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Segelboot Jeanneau Sun Fast 30 kaufen
Jeanneau Sun Fast 30 - auf Yachtall.com
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Jeanneau Sun Fast 30 OD
Segelboot / Slup: Jeanneau, Neuboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 10,40 m x 2,99 m, 10,40 x 2,99 m Bj.: 2027
Motor: Nanni Diesel, 10 PS (7,4 kW), Diesel
€ 199.800
Liegeplatz: Frankreich
2027
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.137,50
Jeanneau Sun Fast 30 OD
Segelboot / Slup: Jeanneau, GebrauchtbootLänge x Breite: 8,97 m x 2,97 m, 8,97 x 2,97 m Bj.: 2024, Kabinen: 2
Motor: Nanni Diesel, 13 PS (10 kW), Diesel
£ 104.125
Liegeplatz: Großbritannien, Lower Swanwick, Hampshire
2024
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.327,66
Jeanneau Sun Fast 30 OD
Segelboot / Slup: Jeanneau, GebrauchtbootLänge x Breite: 10,40 m x 2,99 m, 10,40 x 2,99 m Bj.: 2024
Motor: Nanni Diesel, 10 PS (7,4 kW), Diesel
€ 196.800
Liegeplatz: Frankreich, Antibes
2024
Finanzierung: z.B. mtl. € 2.105,41
Jeanneau Sun Fast 30 OD
Segelboot / Slup: Jeanneau, GebrauchtbootLänge x Breite: 8,99 m x 2,99 m, 8,99 x 2,99 m Bj.: 2026
Motor: 10 PS (7,4 kW), Diesel
€ 100.000
Liegeplatz: Frankreich, La Rochelle
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.071,40
Die (bezahlbare) Lücke zwischen Mini 6.50 und Class 40? Jeanneau Sun Fast 30 OD
Um die Sun Fast 30 OD zu verstehen, muss man zunächst Segeln in Frankreich verstehen. Denn dort ist dieser Sport, vor allem auch der Regatta- und Profi-Segelsport ein wichtiger und großer Bestandteil der Breitenkultur. Viel mehr, als in anderen europäischen Ländern. Das Verfolgen der großen Rennen, wie Vendée Globe oder der Solitaire du Figaro, ist dort ein Breitenereignis. Segeln ist demnach auch viel mehr verbreitet, als beispielsweise in Deutschland. Und hier vor allem das Offshore-Segeln, denn mit dem Atlantik (und hier vor allem mit dem Spannungsdreieck Biscaya – Irische See – Channel) verfügt man über ein spannendes, abwechslungsreiches und sehr herausforderndes Sport-Revier.
Die Sun Fast 30 OD wurde entwickelt, um in der 10-Meter-Klasse einen bezahlbaren, leistungsstarken und vor allem niedrigschwellig-einfachen Einstieg in die Offshore-Szene zu ermöglichen. Das Boot soll zudem die Lücke zwischen den ausschließlich auf Vorwind-Transat-Rennen ausgelegten Mini 6.50-Racern und den schon recht beeindruckenden großen Class 40-Rennyachten schließen.
Die Rennklasse um 30 Fuß eignet sich zudem hervorragend sowohl für den Betrieb als Single-Handed-Klasse (also allein, solo) und dem als Double-Handed-Rennboot mit zwei Besatzungsmitgliedern. Mit den Konstrukteuren von VPLP-Design hat man ausgesprochene Renn-Fachleute am Start, Teile der Yacht werden vom Branchenführer Multiplast gebaut (Carbon-Rigg), die ebenfalls die erste Adresse Frankreichs für hochwertige Komposit-Teile ist.
Was ist One Design-Racing?
Wenn Sie eine Karriere im europäischen oder internationalen Segelsport anstreben, kommen Sie um die französische Segel-Szene nicht umher. Anders, als beispielsweise in Deutschland, wo die Karrieren eher über die Segelvereine starten, bieten Frankreich und andere Länder diese Möglichkeit über die offenen Rennserien, die unter UNCL und Class 30-Regeln sanktioniert sind. Dazu zählen auch Rennen im Rahmen des RORC und Rennen im Kalender der World Sailing. Hier meldet man sich einfach an – und geht an den Start.
