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Segelboot Jeanneau Yachts 60 kaufen
Jeanneau Yachts 60 - auf Yachtall.com
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Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 18,28 m x 5,20 m, 18,28 x 5,20 m Bj.: 2023, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4LV150CR, 150 PS (110 kW), Diesel
€ 1.295.800
Liegeplatz: Deutschland, Flensburg
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 9.838,21
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Slup: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 18,29 m x 5,18 m, 18,29 x 5,18 m Bj.: 2023
Motor: Yanmar LA4L150CR, 150 PS (110 kW), Diesel
£ 1.178.416
Liegeplatz: Großbritannien, Largs
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 10.602,58
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 18,28 m x 5,20 m, 18,28 x 5,20 m Bj.: 2024, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4LV150CR, 150 PS (110 kW), Diesel
€ 1.353.664
Liegeplatz: Frankreich, Ab Werk
2024
Finanzierung: z.B. mtl. € 10.277,54
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 18,28 m x 5,20 m, 18,28 x 5,20 m Bj.: 2023, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4LV150CR, 150 PS (110 kW), Diesel
€ 1.425.900
Liegeplatz: Frankreich, Werk
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 10.825,99
Jeanneau 60
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 18,28 m x 5,20 m, 18,28 x 5,20 m Bj.: 2023
Motor: Yanmar, 150 PS (110 kW), Diesel
€ 860.000
Liegeplatz: Kroatien, Split
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 7.835,34

Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Slup: Jeanneau, NeubootLänge x Breite: 18,28 m x 5,20 m, 18,28 x 5,20 m Bj.: 2026, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 150 PS (110 kW), Diesel
€ 1.199.000
Liegeplatz: Frankreich
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 9.103,27
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Kreuzer/Fahrtenyacht: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 18,28 m x 5,20 m, 18,28 x 5,20 m Bj.: 2022
Motor: Yanmar 4LV150CR, 150 PS (110 kW), Diesel
€ 879.000
Liegeplatz: Deutschland, Ostsee
2022
Finanzierung: z.B. mtl. € 8.008,44
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Slup: Jeanneau, NeubootLänge x Breite: 18,28 m x 5,20 m, 18,28 x 5,20 m Bj.: 2026, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 150 PS (110 kW), Diesel
€ 1.199.000
Liegeplatz: Frankreich
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 9.103,27
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Slup: Jeanneau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 18,29 m x 5,18 m, 18,29 x 5,18 m Bj.: 2025
Motor: Yanmar, 150 PS (110 kW), Diesel
£ 998.000
Liegeplatz: Großbritannien, Swansea
2025
Finanzierung: z.B. mtl. € 8.979,32
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, Neuboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 18,39 m x 5,20 m, 18,39 x 5,20 m Bj.: 2027, Kabinen: 5
Motor: Yanmar 4LV150, 150 PS (110 kW), Diesel
Preis auf Anfrage
Liegeplatz: Niederlande/Holland
2027
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, GebrauchtbootLänge x Breite: 18,28 m x 5,20 m, 18,28 x 5,20 m Bj.: 2023
Motor: Yanmar 150PS, 150 PS (110 kW)
€ 1.023.043
Liegeplatz: Deutschland, Werder Havel
2023
Finanzierung: z.B. mtl. € 7.767,34
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Slup: Jeanneau, NeubootLänge x Breite: 18,28 m x 5,20 m, 18,28 x 5,20 m Bj.: 2026, Kabinen: 3
Motor: 150 PS (110 kW), Diesel
Preis auf Anfrage
Liegeplatz: Spanien, Alicante (Alacant)
2026
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Slup: Jeanneau, NeubootLänge x Breite: 18,02 m x 5,20 m, 18,02 x 5,20 m Bj.: 2026, Kabinen: 3
Motor: 110 PS (81 kW), Diesel
Preis auf Anfrage
Liegeplatz: Frankreich, Les Herbiers
2026
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Slup: Jeanneau, NeubootLänge x Breite: 18,18 m x 5,20 m, 18,18 x 5,20 m Bj.: 2026, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 150 PS (110 kW), Diesel
£ 817.632
Liegeplatz: Frankreich, Les Herbiers
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 8.827,80
Jeanneau Yachts 60
Segelboot / Segelyacht: Jeanneau, GebrauchtbootLänge x Breite: 18,26 m x 5,21 m, 18,26 x 5,21 m Bj.: 2021
Motor: Yanmar, 150 PS (110 kW), Diesel
€ 800.000
Liegeplatz: Griechenland, Athens
2021
Finanzierung: z.B. mtl. € 7.313,98
Jeanneau Yachts 60 zum Kaufen - Die „ganz andere“ Segelyacht
Sie sind gewillt, eine Segelyacht in der „Königsklasse“ um 60 Fuß zu kaufen? Dann verfügen Sie realistisch über ein Bootsbudget, das sich für gute gebrauchte Yachten dieser Schiffsgröße zwischen 1 und 1,4 Millionen Euro bewegen wird, für eine nagelneu nach Ihren Wünschen hergestellte Segelyacht sind dann eher 1,4 bis 1,7 Millionen Euro anzusetzen. Netto, versteht sich.
