m Bj.: 1992, Kabinen: 3
Motor: Yanmar (NEW 2012), 80 PS (59 kW), Diesel
€ 100.000
Liegeplatz: Thailand, Upon Request
1992
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.078,27
Bénéteau First 53
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 15,98 m x 5 m, 15,98 x 5 m Bj.: 2026, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4JH110, 110 PS (81 kW), Diesel
€ 932.550
Liegeplatz: Spanien, Palma de Mallorca
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 8.496,33
Bénéteau First 53F5
Segelboot / Slup: Bénéteau, GebrauchtbootLänge x Breite: 15,77 m x 4,48 m, 15,77 x 4,48 m Bj.: 1991, Kabinen: 3
Motor: Perkins Sabre, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 79.000
Liegeplatz: Frankreich, Arzon, Morbihan
1991
Finanzierung: z.B. mtl. € 847,21
Bénéteau First 53
Segelboot / Slup: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 17,16 m x 5 m, 17,16 x 5 m Bj.: 2020, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4JH110 CR, 110 PS (81 kW), Diesel
€ 649.000
Liegeplatz: Kroatien, Slano
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 5.948,19
Bénéteau First 53
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 17,16 m x 5 m, 17,16 x 5 m Bj.: 2020, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 110 PS (81 kW), Diesel
€ 449.000
Liegeplatz: Kroatien, Contact De Valk Dalmatia
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.117,18

Bénéteau First Yacht 53
Segelboot / Slup: Bénéteau, GebrauchtbootLänge x Breite: 16,20 m x 4,48 m, 16,20 x 4,48 m Bj.: 2020, Kabinen: 3
Motor: 110 PS (81 kW), Diesel
€ 470.000
Liegeplatz: Kroatien, Split
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.307,62
Bénéteau First 53 A/C
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 17,16 m x 5 m, 17,16 x 5 m Bj.: 2020
Motor: Yanmar, 110 PS (81 kW), Diesel
€ 470.000
Liegeplatz: Kroatien, Dalmatia
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.307,62
Bénéteau First 53
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 17,12 m x 5 m, 17,12 x 5 m Bj.: 2020
€ 470.000
Liegeplatz: Kroatien, Dalmatia
2020
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.307,62
Bénéteau First 53F5
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, GebrauchtbootLänge x Breite: 16,20 m x 4,48 m, 16,20 x 4,48 m Bj.: 1991, Kabinen: 3
Motor: Perkins Sabre, 80 PS (59 kW), Diesel
€ 79.000
Liegeplatz: Frankreich, Arzon
1991
Finanzierung: z.B. mtl. € 847,21
Sexy, schnell und luxuriös: BENETEAU First 53
Passt dieser große Sport-Cruiser zu Ihnen? Wir schauen auf Vor- und Nachteile von Bug bis Heck
Sie möchten eine First 53 kaufen? Dann Glückwunsch! Sie haben schon einmal Geschmack bewiesen! Als diese Yacht 2019 von BENETEAU vorgestellt wurde, war die Fachpresse aus dem Häuschen, denn anders als man es vielleicht erwartet (oder befürchtet) hatte, sprang der Konzern nicht auf den damaligen Hype um negative Steven und überzeichnete IMOCA-Linien auf, sondern zeigte eine ultra-schicke, flache Yacht, die mit klassischen und zeitlosen Linien daherkam. Noch heute gilt das Design als „schön“, denn zeitlose Eleganz ist eben zeitlos und keinen kurzlebigen Modetrends unterworfen.
Mithin läutete das, damals noch als „First Yacht 53“ bezeichnete, Boot den kompletten Reboot der „First“-Marke ein. BENETEAU hatte bis dahin sowohl im großen Yachtsegment wie auch bei den mittleren und kleinen Performance-Booten kein Yachten mehr im Angebot und wenn, dann hoffnungslos veraltete. Von unten kamen dann peu-a-peu die Seascapes, die nun als First und First SE von 14 bis 36 Fuß erhältlich sind, von oben wird das Programm später durch die (leider weniger erfolgreiche) First 44 komplettiert.