Voraussetzung ist natürlich, dass das eigene Boot der sogenannten „Box Rule“ der jeweiligen Klasse entspricht. Diese regelt alles rund um das Boot. Die „OD“-Boote (von denen es noch einige andere Hersteller gibt, dazu später mehr) werden dabei zunächst einmal so gebaut, dass alle Boote absolut identisch sind. Die Idee einer One Design-Klasse ist, dass es keine Unterschiede zwischen den Booten (und im weiteren Sinne, auch nicht deren Ausrüstung/Ausstattung) mehr gibt, weil Taktik und Können der Besatzung über Gewinn oder Niederlage entscheiden sollen. Man geht also mit weitgehend identischem Material an den Start, der Mensch soll siegen, nicht das Material. Und damit sind budget-ärmere Teilnehmer besonders geschützt: So dürfen Segel-Garderoben bei der Sun Fast 30 OD beispielsweise nur alle 3 Jahre erneuert werden.
Diese Regelungen sorgen dafür, dass die Teilnehmerfelder sehr homogen besetzt sind, die Regatten ein extrem hohes Spannungs-Potenzial bieten und damit Ergebnisse von Segler zu Segler viel besser vergleichbar sind. Damit versteht man auch, warum ein Absprung von einer One Design-Klasse in den echten Profi-Segelsport viel einfacher erscheint: Weil Talent-Scouts immer eher den Segler sehen aufgrund der Material-Gleichheit.
Auch, wer kein Entrée in den Profi-Segelsport, sondern nur den Nervenkitzel einer echten Regatta sucht, wird bei OD-Klassen gut aufgehoben sein. Viele Profi-Segler (auch IMOCA-Stars!) nutzen diese Rennen zum Training gegen echte Kontrahenten, denn viele Rennen finden bei durchaus sehr harten und anspruchsvollen Bedingungen statt. Und das macht den Reiz aus: Wann hat man schon einmal die Chance, gegen die großen IMOCA-Offshore-Stars anzutreten? Und auch real, diese schlagen zu können?
Das Konzept der Sun Fast 30 OD: Bezahlbar, einfach - schnell
Jeanneau ist ein Serienyacht-Hersteller mit einer langen Tradition im Bau von Performance-Booten. Die Sun-Fast-Reihe ist offiziell als eigenständige Baureihe oder Typenreihe im Jahre 1995 eingeführt worden – immerhin sind das über 30 Jahre an Erfahrung mit dem Bau von kompromisslosen Racern. Die Sun Fast gab es vorher, ab 1990 auch schon, das waren aber Einzelbauten. Besonders die 2008 eingeführte Sun Fast 3200 von Andrieu verhalf der Klasse dann zum großen Durchbruch. Dieses Boot wird sogar heute noch durchaus auf dem Gebrauchtmarkt viel verkauft. Hohe Verkaufszahlen, viele Siege in Rennen, darunter Spi-Ouest oder das Fasnet.
2013 kommt dann die größere Sun Fast 3600 hinzu, die in veränderter Form bis heute gebaut wird. 2019 dann startet mit der Sun Fast 3300 eine sehr starke IRC/ORC-Yacht, die viele Siege (bis heute) einfährt: Transat Jacques Vabre, Double- und Single-Handed Weltmeisterschaften, viele IRC/ORC-Siege, darunter wieder das berühmte Fastnet. Mit der Sun Fast 30 OD setzt Jeanneau also sein Engagement für den Segelsport fort. Das alles aber immer unter diesem einen Motto: Bezahlbarkeit und Massentauglichkeit.
Die Segelboote der Sun Fast-Serie sind natürlich keine „Billig-Boote“. Sie werden sehr aufwändig hergestellt und sind gut ausgestattet. Anders als andere Performance- und Racing-Klassen aber versucht die Werft ihre Kompetenz bei der Industrialisierung, Effizienzsteigerung und damit der Niedrigschwelligkeit auszuspielen. Eine Sun Fast ist wahrlich kein Schnäppchen – liegt preislich aber deutlich unter den Budgets vergleichbarer all-out Racer. Das brachte und bringt den Booten immer wieder die begehrten Preise der Branche ein, wie beispielsweise die „European Yacht of the Year“-Awards. Der Umstand, dass noch heute viele Sun Fast 3300 und 3600 (sowie ältere Boote) auf dem Second Hand-Markt gehandelt werden, zeigt, dass diese Boote auch nach vielen Jahren Renn-Einsatz strukturell noch gut sind und weiterverkauft werden können.
