Segelboot Dufour 54 kaufen

Dufour 54 - auf Yachtall.com

Bootsart:
Segelboot
Boot-Kategorie:
Segelyacht
Hersteller:
Baujahr:
1990 - 2026
Preis:
ca. € 455.000 - 755.000
Länge:
16,80 - 16,90 m
Breite:
5,25 - 5,30 m
Tiefgang:
2,40 m
Kabinen:
3 - 6
Im Segment der großen 16-Meter-Yachten ist die Auswahl für kaufwillige Skipper groß. Die Dufour 54 bietet dabei einige sehr interessante Details, die man bei den großen anderen Serienherstellern nicht findet. Eine Segelyacht für Individualisten, die das Besondere suchen…
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Dufour 54

Segelboot / Slup: Dufour, Neuboot, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 16,84 m x 5,25 m, 16,84 x 5,25 m Bj.: 2025, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4JH110, 109,8 PS (81 kW), Diesel
€ 650.000
Liegeplatz: Spanien, Barcelona
2025
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Preis: € 650.000, exkl. MwSt.
Finanzierung: z.B. mtl. € 5.942,71

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Dufour 54

Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Dufour, Neuboot konfigurierbar, GFK/Kunststoff
Länge x Breite: 16,84 m x 5,25 m, 16,84 x 5,25 m Bj.: Neuboot
Motor: Diesel
Preis auf Anfrage
Liegeplatz: Portugal, Lagos
Neuboot
Anfrage senden Video Firma: Southwest Boats
Preis: Preis auf Anfrage

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Instinctive Sailing



Das Flaggschiff mit dem gewissen Extra: Die Dufour 54

Sie ist nicht nur das Flaggschiff der aktuellen Serienfertigung der Traditionswerft aus La Rochelle, die Dufour 54 nimmt auch eine kleine Sonderstellung unter ihren 16 Meter langen Mitbewerberinnen ein. Die Zusammenarbeit vom alt-eingesessenen Designer Umberto Felci zeigt in dieser Yacht ihre, wie wir finden, schönsten Früchte. Nachdem das Duo, das sich Rumpf- und Außendesign (Felci) und Interieur (Ardizio) teilt, mit den beiden mittelgroßen Yachten Dufour 44 und Dufour 48 in den vergangenen Jahren mehr als eindrucksvoll gezeigt hat, wie sehr ein Boot insgesamt profitiert, wenn beide Departments Hand in Hand und nicht getrennt arbeiten, kann man in der Dufour 54 auch sehen, wie sehr es dein beiden Spaß gebracht haben muss, auch unkonventionelle Wege gehen zu dürfen.

Damit sitzen sie genau auf der Markenpositionierung, die Dufour schon immer als die „andere“ französische Serienmarke zu etwas Besonderem gemacht hat. Dufour-Segler sind anders, legen wert darauf, auch nach Außen hin ein wenig Extravaganz und „gegen den Strich bürsten“ zu dokumentieren. Dieser Ansatz hätte allerdings auch schief gehen können: Denn als sich die Werft in den 2000er-Jahren entschieden hat, die eher auf Performance ausgelegten Segelyachten (viel) mehr in Richtung Volumen, Urlaub, Luxus und vor allem attraktiv für den damals boomenden Charter-Markt zu machen, war ganz und gar nicht klar, ob die Marke diese Wandlung überleben würde. Doch mit der „Grand Large“-Serie begann Umberto Felci in eher kleinen Schritten diesen Wandel, der in der vorliegenden Serie und mit der Dufour 54 vorerst ihren Höhepunkt findet. Wenn man das gesamte Projekt betrachtet, wird einem erst richtig klar, was Felci, Ardizio und die Werft hier geleistet haben. Doch schauen wir uns nun die Yacht selbst an.