Die First 53 kann also als Startschuss und große Referenz der aktuellen Performance-Reihe der Franzosen angesehen werden. Eine Yacht, die viele First-Fans zurück gewonnen und vor allem, viele neue Kunden, die BENETEAU bisher nicht auf dem Schirm hatten, hinzugewinnen konnte. Sie befinden sich hier also in bester Gesellschaft.
Ein fulminanter Neustart der Marke „First“: Dank Argento und Biscontini
Die Story beginnt mit einem neuen Markenchef. Gianguido Girotti wechselt um 2015 herum von Grand Soleil zu BENETEAU. Seine Vision und der Auftrag sind klar: Für BENETEAU einen Aufbruch kreieren, der sowohl die etwas angestaubte, aber sehr erfolgreiche Oceanis-Serie, wie auch die lange Jahre sträflich vernachlässigte First-Reihe wieder nach ganz vorn katapultieren sollte. Ein Auftrag mit viel Druck, aber Girotti kann sich anscheinend genau die Freiheiten erkämpfen, die so eine Mission braucht. Doch anders, als man denken könnte, engagiert er keine enfant terribles oder die „angesagten“ Designer, er holt mit Roberto Biscontini und Lorenzo Argento zwei ausgesprochene Grans Seigneurs als Konstrukteure an Bord. Eine, wie wir jetzt sehen und wissen, sehr richtungsweisende und weise Entscheidung.
Vielleicht dachte Girotti an den fehlgeschlagenen Versuch von 2010, die First 30 mit dem Stardesigner Juan K auf ein neues Level zu heben, vielleicht ist es das Briefing und der Wunsch von Madame Roux-Bénéteau, Nachfahrin von Benjamin Bénéteau und noch immer Chefin des Familien-Konzerns: First, das steht für die große Dame des Yachtbaus schon immer für schnelles Segeln, aber mit Style! Als die damals junge Dame das Ruder bei BENETEAU übernahm, war sie es, die Design-Legenden wie Briand, Starck oder Fauroux engagiert. Es ist also nur logisch, dass sich Girotti Hilfe bei den „Altmeistern“ holt, nicht bei den jungen Wilden. Das Kalkül geht auf, wie wir finden. Und wie!
Zeitlose Eleganz statt effekthascherischer Mode-Trends
Die First 53 ist eine extrem schöne Yacht. Und das aus allen Blickwinkeln. Wenn man von vorn auf den Rumpf blickt, fällt einem sofort der positive Decksprung auf, der in einem wunderschön integrierten Bugspriet kulminiert. Von der Seite wird das flache, schicke Freibord des Rumpfes zur Schiffsmitte hin leicht konvex angehoben, was unten mehr Volumen schafft, aber vielleicht auch ein kleines, designerisches Nicken in Richtung der heute so modernen, oft eher aber überzeichneten, Rumpfdesigns ist.
Am aufregendsten aber sieht die First 53 von hinten aus. Das Heck kann man mit einem Wort umschreiben: Sexy! Die gesamte Breite der Yacht von genau 5 Metern wird hier in einem komplett offenen, sehr tief gezogenen und fast schon betörend „mittelmeerartigen“ Design offen gelassen. Das ist sehr mutig, denn diese Art von offenem Heck ist man sonst nur von den großen Edel-Racing-Marken wie Solaris oder Mylius gewöhnt. Ein echter Hingucker, oder „head turner“, wie die Amerikaner sagen.