Sun Fast 30 OD kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan
Innovatives Elium-Harz und modernste Bauweise
Serien-Massenbau zu bezahlbarem Preis: Das klingt erst einmal „billig“. Ist es aber nicht, schon gar nicht im Falle der Sun Fast 30 OD. Denn neben der großen, luxuriösen Beneteau Oceanis Yacht 60 ist der kleine Racer die erste Serienyacht der Welt (!), die komplett aus recyclingfähigem Material gebaut ist!
Das Problem bei normalen GfK-Yachten ist nämlich, dass man am Ende des Lebens eines Segelbootes seine Materialien nicht mehr rückgewinnen oder aufbereiten kann: GfK wird meist geshreddert und verbrannt, einige wenige Firmen können das Harz-Glasfaser-Gemisch im Straßenbau verwenden, wenigstens eine Form von „Downcycling“. Anders bei der Sun Fast 30 OD: Das Harz, was hier für den Rumpf und das Deck verwendet wird, nennt sich „Elium“. Eine bahnbrechende, wegweisende Erfindung, die den Serienbootsbau revolutionieren könnte. Am Ende des Lebens der Sun Fast 30 OD nämlich kann ihr Rumpf mit einem speziellen Verfahren „eingeschmolzen“ werden. Und zwar so, dass man sauber die Glasfasern und den Harz voneinander trennen kann. Voilá – kein Downcycling, kein Verbrennen, kein Verlust mehr. Die getrennten, sortenreinen Materialien können zu 100% wiederverwendet werden!
Hinzu kommt, dass bereits beim Kauf einer Sun Fast 30 OD schon bis zu 20% wiederverwendetes Harz im Rumpf stecken. Dieses Boot ist also sehr innovativ und wichtig für die Branche: Denn so kann man an den relativ geringen Einheiten den Ausbau und die Anwendung einer Kreislauf-Mechanik für den Bootsbau aufbauen, testen, verfeinern und erweitern. Elium-Rümpfe kosten etwa 15 bis 20% mehr, als reine Polyester-Rümpfe – das gute Gewissen segelt hier stets mit.
Die Boote werden selbstverständlich im modernen Vakuum-Infusionsverfahren hergestellt. Multiplast liefert das hochwertige Carbon-Rigg. Beschläge und Ausstattungs-Equipment sind hochwertig und renntauglich, aber nicht unverhältnismäßig. Für eine voll ausgestattete Sun Fast 30 OD sollten Sie ein Budget von mindestens 150.000 Euro, eher 200.000 Euro einplanen. Damit ist das Boot, wie gesagt, kein Schnäppchen – aber immer noch deutlich preiswerter zu kaufen als vergleichbar große OD-Boote.
Das Nonplusultra im Single- und Double-Handed Racing?
Die bisher 40 bis 50 verkauften Einheiten sind laut Werft-Aussage zufriedenstellend. Dennoch ist die Sun Fast 30 OD eher kein massentaugliches Boot, zumal der Rennyacht-Markt und vor allem die Kunden in diesem Segment sehr speziell sind, spezieller noch, als Käufer von Cruising-Yachten. Meist haben Racer ein ganz bestimmtes Segelprogramm im Auge, meist sind sie auch auf die heimatlichen Reviere (und vor allem die in diesem Revier vorherrschenden Bootstypen) beschränkt. Was nützt es, der einzige Sun Fast 30 OD-Segler auf dem See zu sein? Das ist das „Problem“ der OD-Klassen: So richtig kompetetiven Spaß bringen die Boote erst, wenn eine gewisse Anzahl von ihnen im Revier unterwegs ist. Sie sollten sich also, wenn Sie aktiv ins OD-Renngeschehen einsteigen möchten, vor dem Kauf informieren, ob die Jeanneau Sun Fast 30 OD in Ihrem Revier schon in annehmbaren Zahlen unterwegs ist oder ob die Rennen, an denen Sie teilnehmen wollen, auch eine gewisse Anzahl an diesen Booten bieten.