Die Kombination von Luxus, Outdoor-Experience und Segelperformance

Das Konzept der Dufour 54 ist ziemlich klar umrissen: Diese Yacht will vor allem gefallen. Und zwar Ihnen, den Eignern und Ihren Gästen. Felci wählt zunächst eine für diese Schiffsgröße doch recht ungewohnt „bullige“ Form, die natürlich vor allem innen für viel Volumen sorgt. Im Vergleich dazu wirkt die Beneteau Oceanis Yacht 54 geradezu sportlich und „racy“, Felci verkleidet seine 54 (wie alle anderen aktuellen Dufours auch) mit großen schwarzen Blenden für die Rumpffenster, die das hohe Freibord optisch etwas kaschieren sollen. Das Aussehen der Dufour 54 ist daher im Vergleich zu anderen 55-Füßern eher voluminös, was sich überraschenderweise nicht im Gewicht der Yacht widerspiegelt: 16,5 Tonnen bringt die Dufour 54 auf die Waage. Zum Vergleich: Die neue Oceanis Yacht 54 wiegt ebenso 16,6 Tonnen, die (kleinere) Hanse 510 sogar 17 Tonnen und die ebenfalls etwas größere Bavaria C57 kommt auch auf 17,5 Tonnen.

Dass sich das „Austoben“ von Designer-Duo Felci und Ardizio gelohnt hat, merkt man vor allem im geräumigen Cockpit der Dufour 54, das ein wahres Paradies für Sonnenanbeter, BBQ-Fans und Freunde des Outdoor-Urlaubs ist. Unter Deck eröffnet sich eine moderne, loftige und sogar heimelige Welt: Wir finden, eine tolle Mischung, die es vor allem auf Eigner abgesehen haben, die „etwas Anderes“ suchen.

Highlight im Bugbereich: Die Eigner-Suite!

Und die kann man bei der Dufour 54 gleich in zwei schönen Varianten kaufen. Wer es eher klassisch mag, der kann hier vorn ein großes Island-Bett genießen und sich über den grandiosen Ausblick aufs Wasser durch die Rumpffenster sowie einen schönen Blick auf den Sternenhimmel durch die vielen Skylights freuen. Der großen XXL-Dusche an Steuerbord liegt an Backbord ein getrenntes WC-bad gegenüber. Alles ist trotzdem etwas versetzt angeordnet und auch nicht spiegelbildlich, was das doch eher klassische Layout hier vorn spannender und irgendwie abwechslungsreicher gestaltet. Doch das wäre noch zu „brav“ für ein echtes Flaggschiff, denn Dufour bietet noch die „Suite“-Variante an.

Hierbei wird zunächst aus dem WC-Raum ein Bord-Office, das Skipperin auch als Schmink- und Dress-Room nutzen kann. Das XXL-Duschbad an Steuerbord verschwindet ganz, sodass sich ein riesiger Raum ergibt. Ardizio platziert das nun an drei Seiten komplett freistehende (und damit „echte“ Island-Bett) mit dem Kopfende direkt unter den großen Steuerbord-Rumpffenstern – man schläft also genau quer zur Fahrtrichtung. Vis-a-vis ein 2-Sitzer-Sofa zum An- und Auskleiden mit viel Stauraum links und rechts. Auch hier – tolle Aussicht durch die Rumpffenster. Das Bad wandert ganz nach vorn an das Kollisionsschott zur Segellast. Hier sind sonst die beiden Badezimmer der 4-Kabinen-Version untergebracht. Ein wirklich schickes Arrangement mit überragendem Platzangebot und einem nicht zu toppenden Raumgefühl. Allerdings: Die Nutzung dieser Suite ist im segelnden Zustand bei Lage eher schwierig, vor allem wenn die Yacht auf Steuerbord-Bug segelt. Zudem ist das Badezimmer hier vorn einem größeren Auf und Ab ausgesetzt, als wenn es mittiger untergebracht wäre. Wir finden, dass dieses „Owner-Suite“-Layout eher etwas für die Zeit im Hafen oder vor Anker ist. Wer die Dufour 54 als Fahrtenyacht nutzen will, ist mit dem klassischen Layout aus unserer Sicht besser aufgehoben. Nichts desto trotz: Ein toller Einfall, der sicher seine Fans findet.


Dufour 54 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan

Robust gebaut für eher agil orientierte Segler

Auch wenn die Dufour 54 eher in der Luxus-Kategorie der Serienyachten unterwegs ist, spricht sie aktive Seglertypen an. Das Rigg kann bis zu 144 Quadratmeter Segelfläche am Wind tragen, was zusammen mit dem 2,40 m Standardkiel (oder 2 m Flachkiel) durchaus schöne Segelleistungen verspricht. Zum Vergleich: Die Oceanis Yacht 54, die als ausgesprochen hervorragend segelnde Yacht gilt, trägt knapp über 135 Quadratmeter, die Bavaria C57 (allerdings ist dieses Boot etwas größer) kommt mit 153 Quadratmetern auch nicht gerade schwachbrüstig daher. Hanse schickt ihre 510 mit 125 Quadratmetern ins Rennen, wobei diese Fläche für das nur 15 Meter langen Rumpf vollkommen ausreichen.

Der Rumpf der Dufour 54 wird, da zu groß, wiederum im klassischen Handauflegeverfahren laminiert. Hier wäre die bei den kleineren Dufours angewandte Vakuum-Infusions-technik zu aufwändig und teuer. Das Deck der 54 wird weiterhin in diesem modernen Verfahren hergestellt. Anders als bei den kleineren Yachten spendiert Felci der Dufour 54 etwas mehr Ballast-Anteil, nämlich knapp unter 30%. Das sind bei den kleineren Modellen schon gern mal 27%. Der Grund mag sein, dass er bei der Dufour 54 die Chines nicht so ausgeprägt integrieren kann, da er die maximale Schiffsbreite von 5,25 m nicht weiter überreizen will. Damit ist die Dufour 54 gewichtsstabiler als ihre kleineren Schwestern, was sich auch positiv auf ihre echte Offshore-Verwendung und Tauglichkeit für Weltumrundungen auswirkt.

Dufour 54 kaufen - Warum für aktive Segler? Das Cockpit-Layout im Zoom

Die meisten Yachten im Luxus-Segment, viele schon ab 46 Fuß, versuchen möglichst, den Gästebereich des Cockpits leinenfrei zu halten. Die Idee ist, dass Steuermann, Skipper oder Trimmer im Heckbereich der Yacht alle Winschen und das komplette laufende Gut vorfinden, um von hier aus die Yacht zu segeln. Im Cockpit-Bereich ist dann komplett Lounging und Entspannung angesagt.

Nicht so bei Dufour: Wie auch bei den kleineren Modellen bietet die Dufour 54 in der „Ocean“-Variante die klassische Anordnung und Verteilung der Winschen im Cockpit: Zwei Arbeitswinschen beiderseits des Niedergangs, zwei Schotwinschen und zwei weitere Gennaker-Schotwinschen auf dem Süll achtern. Wer also mag, kann als gesamte Familie das Boot segeln, eben genau so, wie man es früher gemacht hat. Wer eher den „Easy Sailing“-Ansatz bevorzugt, kann die Dufour 54 auch mit nur einer Selbstwendefock und dem Rollgroß ausstatten. Dann reichen zwei Winschen aus, viel Segelspaß sollten Sie dann allerdings nicht erwarten. Mehr zum Cockpit später.


Carsten Rettig „Als Flaggschiff zeichnet sich die Dufour 54 durch eine vergleichsweise bullige Form aus, die aber im Inneren für richtig viel Platz und Luxus sorgt. Und den gibt es dann auch an Deck.“
Carsten Rettig, CEO Yachtino

Alle Informationen für Skipper/Segler

Die Dufour 54 will vor allem eines: Ihre Erholung

Unter diesem Gesichtspunkt sollten sie sich diese Yacht auch ansehen. Alles an Bord scheint platziert und entwickelt zu sein, um diesem einen Ziel zu dienen. Trotz der Segelperformance ist die Yacht selbstverständlich komplett mit E-Winschen „elektrifiziert“ und bietet alle Varianten, um das Manövrieren der großen Yacht zu vereinfachen: Neben einem Tunnel-Bugstrahlruder ist auch die einziehbare Version verfügbar. Wer ganz sicher gehen will, bestellt das vor allem in engen und kleinen Häfen sinnvolle Heckstrahlruder (ebenfalls einziehbar) gleich mit.

Am meisten wird die Dufour 54 als „Performance“-Variante mit viel Segelfläche, guten Laminat-Fahrtensegeln und dem Standard-Tiefkiel machen, wenn man als Segler auf lange Schläge mit guten Etmalen setzt. Dann kann diese Yacht durchaus Ihr Begleiter auf der Weltumrundung oder dem Sabbatical auf See sein. Anders herum, können Sie die Yacht konsequent auf Luxus trimmen und die große Yacht als schwimmendes Loft und Badeparadies für Familie und Freunde nutzen. Der Clou: Felci und Ardizio gelingt es, nicht nur 4 Kabinen sondern ganze 5 Kabinen unterzubringen, um so diese Yacht auch für den Charterbetrieb interessant zu machen. Dann freuen sich maximal 10 Gäste über eigene Betten in den Kabinen und 4 voll ausgestattete Bäder.

Keine Dingi-Garage: Vor- oder Nachteil?

Ein ganz entscheidender Nachteil beim Kauf der Dufour 54 könnte das Nichtvorhandensein einer Dingi-Garage sein. Die Designer haben sich zugunsten großer Achterkammern dazu entschieden, dieser Yacht keine zu spendieren. Das dürfte die Praxisnähe des Bootes für einen echten Langfahrt-Einsatz deutlich mindern. Auch im Urlaubs-Betrieb kann dies ein Dealbreaker für potenzieller Käufer bedeuten: Denn so muss das Dingi immer (unstylish und unschön) auf dem Vordeck gelagert werden. Das ist man von einer 55-Fuß-Yacht einfach anders gewohnt.

Andererseits beschweren sich viele Eigner einer Yacht mit Garage oftmals über den großen Verbrauch von Volumen. Gerade die Achter-Kabinen verlieren bei einer Garagen-Variante oft an Volumen. Ob dies für Sie ein No-go ist oder ob Sie in Ihrem Segelprogramm einem Beiboot gar nicht so viel Bedeutung zumessen, das müssen Sie selbst entscheiden. Jedenfalls ist die Dufour 54 zurzeit die einzige 55-Füßerin auf dem Markt, die mit keiner Dingi-Garage im Heck zu kaufen ist.

Flaggschiff als Elektro-Variante

Wie alle anderen Dufour-Modelle auch, ist auch das Flaggschiff der Werft mit einer (fast) Diesel-freien Antriebsvariante zu kaufen. In dem Fall wird der 80 PS Dieselmotor (den es auch in 110 PS gibt) durch einen 50 kW-Pod-Antrieb ersetzt. Dieser speist sich aus einer modernen Lithium-Bank, die entweder 38 Kilowatt-Stunden oder satte 54 Kilowatt-Stunden hält. Natürlich ist die Reichweite nicht einmal annähernd so groß wie die, welche der Diesel mit 450 Litern Kraftstoff erzielt. Sollten Sie aber eher nur Coastal Cruising oder gar Luxury Daysailing betreiben, könnte die E-Version der Dufour 54 durchaus interessant werden.

Wenn die Batterien doch mal zur Neige gehen sollten, bevor Sie wieder am Landstrom der Marina hängen, sorgt der Fischer-Panda Generator für schnelle und effiziente Ladung. Daher eben „fast“ Diesel-frei. Zusätzlich können Sie die Dufour 54 mit dem rigiden T-Top aus GfK ausstatten – hier oben haben dann mächtige 1,1 kWpeak Solar-Paneele Platz, die in sonnenreichen Gebieten für konstantes Nachladen sorgen. Übrigens auch für die Batterien der „normalen“ Yacht.

Sonnenschutz mit praktischem Neben-Effekt: Das große T-Top

Apropos T-Top: Neben der klassischen Sprayhood-Bimini-Kombination bietet die Dufour eine durchaus als gelungen zu bezeichnende Variante mit festem Bimini an. Dieses T-Top ist auch immer Geschmackssache, denn kaum ein Hersteller bekommt diese Teile richtig ansehnlich hin, es sei denn, man entwickelt die Schiffslinien von vorneherein konsequent mit dem T-Top mit. So ist es etwa dem Alu-Blauwasseryachten-Hersteller Allures gelungen, ein richtig gut gelungenes festes Bimini für die neue Allures 47 Horizon zu entwerfen. Das der Dufour 54 würden wir ebenfalls als „gelungen“ bezeichnen. Aus Krebsvorsorge-Sicht und auch ganz allgemein ist die Daseinsberechtigung eines wirkungsvollen Sonnenschutzes bei Segelyachten nicht wegzudiskutieren – wenn man das GfK-T-Top der Dufour 54 dann noch mit Solar kombiniert, wird eine runde, nutzvolle Sache daraus.


Dufour 54 kaufen: Komfort, unter Deck

Vom Eigner-Luxus zum Charter-Bomber: Die Dufour 54 ist vielseitig

Wie bereits anfangs beschrieben ist die Dufour 54 nicht nur als Luxus-Yacht für private Eigner hervorragend ausgestattet, sondern kann dank vier Kabinen- und Bad-Kombinationen schrittweise für immer mehr Mitsegler aufgebaut werden. Anders als bei anderen Herstellern scheint dabei die Yacht nicht so sehr an Attraktivität zu verlieren, je mehr Kabinen integriert werden müssen. Selbstverständlich kann ein 5-Kabiner niemals den Eindruck von Weite und Komfort eines 3-Kabiners vermitteln, wir finden aber, dass vor allem die Entscheidung, die Badezimmer der beiden Front-Kabinen bei der 4-Kammer-Variante der Yacht dem Salon zugute kommt. Auch wenn Front-WCs immer die Gefahr bergen, ab einer bestimmten Seegangs-Höhe unbenutzbar zu werden, weil das Auf und Ab einfach zu unangenehm wird, aber der echte Offshore-Einsatz erscheint uns bei ausgewiesenen Charter-Yachten eher unwahrscheinlich.

Dies ist übrigens eine Chance für diejenigen unter Ihnen, die eine preiswerte Gebrauchtyacht aus dem Charterbetrieb kaufen möchten: Denn wir finden, man kann sich mit dem Charter-Layout einer Dufour unter Umständen eher anfreunden, als mit den Mehrkabinen-Varianten bei anderen Herstellern.

Schöner Möbelbau mit richtig schicken Design-Ideen

Vielleicht nur aus der Not heraus geboren, sind die kleinen „Restkabinen“, die Ardizio in einigen Layoutvarianten (vielleicht aus Stabilitäts- und Strukturgründen?) stehen lässt doch beim genaueren Hinsehen ganz schicke, neue und frische Ideen. So kann das Steuerbord-Bad im Salon zu einem Bord-Office oder Navigations-Tisch werden: Türrahmen und Teil des Schotts bleiben stehen, wobei weder das Schott selbst noch die Tür verbaut werden. Die entstandene Dreiecksform nimmt Luca Ardizio jeweils bei den gegenüber liegenden Möbeln wieder auf und spiegelt diese, manchmal invertiert er sie auch. Ähnlich beim Ex-Duschbad, das zur Schmink-Ecke bei der Eigner-Suite wird. Luca Ardizio scheint Hexagone zu lieben, was uns schon bei der Dufour 44 und 48 aufgefallen ist, hier integriert er diese wieder in Form dieser „offenen“ Kammern.