„Unsere Yachten sollen auch in 10, 15 oder 20 Jahren noch als schön angesehen werden“, wiederholen Roux und Girotti unisono auf den Händler-Meetings. Und sie werden Recht behalten: Wir finden, dass das zeitlose Design der First 53 auch heute noch, 7 Jahre nach ihrer Entwicklung, nicht nur „schön“ ist, sondern total aufregend. Wenn Sie also eine Yacht kaufen wollen, die durch Klassik überzeugt, nicht durch Effekte, dann liegen Sie mit der First 53 schonmal gar nicht so falsch.
BENETEAU First 53 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan
Die First 53 in der Produktion: Rumpf, Deck und Verarbeitungsqualität
Die Yacht wird bei BENETEAU vom sogenannten „Premium Service“ gefertigt, was eine eigene, von der „normalen“ Oceanis getrennte Produktionsstraße beinhaltet. BENETEAU sagt, dass man für die großen Flaggschiffe, zu denen die First 53 zweifelsohne zählt, höherwertigere Materialien und Produktionsprozesse nutzt. Dennoch wird der Rumpf dieser Yacht mit normalem Polyester-Harz im Vakuum-Infusions-Verfahren hergestellt. Als Sandwich-Material wird auch das preiswertere Balsa-Kernholz genutzt: Ein Zugeständnis an den späteren für diese Schiffsgröße überraschend attraktiven Preis. Das Deck wird ebenfalls mit Vakuum gezogen, auch hier kommt Balsa-Kernholz zum Einsatz.
Auch die Kielvarianten sind fertigungstechnisch nichts Besonderes: Normales Gusseisen ohne Blei-Ende. Der Standard-Kiel geht auf 2,50 m Tiefe und bringt 4,5 Tonnen Gewicht mit, eine Performance-Variante, die auch als T-Kiel kommt, hat eine Bleibombe und hängt 4.510 Kilogramm an das Schiff, die dann auf 3,02 m Tiefe gehen. Mit diesem Kiel können ambitionierte Segler (die ggf. dann auch das leistungsfähigere Performance-Rigg gewählt haben), das Boot extrem hoch und dabei sicher sowie steif an den Wind bringen.
Am Ende wird die First 53 damit knapp 15,6 Tonnen schwer. Verglichen mit den direkten Wettbewerbern ein gar nicht schlechter Wert. So kommt die Grand Soleil 52 Performance auf 16,5 Tonnen (die bringt dann aber 157 bis 165 m² Segelfläche an den Wind, die First 53 hat 160 bis 176,5 m²), die Solaris 55 wiegt 17,6 Tonnen oder die X 56 sogar 18,8 Tonnen. Wir finden, das sind mega gute Werte, und das fanden viele Kunden auch: Die First 53 war von Anfang an ein Verkaufserfolg für die Werft und ist bis heute eine sehr beliebte Yacht, sowohl im Neuboot-Segment wie auch auf dem Gebrauchtboot-Markt, später dazu noch mehr.
Flink unterwegs: Das leistungsfähige Rigg der First 53
Wir haben die enormen Segelflächen der First 53 schon angesprochen. Bereits im Standard kann man am Aluminum-Mast ein 87.5 m² großes, durchgelattetes Großsegel und eine 73 m² messende 105 % überlappende Genua hochziehen. Schon damit wird die „normale“ First 53 beeindruckende Geschwindigkeiten segeln, vor allem, wenn man in Leichtwind-Bedingungen den 254 m² großen Gennaker oder den 162 m² Code 0 ausrollt.
Wer in Regatten vorne mitmischen will oder auf aktives Segeln steht, der sollte den 3,02 m tiefen Performance-Kiel kaufen, sofern es Liegeplatz und Segelrevier zulassen, und auf den Carbon Mast upgraden. Der wiegt ganze 100 Kilogramm weniger, trägt aber dank einem Meter mehr Länge auch signifikant mehr Segelfläche. Selbstverständlich kommt der Mast dann auch mit edlem Rod-Rigging als stehendes Gut.