Selbstverständlich macht die Sun Fast 30 OD auch ohne Teilnahme an offiziell sanktionierten Regatten Spaß! „Offene“ Event, wie das berühmte Silverrudder in der Ostsee, und selbst die normale Mittwochs-Regatta des lokalen Segelclubs oder der eigenen Marina machen natürlich auch Spaß. So richtig „aussagefähig“ wird die eigene Segelleistung aber erst, wenn man sich an Gleichstarken misst.
Da in der Szene der 30-Fuß-Rennboote viele Anbieter um die Gunst der Segler buhlen, und natürlich jedes Boot wiederum seinen ganz eigenen Charakter, Stärken und Kompromisse mitbringt, hat sich die Szene etwas „verwässert“. Keines der einzelnen Boote konnte sich mithin richtig durchsetzen. Das ist Fluch und Segen zugleich: Sie haben eine tolle Auswahl, aber eben auch die buchstäbliche „Qual der Wahl“.
Ziemlich viel Druck im Rigg: Der Segelplan der Sun Fast 30 OD
Der 8,99 m lange Rumpf (10,44 m Länge über alles mit Bugspriet) ist nur 2,99 m breit – und bringt extrem leichte 2.650 Kilogramm auf die Waage. Von diesen sind 1.000 Kilogramm Ballast, die sich in einer kleinen Bleibombe (L-Form) am exakt 2,00 m tiefen Kiel befinden. Dies ist ein sehr wirkungsvolles Ballast-Ratio und zudem ein langer Hebelarm – Sie dürfen sich auf eine beeindruckende Steifigkeit und erstmal so nicht zu erwartende Amwind-Performance freuen.
Das Carbon-Rigg ist als 9/10-Rigg ausgelegt, die Salinge sind extrem nach achter gepfeilt. Das Rigg steht achterstagslos, bleibt aber bei Vorwind-Kursen und bei Bedarf durch fliegende Backstagen trimmbar.
Am Wind bringt das Boot insgesamt 59 Quadratmeter Segelfläche an den Mast, vor dem Wind segelt sie mit dem asymmetrischen Spi (Gennaker) mit 137 Quadratmetern. Damit ist die Sun Fast 30 OD die leichteste und von den reinen technischen Daten her auch performance-stärkste Yacht der aktuellen 10-m-Racer.
Sie wird über einen Tiller (Pinne) im Cockpit gesteuert, der über ein einfaches Außengestänge auf zwei achtern angehangene Doppelrudern wirkt. Das Boot ist damit einfach zu warten, einfach zu reparieren und noch einfacher zu steuern. Die Steuerung ist sehr präzise, extrem direkt und effizient. Sie ist eine reine Segelmaschine, auf Speed getrimmt!
Bei den Segeln bieten verschiedene Marken und Segelmacher OD-konforme Segelsätze an. Ein Sun Fast 30 OD Segelsatz kann man je nach Qualität, Material und Marke für 15.000 bis 25.000 Euro kaufen. Ab Werft erhalten Sie allerdings schon das komplette laufende Gut, alle Blöcke und Umlenkrollen, sodass Sie abseits davon nur in die Segel investieren müssen.
Sun Fast 30 OD kaufen - Scow Bow, schlank und trotzdem ein Vollgleiter
Markenzeichen des Rumpfdesigns ist der durchaus voluminöse und sichtbar ausgeprägte „Entenschnabel“-Bug, der Scow Bow. Bei der Jeanneau Sun Fast 30 OD ist dieser allerdings nicht allzu extrem, was die relativ schmale Breite des Bootes von nur 2,99 m unterstützt. Dennoch schafft diese Bugform enorm Volumen (und damit Auftrieb) im vorderen Bereich des Bootes. Auf Amwind-Kursen tendiert die Yacht nicht mehr so sehr zum Nosediving (Unterschneiden in der Welle) und segelt sehr steif auch hart am Wind.