Die Holzarbeiten und Qualität des Möbelbaus an Bord der Dufour 54 kann sich sehen lassen. Schöne, etwas dickere Furniere. Oft auch massivhölzerne Umleimer und echte Kanthölzer. Die Beschläge bei den Türen und auch die Scharniere wirken wertiger als bei manchem Mitbewerber. Muss man mögen, trägt aber sehr zur Wohnlichkeit bei: Den Salon können Sie auch mit einem Teppich versehen. Es fehlt nun nur noch ein Kamin …

Zwei Pantry-Versionen für noch mehr Freiheit

Ebenfalls schon bei der Dufour 44 und 48 gesehen, kann die „Front Pantry“ an Bord der Dufour 54 ganz zur Geltung kommen. Die Küche wird hierbei direkt am Hauptschott, hinter dem der Eignerbereich angrenzt, platziert. Sie zieht sich dann über die gesamte Schiffsbreite und sitzt zudem genau über dem Kiel: Hier am Drehpunkt der Yacht ist die wenigste Schiffsbewegung spürbar. Etwas, das der Schiffskoch gerade auf Ozeanfahrt sehr zu schätzenlernen wird. Alternativ können Sie die Pantry auch an Backbord unterbringen, was bei den Mehrkabinen-Varianten dann allerdings auf Kosten des netten Sofas dort geht.

Viele Chill-Zones und Sunlounges an Deck

Die meiste Zeit werden Sie an Deck verbringen. Und da ist das Cockpit oftmals das Zentrum des Lebens. Wir finden, Dufour hätte gerade dem Flaggschiff etwas schickere und massivere Cockpittische spendieren können. Diese wirken tatsächlich etwas billig. Allerdings sind beide unabhängig voneinander absenkbar und können mittels zusätzlicher Polster in große Spielwiesen oder Chill-Zones verwandelt werden. Während am Heck die große Wetbar mit Plancha-Grill, vollem Kühlschrank und Spülbecken zur Außenküche wird, verziehen sich die Teenies dorthin, wo noch Ruhe ist: Die „Skylounge“ im Bug der Dufour 54 ist wahrlich der Knaller an Bord. Vorausgesetzt, Sie haben die speziell angefertigten, ultrabequemen Sonnenliegen mit aufstellbarer Rückenlehne und integrierten Getränkehaltern bestellt. Unter einem Sunshade ist hier vor der Ort, an dem dann Ihre Erholung mit 100% Garantie einsetzen wird!


Zusammenfassung und Fazit

Ist die Dufour 54 Ihre nächste Yacht?

Dieses Flaggschiff hat Ecken und Kanten – im wahrsten Sinne des Wortes. Umberto Felci und Luca Ardizio ist es gelungen, dem Markenimage und den Werten von Dufour ein würdiges Flaggschiff zu geben. Diese Yacht wird sowohl für Eigner wie auch für Charterflottenbetreiber attraktiv sein, wobei - wie bei jedem Boot - hier und da Kompromisse einzugehen sind. Was die Dufour 54 angeht, ist das aus unserer Sicht vor allem das Fehlen einer Dingi-Garage oder entsprechenden Davits. Ansonsten bietet sie vor allem unter Deck ein modernes, frisches und abwechslungsreiches Design abseits des Mainstream – sie dürfte daher auch wieder eher Eigner ansprechen, die „etwas Anderes“ kaufen wollen.

Dufour 54 kaufen - Das gefällt uns besonders:

  • Ausgewogene Werte, was Gewicht und Segelfläche angeht: Sie wird gut segeln.
  • Viele Varianten, und viele schöne Lösungen: Innen wie außen.
  • Besonders die einzigartige „Owner Suite“ gefällt sehr gut.

Dufour 54 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:

  • Keine Dingi-Garage oder Lösungen für ein Beiboot.
  • „Owner-Suite“ eher nicht Langfahrt-/Offshore-geeignet.
  • Klassisches Winschen-Layout mit Leinen im Gästebereich.

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