Die nun fast 177 m² Amwind-Segelfäche ist eine Macht, die kontrolliert werden will. Es ist dann ratsam, sich die Winschen-Upgrades (alles elektrifiziert) sowie den hydraulischen Rodkicker und Achterstagsspanner zuzulegen. Wie es sich für eine Performance-Yacht gehört, werden ab Werft keine Segel geliefert, die holen Sie sich bei einem Segelmacher Ihres Vertrauens. Achten Sie auf Hochleistungs-Laminate oder wenigstens haltbarere Fahrten-Laminate, denn diese Yacht darf nicht mit schnödem Dacron getakelt werden…
Kampfansage an Solaris & Co
Sie haben es sicher schon gelesen: Die reinen Daten der First 53 sind – und das trotz sehr „normaler“ Fertigungsmethoden und -Materialien – überraschend konkurrenzfähig. Tatsächlich schneidet die First 53 im Angesicht ihrer luxuriösen Konkurrentinnen sehr gut ab. Mit einem Neu-Kaufpreis von (damals) knapp über einer Million Euro „all in“ war dieses sexy Boot ein Angebot, das durchaus einige eingefleischte Marken-Fans von den high-class Brands abgezogen hat. Die hohe Leistungsfähigkeit der Yacht kombiniert mit dem wirklich sehr gelungenen Design plus diesem Preis hat so manchen Solaris- oder Grand Soleil-Kunden zum Seepferdchen aus der Vendée gebracht.
Übrigens gibt es dafür noch einen weiteren Grund. Und der liegt unter Deck: Das Layout und der Designansatz der First 53 waren damals – und sind es bis heute noch – geradezu alarmierend revolutionär. Doch dazu später mehr. Bleiben wir noch ein wenig an Deck der Yacht…
Praktische Gadgets: Die First 53 als schnelle Fahrtenyacht
Die wenigsten First-Eigner, wie auch die Skipper anderer Performance-Yachten, sind ausgesprochene Racer. Eine Regatta hier und da, dann das obligatorische Matchrace, wenn der Stegnachbar auch gerade vor dem Bug herum segelt: Die meisten Eigner nutzen die Boote als Urlaubs-Plattform und Fahrtenyachten. Natürlich muss ein so genutztes Boot bestimmte Annehmlichkeiten bieten, die auf einem all-out Racer tabu wären, weil sie nur Gewicht kosten.
Die First 53 ist selbstverständlich mit allen Annehmlichkeiten zu kaufen, die Sie im Cockpit einer Mittelmeer-Yacht erwarten: Große Sitzbänke mit dicken Polstern, zwei Cockpit-Tische (Option), viel Kühlmöglichkeiten und und und. Natürlich gehört auch eine Dinghy-Garage im Heck dazu. In die der First 53 passt ein 2,40 m Tender, beispielsweise der Highfield UL240. Die Garage misst 2,48 x 1,69 x 0,8 m und ist ausreichend dimensioniert für eine Yacht dieser Größe.
Wir haben die komplette Elektrifizierung der Yacht angesprochen: Das Boot kann vom Steuerpult aus komplett per Knopfdruck gesteuert und auch getrimmt werden. Wer auf die Furlerboom-Variante geht, kann sogar das Großsegel ferngesteuert reffen. Damit kann die Yacht sicher auch einhand bedient werden und eignet sich hervorragend als Familienyacht auf großer Reise: Bimini und Sprayhood sind zwar eine Schande für die schönen Linien der Yacht, schützen aber effektiv vor den schädlichen UV-Strahlen beim Segeln.