Bei wenig Welle geht – unterstützt durch den Scow Bow – die Sun Fast 30 OD relativ schnell aus der Verdrängerfahrt in die Gleitfahrt über. Dann „glitscht“ der Rumpf mit deutlich zweistelligen Boatspeeds über das Wasser, bleibt aufgrund der hohen Hebelwirkung und des großen Ballast-Anteils stabil. Die Steuerbarkeit ist auch bei sehr hoher Geschwindigkeit exzellent: Jetzt kommt richtig Spaß auf!
Damit unterscheidet sich die Sun Fast 30 OD signifikant von der Dehler 30 OD, die noch mehr auf Gleitfahrt und damit Halb- und Vorwindkurse ausgelegt (und die auch breiter) ist.
Schnell am Start: Die Sun Fast 30 OD ist voll trailerbar.
Apropos 2,99 Meter Schiffsbreite: Damit ist das Boot genau einen Zentimeter unter der europäischen Überbreite. Das Boot kann problemlos selbst getrailert werden. Wir empfehlen die Spezial- und Maßanfertigung eines auf die Jeanneau Sun Fast 30 OD abgestimmten Boots-Trailers, wenn Sie sich die Möglichkeiten der hohen Mobilität dieses Bootes erhalten wollen. Dank Trailer ist es nun kein Problem, die Yacht zu den einzelnen Regatten Europas zu transportieren. Das Boot ist einfach auf- und abzuriggen, benötigt aber einen Boots- und Mastenkran – slippen ist nicht mehr möglich.
Auch hier hat die Jeanneau Sun Fast 30 OD den übrigen anderen 10-m-Racingbooten einen Vorteil voraus. Die Mobilität dieser Yacht macht sie ideal für ambitionierte, internationale Rennkalender, für die bei anderen Booten immer Spezial- und Schwertransporte notwendig werden, was das Gesamt-Budget enorm in die Höhe treiben wird.
Für welche Segler-Typen und welche Regatten eignet sich die Sun Fast 30 OD?
Damit wären wir auch bei der Zielgruppe für die Jeanneau Sun Fast 30 OD. Grundsätzlich sollten Sie regatta- und racing-orientiert segeln. Dieses Boot bietet zwar ein Minimum an Komfort, ist aber sowohl von der Ausstattung her wie auch von der Art, wie sie segelt (nämlich schnell, hart und nass) kein Boot für „nur“ performance-orientierte Freizeit-Segler. Sie ist für echte Rennen gebaut und möchte in diesen gesegelt werden. Obwohl einfach und sicher zu betreiben, erfordern die Segelleistungen des Bootes gewisse Vorkenntnisse, Erfahrungen und Routine beim Umgang mit Renn-Material.
Sollte Ihr Revier oder Ihr Renn-Kalender Regatten enthalten, bei denen traditionell einige Jeanneau Sun Fast 30 OD an den Start gehen, kann dieses Boot ein echter Zugewinn für die ganze Klasse und damit die One Design-Szene in Ihrem Revier sein. Wenn Sie der einzige Sun Fast 30 OD-Starter sind, können Rennen schnell langweilig werden, weil man nicht gegen echte Gegner segelt: Die eigene Leistung bleibt (auch mit Handicap-Vergütung) kaum oder nur sehr abstrakt vergleichbar.
Wenn Sie eine internationale oder europäische Segler-Karriere anstreben, sollten Sie sich auf Rennen in und um Frankreich fokussieren. Hier sind deutlich mehr Sun Fast 30 OD am Start, die Konkurrenz ist sehr hoch, aber damit auch der Spaß- und vor allem der Lernfaktor.
Abgesehen von diesen „ernsten“ Einsatz-Szenarien ist die Sun Fast 30 OD ganz einfach auch eine schnelle, sehr spannende und tolle Alternative, wenn Sie einfach nur ultimativen Spaß bei der rasanten Gleitfahrt unter Segeln erleben wollen. Wie gesagt: Das alles „strictly racing“, der Komfort-Faktor an Bord ist minimal (später mehr dazu).
Die (starke) Konkurrenz auf dem Renn-Segelboot-Markt. Auch gebraucht!
Auf dem Markt der 10-Meter-Rennboote ist viel los. Zum einen sind durchaus viele ältere Sun Fast-Modelle auf dem Gebrauchtmarkt zu kaufen. Hier finden Sie auch die legendären Figaro- und Figaro 2-Boote von Marc Lombard. Ikonen des One Design-Regatta-Sports, sehr leistungsfähig und auch heute noch begehrt.