Kunden in dieser Klasse dürfen von den Werften – auch von den Serienboot-Herstellern! – ein Plus an Bauqualität, Material-Güte und vor allem Individualisierungs-Möglichkeiten erwarten. Die großen Hersteller haben sich in den letzten Jahren immer mehr auf diese Kundengruppe eingestellt, da durch die anhaltende Krise auf dem Massenmarkt das „Brot-und-Butter“-Geschäft mit den Booten von 35 bis 45 um bis zu 50% eingebrochen ist. Gute Nachrichten also für Menschen, die über obig genannte Budgets verfügen können, denn auch die Massenhersteller haben im oberen Segment tüchtig nachgelegt, was die Qualität angeht.
Damit machen die Spitzenmodelle von Jeanneau, Beneteau, Hanse & Co den ausgesprochenen Luxus-Marken ernsthafte Konkurrenz: Zwar sind die Absätze bei Solaris, Grand Soleil und anderen stabil, sie wachsen aber eben nicht. Viele Kunden nehmen die Angebote der Serienhersteller an: Tolle Qualität, ein (oftmals) viel besserer After Sales-Service als bei den kleinen Nischen-Herstellern und eine enorme Preis-Würdigkeit bescherte den großen Marken trotz Krise gute Umsätze.
Jeanneau schickt im Luxus-Segment die Jeanneau Yachts 60 und die größere Jeanneau Yachts 65 ins Rennen. Wir wollen in diesem Artikel die „kleinere“ von beiden Yachten genauer unter die Lupe nehmen. Lohnt sich ein Kauf? Was dürfen Sie als Schiffseigner und Skipper von der Yacht erwarten? Und wie groß ist der Erholungs- und Luxusfaktor dieses Bootes? Willkommen an Bord …
Eine Yacht für alle: Eigner, große Familien und Charter
Auch wenn die Anzahl der Einheiten, die man als Serienwerft jährlich von den großen Flaggschiffen verkauft, kaum die 15, 20 Stück übersteigen dürfte, sind die Gewinnmargen bei diesen großen Booten doch wesentlich höher, als bei kleineren. Warum? Weil der Aufwand für den Bau einer kleinen oder großen Yacht in etwas gleich sind, also Rumpf- und Deck-Lamination, Möbelbau, Lohnkosten für die annähern 100%ige Handarbeit im Bootsbau, Energiekosten für die großen Hallen usw., man aber bei kleinen Booten der Möglichkeiten der Kundengruppen wegen die Budgets strikt kleiner halten muss.
Selbstverständlich ist man auch bemüht, die Yacht so zu bauen, dass sie möglichst vielseitig einsetzbar ist. Denn die Kundschaft im Luxus-Segment ist nicht so homogen, wie man erwarten würde. Die Programme der Kunden reichen vom Status-Symbol und reinen Küsten-Urlaubsboot über das schwimmende Office, die Weltumsegelungs-Yacht und Familien-Treffpunkt bis zum Einsatz im Luxus-Charter-Segment, wo Schiffe dieser Art gern mit Skipper (und manchmal sogar mit Crew) vermietet werden. All diese Nutzungskonzepte sind bei der Jeanneau Yachts 60 mit bedacht: Kaum ein anderes Serienboot bietet so viele Variationsmöglichkeiten an, wie sie.
Egal, was Ihr Anspruch ist, diese Yacht dürfte eine Lösung zumindest anbieten. Ob es passt, haben wir vielleicht am Ende dieses Artikels herausgefunden.
Unverkennbar Philippe Briand: Das Design der Jeanneau Yachts 60
Der Konkurrenzdruck ist groß, die Ansprüche der Kunden ebenfalls. Jeanneau hat sich bei der Jeanneau Yachts 60 dazu entschieden, auf „Altmeister“ Philippe Briand zu setzen, was das Außendesign angeht. Er ist seit vielen Jahrzehnten in der Branche und hat wahre Ikonen des Yachtbaus erschaffen. Seine CNB-Designs aus den 80ern und 90ern sind noch heute zeitlos elegant und sehr nachgefragt. Briand gestaltet die Jeanneau eben genauso: Elegant, fließend, ein wenig „feminin“ von außen. „Keine Experimente!“, scheint im Briefing der Werft gestanden zu haben.
Der Rumpf ist optisch schmal gehalten. Briand zeichnet ihn mit einem gerade so modernen negativen Steven, der aber nicht allzu aggressiv daherkommt. Je nach Blickwinkel wirkt die Yacht damit sehr modern und dynamisch. Dies beißt sich etwas, unserer Meinung nach, mit den eher runden, sanften und fast femininen Linien vom Rest der Yacht, die merklich an Briands „alte“ Sun Odyssey-Entwürfe erinnern.
Das Deck steigt zum Bug hin erst sanft, dann stärker an: Das schafft innen das notwendige Volumen, denn Briand entscheidet sich dazu, den Kabinenaufbau relativ früh nach dem Mastfuß enden zu lassen. Ein Stilmittel, denn so wirkt die Yacht länger und schlanker, als sie ist.
Die schmalen, wie „Katzenaugen“ wirkenden Fenster im Aufbau unterstreichen diese Dynamik, das Dach ist leicht gewölbt: Auch dies wirkt wie eine Hommage an seine alten Sun Odyssey-Entwürfe. Generell steht die Jeanneau Yachts 60 mit der aktuellen Design-Linie von Marc Lombard in merkwürdiger „Konkurrenz“: Denn die neuesten Jeanneaus sind optisch eckiger, viel aggressiver und moderner. Entweder dies ist gewollt, weil man die Flaggschiffe bewusst absetzen will, oder dies wird in den Nachfolge-Modellen der Jeanneau Yachts 60 und 65 dann in einigen Jahren „korrigiert“.
Den Segler und Eigner wird das gegebenenfalls wenig kümmern: Die Jeanneau Yachts 60 ist eine durchaus moderne, schicke Yacht, die mit Dynamik und einer gewissen „Leichtigkeit“ in den Linien durchaus dem Auge schmeichelt. Gleichwohl: Das Freibord ist groß, gerade die Heckpartie wirkt enorm wuchtig: Ein Vorgeschmack auf das riesige Volumen, das Sie innen erwartet.
Was gibt es sonst noch so bei den 60er? Der Wettbewerb.
Wie angedeutet ist die Konkurrenz im 18-Meter-Segment der Serienhersteller groß, obschon Dufour (zurzeit) keine 60er verkauft und auch Bavaria mit der Bavaria C57 „nur“ eine Klasse kleiner dienen kann. Gleichwohl hat Hanse mit der neuen Hanse 590 seit 2025 eine Yacht im Programm, die sehr schick und sehr modern daherkommt. Dieses Boot ist vom Layout und auch der Interieur-Gestaltung etwas klassischer und dürfte daher eingefleischte Segler mehr ansprechen, was auch für ihre Segel-Daten und das Performance-Potenzial bietet. Das Berret-Racoupeau-Design ist aufregender, spannender und moderner – ein echter Hingucker.
Mindestens ebenso flink unter Segeln ist die Oceanis Yacht 60 unterwegs. Eine „Zauberyacht“, denn der Rumpf dieser Yacht ist hoch-performant: Mit guten Segeln ausgestattet bietet diese Yacht unserer Meinung nach den meisten Segelspaß und die höchsten Etmale auf Langfahrt. Innen betört das weite, offene und sehr schicke Layout, die Eignerkabine ist „a class of its own“, wie die Amerikaner sagen würden.