„Mit der First 53 ist BENETEAU 2019 ein fulminanter Neustart der „First“-Marke gelungen. Die Yacht ist sehr schick und segelt hervorragend. Ein Traumboot, das den Luxus-Marken so einige Kunden gekostet haben wird.“BENETEAU First 53 kaufen - Alle Informationen für Skipper/Segler
Unterwegs als Skipper der First 53: Das sollten Sie wissen
Die First 53 ist ein echt großes Boot! Wer sich diese Segelyacht zulegt, sollte zunächst einmal schon eine gewisse Erfahrung als Segler mitbringen, oder sich die Expertise mit Skipper oder Trainings aneignen. Zwar kann die Yacht mit ausfahrbarem Bug- und Heckstrahlruder ausgestattet werden (was wir für enge Häfen grundsätzlich empfehlen würden), benötigt aber dennoch eine geübte Hand beim Manövrieren und vor allem beim Festmachen an der Mooring: Unterschätzen Sie nicht die Bootsgröße!
Weiterhin verlangen die großen Segelflächen und die schiere Segelpower des Bootes nach einer Crew, die weiß, was sie tut. Vor allem der beeindruckende Blister entwickelt enorme Zugkräfte, die man gekonnt kontrollieren können sollte.
Die First 53 ist ein wunderbares Segelboot, sowohl für die Regatta wie auch einen Traumurlaub unter Segeln, sie ist aber keineswegs chronisch untertakelt, wie es die meisten Serien-Cruiser sind: Hier ist das Wort „Performance“ kein leeres Werbeversprechen, sondern tägliche Routine. Ohne Ihnen jetzt Angst machen zu wollen natürlich, denn das Boot segelt schön ausbalanciert, dabei mag es durchaus etwas Lage, und dabei sehr steif.
Ein Cockpit wie eine Tanzbühne
Das breite, fast leer wirkende Cockpit ist sicher der Fokuspunkt der Aufmerksamkeit an Bord. Wer es sportlich mag, kann den optionalen Großschot-Podest in der Mitte des Cockpit mit kaufen: Hier wird dann an einer mächtigen 50er Harken Winsch das Groß geschotet und getrimmt, alternativ lässt man den weg, hat wieder die breite „Tanzfläche“ und bedient die Großschot via German Mainsheet System auf den beiden Arbeitswinschen am Süll.
Hier auf dem Süll kommen alle übrigen Leinen des laufenden Guts an, Fallen, Strecker, Reffleinen. Sie gehen über ein breites Klavier an Klemmen dann auf die Arbeits- und Genuawinschen. Diese sind direkt vor dem Steuerrad positioniert, können aber nicht mehr manuell von ihm bedient werden – dazu ist die Distanz einfach zu hoch. Per „push button sailing“ geht das allerdings, zumindest das Dichtholen.
So schön breit und offen das Cockpit auch ist, es birgt auch einige Risiken: Denn gerade beim harten Amwindsegeln sitzt man auf der hohen Kante ganze 5 Meter vom gegenüberliegenden Seezaun und der rauschenden See entfernt – und fällt im Falle eines Falles mitunter 3 Meter und mehr. Das gilt auch für den Salon, in dem allerdings jede Menge Haltegriffe für Sicherheit sorgen. So sexy und offen das Heck der First 53 ist, umso wichtiger wird hier die alte Segler-Regel: „Immer eine Hand für´s Schiff!“ Einen Vorteil hat es aber: Die Sicht des Steuermanns ist einfach phänomenal! Hier oben sitzend, den überraschend agil und flink reagierenden Rumpf der Yacht auf den Doppelrudern balancierend, ist ein Hochgefühl der Sonderklasse!
Der geniale Kniff: Geht Fahrtenboot auch in „schnell“?