Dehler hat mit der Dehler 30 OD ein sehr spannendes Boot am Start. Dieses ist zwar etwas schwerer (2.800 kg leer), bietet aber einen leicht anderen Einsatzrahmen. Es ist nicht mehr trailerbar, also eher „stationär“ einzusetzen. Vor allem auf der Ostsee sind viele Dehler 30 OD unterwegs. Sie hat ein sehr ausgewogenes Segelprofil und wird vor allem gern in IRC/ORC-sanktionierten Regatten gesegelt. Die Szene ist in der Ostsee recht dicht, außerhalb Deutschlands eher nicht. Sehr breites Heck, T-Kiel mit schlanker Bombe und mehr Trimm-Möglichkeiten als die Sun Fast 30 OD (zum Beispiel individuelle Anstellwinkel der Ruderblätter verstellbar). Die Hanse-Gruppe bietet die Dehler 30 OD nicht mehr aktiv an, es wird aber kolportiert, dass man auf Wunsch diese noch neu baut.
Weiterhin bietet die Beneteau-Werft mit der Figaro 3 eine OD-Yacht im 10-Meter-Segment an, die vor allem für extremere Offshore-Einsätze konzipiert ist. Als erste Serienyacht der Welt ist diese mit stabilisierenden Foils (auch von Multiplast) ausgestattet, was vor allem die Liegeplatz-Frage verkompliziert. Dieses Boot ist deutlich budget-intensiver zu kaufen und sollte eher nur für ausgesprochen karriere-orientierte Käufer interessant sein.
Aus Down Under kommt die Farr X2 auf den Markt der 30-Fuß-One-Design-Boote. Diese Konstruktion ist in Europa eher selten, der Import aufwändig (teuer). Das Boot ist sowohl von seinen Daten wie auch seinem Leistungsprofil strikt auf all-out Racing ausgelegt, dies aber auch eher in geschützten Offshore-Gewässern (Buchten) oder im Inshore-Bereich. Eine schicke, sehr schnittige und leistungsfähige Yacht.
Last not least, die L30: Diese Yacht ist eher im Inshore-Bereich stark, denn sie bietet weniger Ballast und damit Gewichtsstabilität. Sie ist extrem leicht und daher optimal für den Leichtwindeinsatz ausgerüstet. Die Konstruktion des ukrainischen Olympiasiegers Rodion Luca wird trotz des Krieges weiterhin in Lwiw (an der polnischen Grenze) gebaut, es gibt eine Lizenzproduktion bei Code in Ungarn sowie Einzel-Einheiten, die bei Oceantec in Slowenien gebaut worden sind. Wenn Sie ein sehr leistungsfähiges Boot für den „seichteren“ Inshore-Einsatz kaufen möchten, könnte die L30 (auch budgetär) sehr interessant sein.
Abgesehen von diesen reinen Rennbooten sollte noch die First 30 von Beneteau (gebaut bei Seascape) genannt werden. Das 2025 gestartete Boot ist ein leistungsstarker Vollgleiter, der allerdings strenggenommen keine One Design-Klasse ist. Das Boot ist leicht, sehr schnell und sehr vielseitig. Der große Vorteil: Die First 30 bietet echte Schlafkabinen, ein vollständiges Dusch-WC sowie eine komplette Pantry. Für Eigner, die Segelspaß und Regatta mit Family-Cruising verbinden möchten, die bessere Wahl.
„Die Jeanneau Sun Fast 30 OD wird ambitionierte Segler begeistern: Bei wenig Wind schon auf Windspeed, schnell am Gleiten. Dieser kompromisslose Racer macht einfach Spaß.“Sun Fast 30 OD kaufen - Komfort, unter Deck
Unter Deck: Alles praktisch auf Regatten ausgelegt
Unter Deck ist es sehr weiß (blankes GfK) und sehr spartanisch. Das Leichtgewicht des Racers kommt nicht von ungefähr: Hier ist nichts „schön“, sondern nur „praktisch“. Zwei Schlafkojen als Pilot-Berths im Heck unter den Süllkanten bieten Platz für jeweils eine Freiwache. Im „Salon“ sind links und rechts zwei Sitzbänke, die an Backbord ist etwas länger. Ein kleiner Navi-Tisch dient zur Routenplanung und Navigation. Im Bugbereich am Hauptschott ist eine einfache Seetoilette eingebaut, hier vorn im Bad können Skipper und Schoter wenigstens die Basis-Hygiene umsetzen, wobei man dies dann am ungewöhnlich Steuerbord-achtern eingebauten, kleinen Waschbecken tun wird. Der gesamte Front-Bereich des Bootes ist leer – hier werden sowieso nur die Segel gelagert.