Damit würden wir die Jeanneau Yachts 60 auf der Moderne-vs-Klassiker-Range ganz auf der „klassischen“ Seite verordnen: Sie ist keine „Headturner“, wohl aber etwas für den zweiten Blick. Sie will nicht laut sein, eher durch Klasse überzeugen. Mehr Understatement als Trendsetter. Allerdings: Das sieht innen dann schon ganz anders aus …
Jeanneau Yachts 60 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan
Industrialisierte Massenfertigung mit individuellem Touch
Was die großen Serienhersteller in den Dekaden seit der Einführung von glasfaserverstärktem Kunststoff im Bootsbau in vollendeter Perfektion entwickelt haben, ist die Industrialisierung der noch heute fast 100%igen Handarbeit, die für den Bau einer GFK-Yacht notwendig ist. Jeanneau, Teil des Beneteau-Konzerns, fertigt seine Yachten in einer Art „Fließband-System“, bei dem die Yachten in Längsrichtung hintereinander auf rollenden Racks stehen und alle 3 bis 5 Tage zur nächsten Montagestation geschoben werden. So lange, bis am Hallen-Ende eine fertige Yacht herauskommt. An den jeweiligen Stationen werden genau vorgeplante, explizit durchgetaktete und abgemessene Arbeitsschritte vollzogen: Die dortigen Mitarbeiter sind speziell nur für diesen Aufgabenbereich trainiert – also absolute Spezialisten für die Montage von Maschine und Tanke, Schottwänden, den Möbel- und Kabinen-Modulen oder der Bord-Elektronik.
Das ist die „Industrialisierung“: Serienbau ist heutzutage Modulbau. So werden die Badezimmer, Gästekabinen oder Küchenzeilen beispielsweise als komplett fertige, verkabelte und verrohrte Module vorgefertigt. Das geschieht meist in dem Bereich neben der Montagestation. An der Seite kommen die Einzelteile an, Crews in der Vorfertigung stellen dann auf genau abgezeichneten Montageplätze auf speziellen Racks diese Module her: Und das genau nach den Vorgaben Ihrer Bestellung. Nussbaum-Küche mit Spülmaschine am Montag, eine Eiche-Küche mit Wein-Kühlschrank am Dienstag usw..
Diese Module werden „just in time“ gebaut. Also so abgestimmt, dass auch das Modul jeweils dann fertig wird, wenn das dazu passende Boot (also der Rumpf) auf dem Fließband die Station erreicht. Mit Hilfe von Laufkatzen und Kränen werden die Module dann in das Boot gehoben und montiert. Eingeklebt oder anlaminiert. Nun müssen „nur“ noch die Kabel und Rohre angeschlossen werden. Alles wird getestet und abgenommen – Voilá – nach 3 bis 5 Tagen kann der nun ein bisschen mehr komplettierte Rumpf „weiterfahren“.
Ein faszinierendes Uhrwerk. Präzise im Timing, fast auf die Minute genau. Wie eine Autofabrik. Nur eben ohne Roboter: Auch der moderne, industrialisierte Massenbau von Segelyachten ist weiterhin zu fast 100% Handarbeit. Roboter sieht man nur nach der Lamination: CNC-Arme fräsen die Löcher für Winschen, Luken und Fenster aus. Der Rest? Handwerk. Wie eh und je.
Jeanneau hat diese Fließbandfertigung perfektioniert: Wir möchten jedem empfehlen, sich die Werften unbedingt zusammen mit dem Händler des Vertrauens anzuschauen!
Gleichwohl haben Kunden der Flaggschiffe durchaus die Chance, Spezialwünsche umsetzen zu lassen. Zumindest gilt das so für die Premium-Produkte von Beneteau und Jeanneau. Fragen Sie daher gern nach, wenn Sie etwas geändert haben wollen: Anders, als bei den Sun Odyssey-Yachten ist dies bei der 60 und 65 durchaus möglich.
Ausgewogener Segelplan: Flotter Luxus-Schlitten!
Die Jeanneau Yachts 60 wird kein lahmer Eimer sein, der behäbig im Meer treibt. Briand verpasst der Yacht ein durchaus leistungsfähiges Rigg: Ausgestattet mit dem „Performance-Rigg“ bringen Sie ca. 170 Quadratmeter Segelfläche an den Wind. Dann haben Sie am Sparcraft-Mast ein klassisch durchgelattetes Groß und am Vorstag die 110% überlappende Genua gesetzt.
Wer es etwas gemütlicher und „einfacher“ haben will, kann das Lattengroß durch ein Inmast-Furling System ersetzen. Dann ist die Segelfläche hier nur noch 70 Quadratmeter groß. Wer jetzt noch die einfache, aber kleine, Selbstwendefock dazu nimmt, segelt die Jeanneau Yachts 60 durchaus mit nur zwei Winschen. Dann stehen Ihnen allerdings nur noch knappe 130 Quadratmeter Segelfläche zur Verfügung.
So oder so, wir empfehlen in jedem Fall das Upgrade auf ein hochwertiges Fahrtenlaminat (CDX beispielsweise) und beim Rollgroßsegel die Integration von Vertikal-Latten, damit Ihre Yacht auch bei Windkursen kleiner als 90 Grad halbwegs Spaß bringt.
Für die Leichtwindsegelei kann (und sollte sie auch!) die Jeanneau Yachts 60 mit einem beeindruckenden, 250 Quadratmeter großen Gennaker ausgestattet werden. Hier gibt es gut funktionierende, auch elektrisch angetriebene, Furling Gennaker, die das Segeln „auf Knopfdruck“ auch mit diesen riesigen Blistern erleichtern. Für die Amwind-Kurse bei Leichtwind steht ein ca. 120 Quadratmeter großer Code 0 zur Wahl. Beide Segel sollten bei ambitionierten Segelprojekten auf jeden Fall an Bord sein, denn die 20,2 Tonnen Leergewicht brauchen durchaus eine Brise, um zu segeln – da wäre es schade, den ganzen schönen Tag mit Diesellärm zu verbringen …
Die Jeanneau Yachts 60 will segeln!
Ja, das will sie! Ihr Cockpit-Layout, die Anordnung der Winschen und das ganze Design zielen nicht so sehr auf den Ankerlieger ab, sondern durchaus auf den aktiven Segler. Nebenbei bemerkt: Wenn Sie eine luxuriöse Badeinsel suchen, das Segeln nur dritt- oder viertrangig ist, Sie aber ultimativen Luxus und Privatsphäre für sich und Ihre Gäste wünschen, dann könnte Sie vielleicht die Jeanneau Yachts 55 interessieren. Aber zurück zur 60er …
„Klassische, fließende Linien außen, innen etwas „wuchtig“, aber schick: Die Jeanneau Yachts 60 bietet viele Gesichter, aber einzigartig ist ihre Achter-Suite. Eine Yacht, die aus dem Rahmen fällt.“Alle Informationen für Skipper/Segler
Jeanneau Yachts 60 kaufen - Sind Sie der Richtige für diese Yacht?
Mit der Jeanneau Yachts 60 werden also durchaus „Segler-Typen“ angesprochen. Die Yacht wird Sie vergleichsweise flott von A nach B bringen. Sie ist von den Zulassungsbehörden selbstverständlich für die Verwendung im CE-Fahrtgebiet A zertifiziert. Das bedeutet, dass Sie dieses Boot unlimitiert auf allen Ozeanen segeln können und sie Windgeschwindigkeiten über 9 Beaufort und Wellen im Mittel über 4 Meter standhalten wird. Dass eine solche Yacht eher nichts für die Nordwest-Passage und Kap Hoorn ist, sollte jedem seemännisch halbwegs versierten Segler klar sein – einer Atlantik-Runde oder die Weltumsegelung auf der „Barfußroute“ steht allerdings durchaus nichts im Wege.
Die Plattform ist lang, schnell und stabil. Auch in Schwerwetter wird die Jeanneau Yachts 60 eine gute Figur machen. Wenn Sie „große“ Pläne haben, endlich Ihren Kindheitstraum von der großen Reise zu verwirklichen, ein Sabbatical auf See verbringen möchten oder gar Ihre Geschäftsidee mit der Jeanneau Yachts 60 als Betriebsmittel umzusetzen, finden Sie hier sicher viele Möglichkeiten, sich diese Yacht genau nach Ihren Bedürfnissen und Wünschen zusammenstellen und bauen zu lassen.
Auf dem Meer unterwegs: Die Jeanneau Yachts 60 als Fahrtenyacht
Für die ganz langen Segelreisen bietet nicht nur die Yacht selbst eine stabile Plattform, sondern die Optionsliste auch genug Equipment, um diese Reise sicher und angenehm zu gestalten. Ein Generator für das Nachladen der Batteriebänke oder den Betrieb einer Klima-Anlage sollte Standard sein. Umfangreiche Sekundär-Energiequellen, wie Solar auf Dach oder Deck, können installiert werden. Ein Watermaker für das eigene Frischwasser unterwegs ist für alle Törns außerhalb europäischer Infrastrukturen ratsam. Selbst in der Karibik kann ein Watermaker den Unterschied machen, spätestens, wenn die pazifische Südsee auf Ihrem Programm steht, sollten Sie hier das Kreuz setzen.
Die Jeanneau Yachts 60 verfügt über einen schönen Navigationstisch und „Arbeitsplatz“ für den Captain. Das ist im Urlaub oftmals nicht notwendig, wird auf Langfahrt aber sicher ein wichtiger und beliebter Ort werden. Sie sind nicht der Skipper, sondern heuern einen Profi an? Kein Problem: Anstelle der riesigen Segellast im Bugbereich können Sie eine Skipper-Kammer mit Einzelbett und voll ausgestattetem Badezimmer installieren, oder eine weitere Doppelkabine (!), dann allerdings ohne Badezimmer. Alternativ ist es möglich, für Crew-Mitglieder im Backbordbereich achtern eine Pullman-Kammer zu haben, die allerdings die Eigner-Suite achtern halbiert. Die Pullman-Kabine verfügt dann auch über ein Crew-Bad.
Einhand? Kein Problem!
Das Schiff kann komplett einhand gesegelt werden. Die Winschen sind auf Wunsch selbstverständlich komplett elektrifiziert. Ein Autopilot segelt das Boot sowieso die meiste Zeit, moderne Navigations- und Trimminstrumente erleichtern die Passagen. Beim An- und Ablegen helfen die starken Bug- und Heckstrahlruder, die unbedingt zur selbstverständlichen Ausstattung Ihrer Jeanneau Yachts 60 gehören sollten. So kann dieses große Segelboot durchaus vom klassischen Eignerpaar gesteuert und kontrolliert werden.
Große Heckgarage, Land-Passarelle und festes T-Top: Top!
Unerlässlich und unverzichtbar in dieser Schiffsgröße und vor allem bei den Anwendungsbereichen einer 60-Fuß-Yacht ist die Heckgarage. Jeanneau spendiert der 60er eine voll elektrisierte Garage, bei der Ihr Tender mit Hilfe von Winschen aus dem Lager heraus kinderleicht zu Wasser gelassen und nach Nutzung wieder an Bord gebracht werden kann. Die Garage ist etwas nach Backbord versetzt. Es passt ein Dinghy mit maximal 2,90 bis 3 m Länge hinein, große Außenborder bis 15 PS kommen bequem unter.
Neben der großen Heckklappe, die auch als Badeplattform dienen kann, klappen Sie eine zweite, schmalere Klappe vom Heck ab. Diese gibt den Weg auf eine kleine Treppe frei – wenn Sie mit dem Heck zu einem Steg oder Hafenmauer liegen, müssen Sie so nicht gleich das komplette Boot öffnen, um an Land zu kommen. Clever – eine schöne Idee! Ist am Liegeplatz mehr Schwell zu erwarten, sollten Sie den Abstand von Schiffsheck zur Spundwand vergrößern und dann die ausfahrbare Passarelle nutzen. Diese macht vor allem im Mittelmeer-Raum viel Sinn und lohnt sich, denn bei einer Yacht wie der Jeanneau Yachts 60 sollte man kein ordinäres Holzbrett benutzen müssen, um an Land zu kommen …
Jeanneau Yachts 60 kaufen - Komfort, unter Deck
Unter Deck der Jeanneau Yachts 60 – erst einmal ankommen!
Sie sind nun sicher gespannt, wie es „unten“ aussieht. Wer das erste Mal die Jeanneau Yachts 60 unter Deck sieht, der wird überrascht sein: Wir finden die Gestaltung der Möbel ehrlicherweise etwas „wuchtig“. Die massiven Kanthölzer, die großen Beschläge und die gesamte Formgebung hat optisch so gar nichts mehr mit den fließenden, runden, femininen Linien Briands von außen zu tun. Anstelle dessen versprüht die Jeanneau Yachts 60 einen Charme wie aus den Achtzigern. Alles ist eckig, fast „brutal“. Das hat durchaus auch seinen Charme, konterkariert für unseren Geschmack aber total das Designkonzept „oben“ an Deck. Allerdings ist das egal: Schönheit ist sowieso immer eine persönliche und damit höchst individuelle Sache: Sie schauen. Und wenn es Ihnen gefällt, ist alles gut. Egal, was wir finden.
Kommen Sie erst einmal an. Lassen Sie alles auf sich wirken. Der Salon ist schön hell, kaum ein Element verbaut die Breite der Yacht. Die Aufteilung hier ist klassisch: Jeanneau-typisch die Skipper- und Navi-Ecke direkt an Backbord, schön nah und schnell vom Niedergang zu erreichen. Davor die große U-förmige Dinette und Sitzecke. Alles gruppiert sich um einen fast quadratischen Tisch, der in seiner Größe natürlich veränderbar, absenkbar und zum Bett/zur Spielwiese umbaubar ist.
Dem gegenüber befindet sich an Steuerbord eine Art „Anrichte“ oder Schrankwand. Hier fährt der TV-Screen heraus, befindet sich jede Menge Stauraum und zwei Sessel, die leicht einander zugewandt in den Raum gedreht sind. Das erinnert ein wenig an die „Captain’s Chairs“ der Hallberg-Rassy, und kommt in jedem Fall den klassischen, gemütlichen Ansatz des Salons zugute.
Am Vorschott, also quer eingebaut, ist die Pantry der Jeanneau Yachts 60: Hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten mit der Ausstattung zu spielen. Kühlschränke, Freezer, Herd-Arten (Gas oder Induktion) usw.. Je nachdem, wie wichtig Ihnen das Kochen und Speisen an Bord ist, verändern Sie Größe und Ausrüstung. Angenehmer Nebeneffekt: Die Pantry ist fast genau über dem Kiel platziert, dem Drehpunkt der Yacht also. Selbst in Schwerwetter ist hier die wenigste Bewegung des Rumpfes durch und in den Wellen zu spüren. Den Schiffskoch wird es freuen!
Eigner, Familie, mit Crew oder im Charter: Die Kabinen-Varianten
Ebenso vielseitig wie die Küchenausstattung, sind die Layout-Varianten der Jeanneau Yachts 60. Starten wir beim segelnden Ehepaar, das allein die Welt entdecken will. Hier kommen nur ab und zu Kinder oder Gäste zu Besuch: In diesem Fall kann die Jeanneau Yachts 60 tatsächlich als 2-Kabiner gekauft werden. Dann freuen Sie sich über die riesige Eigner-Kabine im Heck (gleich mehr dazu), Ihre Gäste verfügen über eine eigene Suite mit Riesen-Badezimmer vor der Pantry. Wahnsinn!
Wer mehr Gäste erwartet oder mit Kindern/Freunden segelt, der kann die Jeanneau Yachts 60 als 3-Kabiner kaufen. Hierbei wird wieder vor der Küche der Rumpf symmetrisch längs geteilt, es entstehen zwei baugleiche, gespiegelte Gästekammern mit jeweils eigenem Dusch-Bad. Besonderer Clou: Sie können diese Variante auch mit wegnehmbarem Mittelschott bestellen, sodass man dann eine riesige 2er-Doppelbett-Kabine herstellen könnte. Uns fällt zwar kein realistischer Grund ein, warum man 4 Leute in einem Raum schlafen lassen sollte, außer, dass Sie vier Kinder haben – möglich ist es jedenfalls.
Die angesprochene 5-Kabinen-Variante mit Pullman-Kammer (und 3 (!) Betten) achtern plus Skipper-Kabine (Einzel oder Doppel vorn) haben wir bereits angesprochen.
Die Jeanneau Yachts 60 ist also extrem vielseitig: Platz ist ja genug! Doch das wirkliche Alleinstellungsmerkmal dieser Yacht, was sie auch von allen anderen Serienyachten dieser Größe unterscheidet, ist der Eigner-Bereich …
Einzigartig bei den Serienherstellern: Achter-Suite für die Eigner!
Was wir auf den Yachtmessen immer etwas sehnsüchtig bei Oyster, Contest & Co beneiden, ist bei der Jeanneau Yachts 60 Standard: Ein riesiger Eignerbereich im Heck der Yacht. Bei allen anderen Serienbooten um 55 bis 60 Fuß sind diese im Vorschiff untergebracht – gerade unterwegs oder bei viel Seegang können Kabinen im Vorschiff geradezu unbewohnbar werden, ob des vielen Auf und Ab. Nicht so auf der Jeanneau Yachts 60 – da Sie als Eigner immer an Bord sind, macht es auch Sinn, dass Sie den Bereich des Schiffes bewohnen, der am angenehmsten ist unterwegs.
Im Standard befindet sich das große Island-Bett an Steuerbord (da Backbord nebenan die Dinghy-Garage ist). Einziger Nachteil: Wenn man die Kabinentür öffnet, ist sofort freie Sicht auf das Eignerbett gegeben. An Backbord findet sich ein kleines 2er-Sofa zum Ausspannen oder An- und Ausziehen. Weiter um die Ecke das Eigner-Bad mit schöner Dusche. Die Kabine ist weitläufig und wirklich geräumig. Wir hätten uns noch einen Schmink- oder Office-Table gewünscht, um die Privatsphäre und Nutzungsbreite zu erhöhen. Etwas schade ist, dass die großen Rumpffenster hier so weit oben angebracht sind, dass man nicht mehr hinausschauen kann: Wie schön wäre es, im Liegen nach dem Aufwachen direkt das Meeresblau am Ankerplatz sehen zu können. Passen Sie daher bei der Farb- und Holzauswahl auf: Ein allzu dunkles Farbkonzept kann gerade hier hinten zum Souterrain-Effekt führen. Dieses „Kellergefühl“ wäre tragisch auf einem ansonsten so luxuriösen Schiff!
Zusammenfassung und Fazit
Wird die Jeanneau Yachts 60 Ihre Luxusyacht?
Sie suchen die „etwas andere“ Yacht, vor allem, was die Kabinenaufteilung angeht? Die von außen noch sehr klassisch und zeitlos anmutende Jeanneau Yachts 60 bietet innen einmalige Gestaltungs- und Layoutmöglichkeiten. Vor allem die riesige Achterkabine, aber auch die VIP-Suite der 2-Kabinen-Variante dürften die geräumigsten Kabinen dieser Klasse aller Serienhersteller sein. Das Interieur wirkt etwas „wuchtig“, findet aber sicher seine Fans. Die Jeanneau Yachts 60 will segeln, und das durchaus flott. Wenn Understatement im Hafen wichtig ist, wird die zeitlose, „leise“ Eleganz der Jeanneau genau richtig sein. Schön gefertigt, sehr wandelbar und performant: Eine Yacht mit viele Gesichtern.
Jeanneau Yachts 60 kaufen - Das gefällt uns besonders:
- Schöne, zeitlos-elegante Linien.
- Viele Layoutmöglichkeiten, einzige Achter-Suite im Serien-Segment.
- Leistungsfähiger Segelplan für die große Strecke.
Jeanneau Yachts 60 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:
- Interieur-Style passt unserer Meinung nicht ganz zum fließenden Außen-Design.
- „Verschenkter“ Platz mit den beiden Sesseln im Salon.
- Roll-Rigg bietet zu wenig Segelfläche für das Boots-Gewicht.
Weitere Reviews und Testberichte:

















