Die First 53 war so erfolgreich, dass man sich bei der Planung der neuen, damals siebten, Generation der Oceanis-Fahrtenyachten einen ziemlich genialen Dreh hat einfallen lassen. Denn anstelle einen neuen Rumpf komplett neu zu entwickeln (sehr teuer!), hat man der Oceanis Yacht 54, wie das Boot später getauft wurde, einfach den baugleichen Rumpf der First 53 spendiert. Oben kommt lediglich ein neues, auf Fahrten- und Urlaubssegeln angepasstes, Deck und ein im Standard leicht verkürztes Rigg, ansonsten ist die Oceanis Yacht 54 die fahrtentaugliche Zwillingsschwester der First 53. Wer mag, kann auf die Fahrten-Version dann noch das First-Rigg stellen und bekommt die gleiche Segelpower bei deutlich Langfahrt-tauglicherem Layout. Dieser Kniff sparte der Werft viel Zeit und Geld und war so erfolgreich, dass man es aktuell bei der Oceanis Yacht 60 genau anders herum gemacht hat: Hier wird der äußerst leistungsfähige Rumpf der Fahrtenyacht ab 2026 als Basis für die sportlichere First 60 genutzt.
Wenn Ihnen die First 53 also einen kleinen Ticken „zu scharf“ ist oder Sie einfach ein Segelboot mit mehr Fahrten-Praktikabilität kaufen wollen, sollten Sie sich die Oceanis Yacht 54 anschauen.
BENETEAU First 53 kaufen - Komfort, unter Deck
Die First 53 unter Deck: Mutige Revolution des Interior Designs
Bis hier her klingt es ganz gut, nicht wahr? Aber es kommt noch besser: Unter Deck. Die Segelyacht löste bei ihrer Einführung sogar eine kleine Revolution aus. Denn auch innen haben die Designer vieles anders gemacht, als es auf Yachten bis dato common sense war. Ja, man hat sogar eine Heilige Kuh geschlachtet: Die Navi.
Bei fast allen Segelbooten und Yachten – außer den ausgesprochenen Blauwasser-Marken – kommt eigentlich immer die Diskussion um Sinn und Unsinn des Kartentisches und seine Größe. Lieber klein und kompakt? Oder doch an die großen, alten Papierkarten angepasst? Lieber in Fahrtrichtung oder nicht, direkt am Niedergang oder vorn im Salon? Wie es die Hersteller auch machen, es gibt immer viel Diskussion, die Einen lieben ihre Navi, die anderen schütteln mit dem Kopf.
Und dann kommt die First 53. Erstmals auf einer Yacht dieser Bedeutung hat man komplett und rigoros auf die Navi und einen Kartentisch verzichtet. Gestrichen. Findet sich nicht an Bord. Das ist mutig und noch nie dagewesen. Aber es geht noch weiter: Denn BENETEAU streicht aus dem Innenraum ebenso radikal den Dinner-Table. Wozu 12 Sitzplätze á la „letztes Abendmahl“ bieten, wenn Crew und Eigner sowieso meist im Hafenrestaurant speisen? Anstelle des großen Esstisches lassen sich die Interieur-Designer etwas ganz fantastisches einfallen: Eine XXL-Couch mit extradicken Polstern, ein kleiner Coffee-Table für den Rum und das Lieblingsbuch. Eine Couch zum Langmachen, zum Relaxen. Ungesehen, unerhört!
Und wo essen Sie nun an Bord der First 53? An einem kleinen Breakfast-Table, direkt vor der L-Pantry. Ein kleiner Tisch, zwei Bänke, zwei Personen. Spart enorm Platz, reicht locker für das Porridge am Morgen. Und wenn mehr Gäste kommen, lassen sich Sitzbank und Tisch erweitern, dann können hier vier Erwachsene, vielleicht mit einem fünften Gast am Kopfende sitzen. BENETEAU aber weiß, wer die Yacht kauft und zu wievielt die Yachten benutzt werden: Zwei Eigner, eher sporadisch Gäste. Meist im Cockpit.
Das Innenraum-Design ist revolutionär, weil es das alte Salon-Paradigma buchstäblich über Bord wirft. Das ist so unerhört, so mutig und verkauft sich so gut, dass man diese Konfiguration später auch in die Preisliste der Oceanis Yacht 54 übernimmt.
Klassisches Kabinen-Layout, viele Möglichkeiten
Im weiteren präsentiert sich das Interieur der First 53, zumindest was ihr Layout angeht, eher klassisch: Im Standard als 3-Kabiner mit einer riesigen Eignerkabine im Bug samt Island-Bett und geteilter Dusche/WC. Es finden sich hier genug Staumöglichkeiten und wer will, der kann die riesige Segellast im Bug zu einer Skipperkabine mit eigenem WC/Waschmöglichkeit ausbauen, was in Charter-Booten der 53 wohl oft geschehen ist.
Achtern finden sich zwei fast symmetrische Gästekabinen, die ebenfalls viel Stehhöhe und große Betten bieten. Mit 2,04 x 1,40 m Fläche gehören die Achterbetten zu den größeren in dieser Schiffsklasse, die Eigner schlafen übrigens auf sehr breiten 2,00 x 1,60 m breiten Matratzen. „Fast“ symmetrisch, weil an Steuerbord das Tagesbad der First 53 eingebaut ist, welches ein wenig in die Achterkammer hineinragt.
Wer beiden Gästekabinen ein eigenes Bad gönnen möchte, kann auch die Variante mit 3 Kabinen und 3 Bädern kaufen. Dann bekommt auch die Backbord-Achterkammer ein Bad, welches sogar „en suite“ begehbar ist, während man an Steuerbord immer die eigene Kabine kurz in den Salon verlassen muss, um das Bad zu nutzen. In dieser Variante ist die Pantry der First 53 verkleinert.
Die Rückkehr der „Moule Boulé“
Wir hatten die höhere Fertigungsqualität bei den BENETEAU-Flaggschiffen angesprochen. Auch hier war die First 53 wegweisend für alle folgenden Modelle des „Premium Service“. Erstmals seit den Siebziger- und Achtzigerjahren hat die Werft das sogenannte „Moule Boulé“-Verfahren wieder in großem Stil eingesetzt. Das sind auflamellierte, formverleimte Echtholz-Lagen, die am Ende wunderschön geformte und geschliffene Teile hervorbringen, die sich wunderbar als Kanthölzer, Griffe und Intarsien für den Möbelbau eignen. An Bord der First 53 kommen diese Teile, die sogar noch hochwertiger als massive Vollhölzer sind, an fast allen Möbeln zum Einsatz.
Da BENETEAU nicht gerade bekannt ist für hochwertigen Möbelbau, hat vor allem diese Entwicklung für Anerkennung gesorgt und zum Verkaufserfolg der Segelyacht beigetragen. Bei der erst kürzlich gestarteten achten Generation der Oceanis, Oceanis 47 und Oceanis 52, kommen „Moule Boulé“-Teile schon wie selbstverständlich zum Einsatz. Der Vorreiterrolle der First 53 sei dank!
Im Weiteren können sich Eigner und Gäste an Bord über dickere Furniere, bessere Beschläge und eine generell höherwertigere Ausstattung freuen, was Einbaugeräte und Intarsien angeht. Auch hier wird die First 53 also dem hohen Anspruch in dieser Bootsklasse gerecht.
Das Ding mit den Toiletten…
Natürlich kann es nicht nur Lob geben. Ein echtes Manko dieses Segelbotoes müssen wir ansprechen. Ob Sie das als Segler in Ihrer Praxis wichtig finden oder eher vernachlässigen können, das entscheiden natürlich nur Sie. Wir finden es aber sehr fragwürdig, warum so erfahrene Konstrukteure wie Argento und Biscontini, warum die größte Bootswerft der Welt, diesen Fehler machen, der noch dazu absolut vermeidbar und daher komplett unnötig ist!
Im Standard sind nämlich beide WCs auf der gleichen Seite montiert: An Steuerbord. Wenn die Yacht also auf Steuerbord-Bug segelt, ist alles gut, wenn es aber hart am Wind auf Backbord-Bug geht, noch dazu mit Lage, dann wird es Probleme geben: Denn es kommt oft vor, dass Ansaug-Öffnungen für das Spülwasser der WCs dann oberhalb der Wasserlinie sind und Sie nicht mehr spülen können! Wer seine Yacht auf Frischwasserspülung umgebaut hat, der wird damit kein Problem haben, wer mit Meereswasser spült, aber schon. Wir finden, das muss nicht sein und wundern uns, denn bei der Oceanis 51.1 oder anderen Yachten von BENETEAU hat man das bedacht – bei der First 53 nicht. Nun ja, Sie entscheiden, ob und wie wichtig Ihnen dieses Detail beim Kaufen der Yacht ist.
„Gentlemen´s Racing“ – wer kauft die First 53?
Eine gute Frage! Sie vielleicht? Die First 53 wurde damals – wortwörtlich – für den „Gentlemen Racer“ entwickelt. Bei den Verkaufsschulungen der Werft, so berichten Händler, wurde als Zielgruppe der „Internetmillionär, der ab und zu Giraglia und Middle Sea Race segelt“ skizziert, der aber ansonsten die Yacht auch als Repräsentationsobjekt in den schicken Häfen der Cote d´Azur nutzt. Sicher, diese Menschen gibt es, aber gottseidank haben sich neben den Millionären noch genug „normale“ Menschen und vor allem echte Segler gefunden, die diese Segelyacht kaufen.
Die First 53 eignet sich hervorragend als große Urlaubsyacht mit Fun-Faktor und Ragatta-Potenzial. Sie fühlt sich im Mittelmeer am wohlsten, segelt aber durchaus auch die großen Loops durch den Atlantik und rund um die Welt. Wer eine ausgesprochene Fahrtenyacht kaufen möchte, der ist unserer Meinung nach mit der Zwillingsschwester Oceanis Yacht 54 besser aufgehoben, wer den Nervenkitzel eines echten Racers braucht, der wird vor allem bei der Performance-Variante der First 53 ein äußerst attraktives Boot mit hohem Leistungspotenzial finden – und das zu überraschend erfreulichen Kaufpreisen, wenn man diese mit den luxuriösen Konkurrenzmarken vergleicht.
Die First 53 auf dem Gebrauchtboot-Markt
Es werden durchaus immer wieder gebrauchte First 53 zum Verkauf angeboten. Die meisten kommen aus der Charter, wobei Sie bei solchen Angeboten neben der Mehrwertsteuer-Thematik vor allem auf eine überproportionale Abnutzung der üblichen Charter-neuralgischen Stellen achten sollten: Motorenstunden, Getriebe, Rumpf und Kiel sowie Möbel-Abnutzung. Da die meisten First 53 im Luxus-Charter unterwegs sind, sollten sich diese aber in Grenzen halten. Zurzeit ist keine Nachfolgerin dieser Yacht bei BENETEAU geplant, sodass sowohl Neuboote wie auch die gebrauchten Segelyachten wertstabil bleiben sollten. Mit der Einführung der nagelneuen First 60 Anfang 2026 könnte sich das aber ändern, wenn dann zufriedene 53-Eigner ihre Boote gegen die neue, große First 60 tauschen: Gegebenenfalls kommen so einige „frische“ First 53 auf den Markt, es lohnt sich hier also, die Augen offen zu halten.
BENETEAU First 53 kaufen - Das gefällt uns besonders:
- Tolles Exterior, super Design: Zeitlos, sehr elegant, aufregendes Heck
- Fast schon revolutionäres Innenraum-Design für den Salon
- Top-Segelleistungen
BENETEAU First 53 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:
- Beide WCs auf der selben Seite, kann bei Krängung Probleme geben
- Beindruckend leistungsfähige Segelfläche: Kein Boot für Anfänger
- Gebrauchte First 53 kommen oft aus dem Charter-Betrieb
Weitere Reviews und Testberichte:
