Die Jeanneau Sun Fast 30 OD ist spartanisch, aber nicht unsympathisch eingerichtet. Es bleibt viel Platz und Raum für Eigner, sich selbst zu verwirklichen. Meist gestalten Regattasegler die Innenräume durch individuelle Aufkleber noch selbst. Auch wenn die Sun Fast 30 OD über zwei Fenster im sehr flachen Kabinendach verfügt: „Komfort“ sucht man hier absolut vergebens. Sie ist eben eine Rennmaschine.
Die (sehr kurze) Optionsliste der Sun Fast 30 OD
Angenehm ist der Umstand, dass die komplette Options- und Preisliste der Sun Fast 30 OD auf nur eine DIN A4-Seite passt. Im Standard ist das Boot schon segelfertig zu kaufen (allerdings ohne (!) Segel), die Optionen beziehen sich auf die Bord-Elektronik und den „Komfort“.
An Elektronik ist es stets ratsam, den leistungsstarken Autopiloten (B&G H5000) zu kaufen, sobald man alleine unterwegs sein will. UKW-Funk und AIS sind sicher für Offshore-Anwendungen (gerade bei der möglichen Speed dieses Bootes) sinnvoll. Was als „Komfort“ auswählbar ist, beschränkt sich auf das Pump-WC und das kleine Waschbecken am Niedergang.
Cruising mit dem Racer?
Immer mehr setzt sich in der Segel-Szene das sogenannte „Micro-Cruising“ durch: Hohe Speed-Potenziale, schnelle, weite Schläge und dann Urlaub vor Ort. Die Sun Fast 30 OD eignet sich für Ersteres, ist aber unserer Meinung nach nicht wirklich als Urlaubsboot geeignet, vor allem nicht, sobald man mehr als zu zwei segelt. Der Komfort, der Platz an Bord und die Möglichkeiten unter Deck sind einfach zu beschränkt. Nichtsdestotrotz kann sich ein besonders „harter“ Segler zum Beispiel das riesige Innenraum-Volumen im Vorschiff mit Matratzen so einrichten, dass eine große „Kabine“ entsteht. Hier muss man aber schon sehr jung oder hart gesotten sein.
Für solche Anwendungen sind die Seascape-Boote von Beneteau in der First-Reihe von 24 bis 30 Fuß aus unserer Sicht besser geeignet, ebenso die Dehler 30 OD, welche deutlich mehr Komfort, wenn auch eher auf hartem Camping-Niveau, bietet.
Zusammenfassung und Fazit
Ist die Jeanneau Sun Fast 30 OD Ihr nächstes Renn-Segelboot?
Sie wollen eine bezahlbare, leistungsfähige Regatta-Plattform für Single- und Offshore-Rennen in der One Design-Klasse oder unter IRC/ORC-Sanktionierung kaufen? Die Sun Fast 30 OD bietet ein sehr interessantes Spektrum an Leistungsfähigkeit zu einem vergleichsweise attraktiven Preis. Die Sun Fast 30 OD will schnell bewegt werden und das durchaus auch Offshore.
Sun Fast 30 OD kaufen - Das gefällt uns besonders:
- Innovatives Design trifft auf innovative, nachhaltige Herstellung.
- Vergleichsweise attraktives Einstiegsbudget.
- Trailerbar und damit sehr mobil.
Sun Fast 30 OD kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:
- Strictly Racing: Ein Boot eher nur für Regatta-Segler.
- Segel müssen extra gekauft werden (normal in diesem Metier, sollte aber im Budget bedacht werden).
Weitere Reviews und Testberichte:















