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Segelboot Bénéteau First 44 kaufen
Beneteau First 44 - auf Yachtall.com
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Bénéteau First 44
Segelboot / Slup: Bénéteau, Neuboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,15 m x 4,25 m, 14,15 x 4,25 m Bj.: 2026, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 585.000
Liegeplatz: Frankreich, La Trinité-sur-Mer
2026
Finanzierung: z.B. mtl. € 5.348,45
Bénéteau First 44
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,15 m x 4,25 m, 14,15 x 4,25 m Bj.: 2022, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW)
€ 349.000
Liegeplatz: Kroatien, Contact De Valk Dalmatia
2022
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.196,26
Bénéteau First 44
Segelboot / Slup: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,15 m x 4,25 m, 14,15 x 4,25 m Bj.: 2024, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4JH57 CR, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 397.500
Liegeplatz: Italien, Liguria, La Spezia
2024
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.638,65
Bénéteau First 44
Segelboot / Slup: Bénéteau, GebrauchtbootLänge x Breite: 14,15 m x 4,25 m, 14,15 x 4,25 m Bj.: 2025, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 539.000
Liegeplatz: Frankreich, Martigues
2025
Finanzierung: z.B. mtl. € 4.927,88
Bénéteau First 44.7
Segelboot / Slup: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13,37 m x 3,97 m, 13,37 x 3,97 m Bj.: 2006, Kabinen: 3
Motor: Yanmar Engine, 54 PS (40 kW)
€ 120.000
Liegeplatz: Italien, Toscana
2006
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.293,93

Bénéteau First 44
Segelboot / Slup: Bénéteau, GebrauchtbootLänge x Breite: 13,15 m x 4,25 m, 13,15 x 4,25 m Bj.: 2022, Kabinen: 2
Motor: 57 PS (42 kW), Diesel
€ 359.000
Liegeplatz: Kroatien, Split
2022
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.287,85
Bénéteau First 44 A/C
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,15 m x 4,25 m, 14,15 x 4,25 m Bj.: 2022
Motor: Yanmar, 57 PS (42 kW), Diesel
€ 349.000
Liegeplatz: Kroatien, Dalmatia
2022
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.287,85
Bénéteau First 44.7
Segelboot / Slup: Bénéteau, GebrauchtbootLänge x Breite: 13,35 m x 3,97 m, 13,35 x 3,97 m Bj.: 2004, Kabinen: 3
Motor: 55 PS (40 kW), Diesel
€ 130.000
Liegeplatz: Spanien, Vigo
2004
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.401,76
Bénéteau First 44.7
Segelboot / Slup: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13,37 m x 3,97 m, 13,37 x 3,97 m Bj.: 2006, Kabinen: 3
Motor: Yanmar 4JH4E, 55 PS (40 kW), Diesel
€ 120.000
Liegeplatz: Italien, Toscana, Mar Tirreno
2006
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.293,93
Bénéteau First 44.7
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 13,66 m x 3,96 m, 13,66 x 3,96 m Bj.: 2004, Kabinen: 3
Motor: Volvo Penta, 55 PS (40 kW), Diesel
€ 129.900
Liegeplatz: Frankreich, Upon Request
2004
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.400,68
Bénéteau First 44.7
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, GebrauchtbootLänge x Breite: 13,70 m x 4 m, 13,70 x 4 m Bj.: 2004
Motor: Volvo Penta, 55 PS (40 kW), Diesel
€ 99.990
Liegeplatz: Spanien, Sitges
2004
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.072,32
Bénéteau First 44
Segelboot / Segelyacht: Bénéteau, Gebrauchtboot, GFK/KunststoffLänge x Breite: 14,15 m x 4,25 m, 14,15 x 4,25 m Bj.: 2022
€ 359.000
Liegeplatz: Kroatien, At Request
2022
Finanzierung: z.B. mtl. € 3.287,85
Bénéteau First 44.7
Segelboot / Slup: Bénéteau, GebrauchtbootLänge x Breite: 13,35 m x 3,97 m, 13,35 x 3,97 m Bj.: 2007, Kabinen: 3
Motor: Yanmar, 54 PS (40 kW), Diesel
€ 135.000
Liegeplatz: Frankreich, Port Camargue, Gard
2007
Finanzierung: z.B. mtl. € 1.452,11
Was hätte sein können: Die BENETEAU First 44 ist nicht, was Sie denken
Wann passt die First 44 besonders gut zu Ihnen?
Wir wollen ehrlich sein und gleich „mit der Tür ins Haus fallen“: Wenn Sie eine leistungsfähige Performance-Yacht kaufen wollen, die es mit X-Yachts, Grand Soleil oder Solaris aufnimmt, dann wird die First 44 vielleicht auf Ihrer Liste stehen, weil Name, Design und Konstrukteure Power versprechen. Allerdings, bis auf das zeitlos-elegante Design hält dieses Boot leider nicht den Anforderungen sehr ambitionierter Regattasegler stand. Um nicht zu sagen, die First 44 hat, was ihre sportlichen Erfolge angeht, eher enttäuscht und konnte keine nennenswerten Pokale gewinnen. Um es auch hier kurz zu machen – das liegt ganz einfach an ihrem zu hohen Gewicht. Mit 10,6 Tonnen Leicht-Verdrängung sind das ganze 1.000 Kilogramm mehr, als ihre große Rivalin, die Grand Soleil 44 auf die Waage bringt. Eigentlich 1,5 Tonnen zu viel, denn die GS 44 gibt es auch als Regatta-Version. Auch die schon etwas in die Jahre gekommene X-Yachts XP 44 wiegt nur 8,6 Tonnen, selbst die luxuriöse Solaris 44 bringt nur 9,9 Tonnen Verdrängung mit.
Das sollten Sie wissen, wenn Sie ein Boot zum Regatta-Gewinnen kaufen wollen. Wenn dem der Fall ist: Sie brauchen eher nicht weiterzulesen. Aber: Wenn Sie eine richtig schnieke Yacht kaufen möchten, die schneller als die normalen Cruiser segelt, dabei eine extrem sexy Figur macht und Fahrten-Qualitäten mitbringt, dann könnte die First 44 durchaus etwas für Sie sein – wollen wir mal schauen?
Argento und Biscontini: Style rules!
Lorenzo Argento und Roberto Biscontini sind Legenden des europäischen Yachtdesigns. Die beiden Designer haben schon der First 53, der im wahrsten Sinne des Wortes großen Schwester der 44, buchstäblich „Flügel“ verliehen. Mit der Einführung des damals noch First Yacht 53 genannten Flaggschiffes begann 2018 die fulminante Erneuerung der Performance-Reihe aus dem Hause BENETEAU. Und auch bei der First 44 haben sie ganze Arbeit geleistet: Sowohl unter Segeln wie auch vor Anker oder ganz schnöde im Hafen ist die First 44 ein echter Hingucker. Ihre Linien sind zurückhaltend, wie ein Tiger auf dem Sprung: Der scharfe, gerade Steven deutet nur ganz, gaaaaanz leicht eine negative Orientierung an, konterkariert von dem schön integrierten Komposit-Bugspriet. Das eher flache Freibord kreiert sein Innenraum-Volumen durch eine wiederum nur ganz leicht wahrnehmbare konvexe Wölbung nach oben, die aber durch die flache Linie des Aufbaus in dem Moment „genommen“ wird, wo man sich seiner gewahr wird.
Sie ist ohne Zweifel eine sehr elegante Yacht, fast schon erhaben. Anders als die Konkurrentinnen, gegen die sie (wie wir nun wissen, seglerisch eher chancenlos) angetreten ist, muss die First 44 nicht mit aggressiven Ecken oder überzeichneten Linien auftrumpfen. Ganz so, wie es der bourgeoise Charme der Franzosen gebietet, kommt die 44 eher gediegen, fast schon englisch daher. Wir finden, Argento und Biscontini haben hier einen Top-Job abgeliefert, was das Design dieser Yacht angeht!
Etwas zu schwer…
…ist noch untertrieben. Die First 44 kann, was ihr Gewicht angeht, in keiner Weise mit den direkten Konkurrentinnen Grand Soleil 44, XP 44 oder Solaris 44 mithalten. Selbst die sehr traditionell gefertigte Dehler 46, die in ihren Abmessungen der First 44 ähnelt, kommt mit ihren 11,5 Tonnen an die First 44 heran, die eigentlich weitaus performanter sein sollte. Dieses Manko ist natürlich den ausgewiesenen Racern schon auf dem Papier bewusst geworden, was sich deutlich bis heute in den eher schleppenden, wenn nicht gar enttäuschenden Verkaufszahlen widerspiegelt. Die First 44 trifft damit in etwa das gleiche Schicksal, wie die damals unter großem Applaus eingeführten und vom enfant terrible Juan Kouyoumdjian designten First 30 JK.
Dennoch: Auch wenn das jetzt vielleicht etwas negativierend klingt, das Boot zu kaufen ist keineswegs eine schlechte Wahl, auch wenn die First 44 aus BENETEAU-Sicht nur als Flop gelten kann. Es sind immer die Ansprüche, mit denen man startet. Und die waren bei dieser Yacht eben ziemlich hoch. Zu hoch. Was schade ist, denn die First 44 ist durchaus eine schön ausbalanciert segelnde, flotte Yacht und könnte für Sie interessant sein.
Die Bürde des Erbes: First verpflichtet
Wenn Sie eine nagelneue First 44 kaufen möchten, lassen Sie sich von einem offiziellen Händler gut beraten. Sowohl die Standard „Cruising“-Variante wie auch die Performance-Variante dieser Yacht haben ihre Eigenheiten, die sich vor allem im Cockpit zeigen. Und auf Ihrem Konto, denn die Upgrades zur Performance schlagen tüchtig zu Buche: Das muss man dann schon richtig wollen angesichts der Tatsache, dass die Yacht dann trotzdem nicht allzusehr „Performance“ sein wird.
Der Name verpflichtet: First steht bei BENETEAU für die leistungsfähigen Segelboote, die traditionell bei Regatten immer vorn mitgesegelt sind. Tatsächlich wurde die First-Serie noch lange vor der Oceanis eingeführt: Schon damals war es Madame Roux wichtig, nur die ganz großen Namen aus Design und Segelsport an die First zu lassen. Dieser Anspruch und das beeindruckende Palmarés an gewonnenen Regatten sind selbstverständlich eine Bürde für jeden neuen Konstrukteur, der die Ehre bekommt, eine First zu entwerfen. Ob das Gewichtsproblem von Argento und Biscontini kommt oder einfach die Realität der Massenproduktion in industrialisierter Serienfertigung mit sich bringt, wissen wir nicht. Sicher ist, dass die Chefetage nach der First 44 ganz genau hingeschaut hat, als die nächste Yacht dieser Reihe herausgekommen ist. Und da gab und gibt es wahrlich nichts zu beanstanden: Die etwas kleinere First 36 ist all das, was eine First sein muss, und noch viel mehr. Wer ein Segelboot kaufen möchte, findet in ihr eine preiswertere Alternative, die sowohl für Fahrtensegler als auch für ambitionierte Racer einen genaueren Blick wert ist.
BENETEAU First 44 kaufen - Rumpf, Konstruktion, Bauweise & Segelplan
Moderner Serienbau: Konstruktion und Rumpf der First 44
Der Rumpf der First 44 wird im Vakuum-Infusionsverfahren hergestellt, wobei für diese Yacht ein Sandwich-Kern aus Balsa-Holz benutzt wird. Für das Deck kommt dann schon moderneres Synthetik-Material aus PET für den Kern zum Einsatz. Die Schotten und alle Möbel werden mit normalem Bootsbau-Sperrholz gefertigt, das entsprechend laminiert oder lackiert wird: Andere Hersteller setzen hier konsequent auf mehr Leichtbau, andere Kernmaterialien, Vinylester-Harze und Komposit-Material wenigstens für die Schotten. Im Kern ist die First 44 also ein Zwischending, eine Mischung aus Leichtbau-Ansatz und klassischem, „schwerem“ Cruiser-Yacht Serienbau.
Dennoch genügt der Rumpf strukturell natürlich den hohen Anforderungen des Offshore-Segels, die Yacht is CE Kategorie A zertifiziert. Sie segelt recht steif und kommt auch gut hoch an den Wind heran: Das liegt aus unserer Sicht vor allem an der sehr prägnanten und scharf geschnittenen Bugsektion. Wenn Sie einmal die Chance haben, einen First 44-Rumpf an Land stehend (zum Beispiel auf einer Hallen-Messe oder einfach im Winterlager) zu sehen, schauen Sie gern von hinten schräg oben am Bug vorbei: Sie werden die besondere Bugform erkennen. Auch achtern hat Biscontini, leicht an IOR erinnernd, dem Rumpf einen kleinen „Drall“ nach außen gegeben, was wohl die Gleit-Eigenschaften verbessern soll. Sie sehen also: Es steckt durchaus Modernität, Kreativität und Potenzial in der First 44!
Mehr Performance durch Carbon-Rigg
Die Performance-Variante der First 44 ersetzt den Standard Aluminium-Mast durch edle Kohlefaser aus dem Hause Axxon. Der Carbonmast ist dann ganze 1,50 m höher, was die Segelfläche am Wind von 103 m² in der „kleinsten“ Standardvariante auf immerhin 121 m² erhöht: Das ist schon deutlich mehr Power!
Ebenfalls mehr Spaß bringt die First 44 dann unter Gennaker oder Code 0, wenn es mal weniger Windspeed draußen hat. Dann nämlich bringen Sie satte 207 m² (anstelle 170 m² im Standard) beim Genni und immerhin noch 105 m² (zu 95 m² Standard) beim Code 0 in den Wind.
Die Performance-Version der First 44 kommt zudem mit einem über die gesamte Cockpitbreite verlaufenden Großschot-Traveller, die Großschot ist beim Standardboot über einen etwas tradiert wirkenden Hahnepot mitten im Cockpot-Deck angeschlagen. Das hätte man für den Cruiser unserer Meinung nach eleganter lösen können. Bessere Winchen, „Fastnet“ Displays am Mastfuß und ein dunkler EVA-Hartschaum Decksbelag runden das Bild ab.
Selbstverständlich gehört es sich für eine Performance-Yacht, dass sich Eigner die Segel beim Loft ihres Vertrauens fertigen lassen. Ab Werft kann man bei BENETEAU das Segelboot nur mit dem Code 0 kaufen. Wir finden das nur gut, den normalerweise sind die OEM-Segel der Werften, selbst wenn von namhaften Marken, nicht mit der Qualität eines echten Loft-Segels vergleichbar.
Noch mehr Amwind-Power durch Kiel-Optionen und Wasser-Ballast
Wer oben ein wenig tuned, der sollte das „Unten“ nicht vergessen. Die First 44 ist im Standard mit einem schönen, allerdings gusseisernen, T-Kiel zu kaufen, der 3,3 Tonnen wiegt und 2,15 m Tiefgang verursacht. Wer noch mehr Steifigkeit und Amwind-Performance möchte (und vor allem wo oben der große Carbon-Mast mit viel Segelfläche steht), der sollte schon den 2,60 m tiefen Performance-Kiel kaufen. Hier ist eine Bleibombe an die Eisen-Finne angeflanscht, beides bringt 3 Tonnen Ballast mit sich.
Optional ist die First 44 mit einem Wasserballast-System zu kaufen. Hiermit kann der Skipper auf Knopfdruck jeweils 300 Liter Wasser in den Achterkabinen auf die hohe Kante pumpen, die dann bis zu 6 Personen simulieren. Damit kann die Yacht im Einhand- oder Double-Handed-Modus wirklich extrem hoch an den Wind gebracht und noch sicher gesegelt werden. Das System wird elektrisch betrieben und benötigt etwa 3 bis 4 Minuten für eine komplette Umfüllung. Wer eine First 44 mit diesem System kauft, darf in sie dann in CE Kategorie A-Gebieten nur noch mit maximal 6 Personen (sonst 12) segeln.
Die Dinghy-Garage der First 44
Erwähnenswert ist bei diesem Segelboot noch die Heckgarage. Aus unserer Sicht (und der vieler Händler und Eigner) ein weiterer Punkt auf der Liste der „Unglücklichkeiten“ der First 44. Es ist widersprüchlich, denn BENETEAU hat selbst für sich das Credo herausgegeben, dass Heckgaragen für Beiboote erst ab 55 Fuß sinnvoll sind: Dann sind die Beiboote, die man hineinbekommt, groß und praktisch genug und der Platz, den die Garagen innen kosten, minimal. Und wir können das nur unterschreiben! Bei der First 44 hat man allerdings eine Garage eingebaut: Sobald sich die Badeplattform öffnet, ist diese zugänglich. In die Heckgarage der First 44 passt allerdings nur maximal ein 2 m langer Tender ohne Motor, der dann auch partiell entleert werden muss. Es gibt keinerlei Hilfen für das Ein- oder Ausladen des Tenders, nur eine Luke in die Garage vom Deck aus. Viele Eigner berichten, dass die Garage so dicht über der Wasserlinie liegt, dass schon bei mäßig beladenem Schiff diese immer von Meerwasser durchflutet wird: Und damit noch mehr Gewicht (und Feuchtigkeit) ins Boot bringt. Es gibt workarounds mit Zipper, die rundum die Garage nochmal mit einer Persenning verschließen, die aber am Grundproblem nicht ändern. Auch hier: Gut gemeint, in der Praxis aber eher mangelhaft.
„Die First 44 ist ein sehr schickes, auf performantes Segeln getrimmtes Boot. Auf dem Regattakurs wird es Sie allerdings wohl eher enttäuschen, im Urlaub macht es aber durchaus eine sexy Figur.“BENETEAU First 44 kaufen - Alle Informationen für Skipper/Segler
Schnell, aber nicht superschnell: Das sollten First 44-Skipper wissen
Wenn Sie die First 44 kaufen wollen, so viel sollte nach der Lektüre dieses Artikels klar sein, sollten Sie bei ernsthaften Regatta- oder Performance-Ambitionen ausschließlich die Performance-Variante wählen. Und selbst dann sind noch Umbauten notwendig, um das Gewichts-Manko auszugleichen. Profi- oder Corinthian-Skipper entscheiden sich in dem Fall wohl eher für die genannten Mitbewerber oder andere, voll auf Racing getrimmte Marken.
Für den Fahrtensegler, der das schnelle Segeln bevorzugt, ist die First 44 allemal tauglich: Ihre Speed liegt immer noch weit jenseits eines Cruisers, der damit einhergehende Segelspaß wird von der tollen Racing-Optik der Yacht unterstützt. Auch bei der Cruising-Variante kann man mit einigen einfachen Mitteln das Gewicht schon sinnvoll reduzieren: So wirkt sich beispielsweise der Verzicht auf ein Echtholz-Decksbelag sofort positiv aus. Die Wahn der Segel sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden. Es gibt sie also durchaus, die Stellschrauben, an denen man drehen kann.
Yachten sind keine Häuser: Das Cockpit-Problem
Neben dem Gewicht ist das Kernproblem der First 44 aus unserer Sicht folgendes: Anscheinend, oder besser, offensichtlich, haben sich die Konstrukteure nicht nur von der First 53 inspirieren lassen, sondern sie regelrecht kopiert. Es scheint, als habe man das – wunderbar funktionierende – Cockpit-Layout der großen Schwester einfach im Maßstab auf die 44er verkleinert. Voilá. Dass das in der Praxis zu Problemen in der Bedienung führt, sieht man deutlich, wenn man sich das Winschen-Layout und die Leinenführung ansieht. Dies ist bei der First 44 sehr unglücklich „gelungen“, die Winschen stehen zu eng beieinander, beide Varianten – Cruising wie auch Performance – sind nicht als gut zu segelnde Cockpits zu bezeichnen. Man kann eben Boote nicht schrumpfen oder vergrößern, wie Häuser.
Damit wird die First 44 natürlich nicht unsegelbar, man kann sich durchaus an die Cockpits gewöhnen. Wenn man vorrangig alleine oder zu zwei segelt, ist das alles sowieso egal, wer aber mit aktiven Freunden Spaß haben will, der muss im First 44 Cockpit viel verkraften.
Dir First 44 als (schnelles) Fahrtenboot
Wenn schon nicht Regatta, dann wenigstens schnelle Fahrtenyacht? Für alles, was an Deck steht, können wir hier „grünes Licht“ geben: Sie segelt durchaus hohe Etmale, ist wetter- und wellenfest und kann weite Urlaubsschläge schnell überbrücken. Die First 44 kann mit einer Sprayhood ausgestattet werden, um auch bei schlechtem Wetter Gischt und Wellen aus dem Cockpit fern zu halten. Ein Bimini kann man ebenfalls ab Werft kaufen, das zudem mit Sunshades geschlossen werden kann. Soweit, so gut: Für den schönen Urlaub oder gar die große Segelreise ist alles klar? Nun, nicht ganz: In diesem Fall liegen die Einschränkungen oder Kompromisse, die Sie als Fahrten-Skipper eingehen müssen, unter Deck…
BENETEAU First 44 kaufen - Komfort, unter Deck
Das Layout der First 44
Zunächst einmal: Es gibt nur ein einziges Kabinen-Layout für die First 44. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn viele Performance-Yachten sind nicht sehr flexibel, wenn es um das „Unten“ geht. Die First 44 ist als klassischer 3-Kabiner mit einer Eignerkammer im Vorschiff und zwei fast symmetrischen Achterkammern zu kaufen. „Fast“ symmetrisch, weil die Steuerbord-Kabine etwas Volumen an das Tages- und Gästebad abgeben muss, was sich in einem kleineren Eingangsbereich und einem kleineren Hängeschrank zeigt. Die Liegefläche ist in beiden Achterkammern mit 2,04 x 1,38 m gleich und durchaus angenehm groß. Zwei schöne Rumpffenster sorgen hier für zusätzlich natürliches Licht, diese sind allerdings leider sehr weit vorn im Rumpf, sodass man liegend keine Aussicht genießen kann. Vorn lockt ein schönes Halb-Island-Bett im Eignerbereich, hier ist das zweite Bad verbaut.
Vorbildlich (und gewiss nicht Standard!), BENETEAU verbaut ein Bad an Steuerbord und eins an Backbord. Wichtig auf einem Boot, das durchaus mit viel Lage segeln wird, denn so hat immer mindestens ein WC sicher Spülwasser und halbwegs angenehmes Sitzen.
Yachten sind keine Häuser, Teil 2
Dass die BENETEAU First 44 nur mit einem Holz-Typ (ALPI Teak) und nur mit einem Holzton für die Bodenbretter zu kaufen ist, hilft ganz sicher nicht, Fans zu finden. So bleibt Ihnen bei der Personalisierung einer Spezifikation nur die Farbe und Stoffart der Polster zu verändern. Hier hätte eine hellere Holzvariante oder mehr Freiheiten bei den Bodenbrettern sicher für eine größere Attraktivität gesorgt, denn den rötlich-orangefarbigen Ton des ALPI Teak-Imitats muss man mögen.
Für eine Yacht dieser Preisklasse wirken die Möbel zudem … billig. Das macht BENETEAU bei der First 53 besser, wo mehr Echtholz- oder massiv laminierte Formteile zum Einsatz kommen. Die Möbelbauqualität der First 44 kann nicht überzeugen und ist nicht wirklich von einer Oceanis zu unterscheiden.
Das größte Manko ist aber aus unserer Sicht, dass man im generellen Layout der Yacht anscheinend den gleichen Fehler gemacht hat, wie beim Cockpit: Man hat den – wiederum wunderbar gelungenen! – Salon der First 53 einfach auf die Maße der First 44 verkleinert. Heraus gekommen ist ein fast schon beängstigend eng wirkender Salon! Was bei der First 53 noch super funktioniert, nämlich die Möbel nicht an der Längsachse sondern an der Flucht der Außenwände zu orientieren, sorgt bei der First 44 für einen, wie wir finden, unvorteilhaften Effekt. Der spitz zulaufende Salon wirkt noch enger!
Das Sofa an Steuerbord ist der einzige Ort zum Ausspannen, weil vis-a-vis der Esstisch zu viel Platz wegnimmt. Und wieder: Das klappt bei der First 53 so wunderbar, weil sie so groß ist und damit die einzelnen Elemente auch. An Bord der First 44 klappt es nicht, denn nun wirkt die Ess-Ecke vollkommen überdimensioniert, das kleine Sofa verkommt nicht nur optisch. Wehe, wer wirklich mit 6 Personen (oder mehr) segelt: Wo sollen die hier unten alle sitzen und sich wohlfühlen?!
Die Pantry ist komplett ausgestattet und in ihrer L-Form auch durchaus ergonomisch gut. Wer den Salon nur zur Nahrungsaufnahme nutzt, wird keine Probleme haben. Als Ort zum Ausspannen, zum Relaxen oder der gepflegten Bord-Unterhaltung taugt er aus unserer Sicht nicht: Das kleine Sofa bietet nur zwei Sitzenden oder einem Liegenden Platz. Es wirkt noch kleiner durch den fast schon Komik-artig anmutenden, etwas lieblos angeflanschten Navitisch, an dem man entgegen gesetzt zur Segelrichtung sitzen soll. Der ist aber so klein und lieblos, dass man ihn am liebsten abbauen und dafür das Sofa verlängern möchte.
Alles in allem enttäuscht der Salon der First 44 auf ganzer Linie: Das machen selbst die preiswerten Massen-Cruiser besser. Er ist dunkel aufgrund der Holz-Auswahl und sehr beengt. Die sich nach vorn verjüngenden optischen Fluchten der Möbel setzen noch einen oben drauf: Wohlfühl-Salon geht anders!
Hoffnung: Eine überarbeitete First 44?
Es gibt Hinweise darauf, dass in der Werft eine Arbeitsgruppe zurzeit daran arbeitet, die laufende Produktion der First 44 so zu verändern, dass die größten Probleme des Bootes behoben werden können. Das spricht natürlich für das Konzept der Yacht: Denn wie wir schon sagten, ist sie von außen mega-schick und hat strukturell wie auch konzeptionell durchaus das Potenzial für einen absoluten Überflieger. Wenn BENETEAU das Gewichtsproblem in den Griff bekommen würde, stünde einem phönixartigen Aufstieg aus der Asche nichts mehr im Wege: Ein Cockpit kann man neu designen (neue Decks-Formen sind bei weitem nicht so teuer, wie die der Rümpfe), am Möbeldesign, da modular, kann man ebenfalls recht einfach etwas ändern. Der First 44 wäre es zu wünschen! Ob und wann sich da etwas ergibt – oder ob nicht in einigen Jahren eine ganz neue 15 m-First gestartet wird, ist bis dato nicht abzusehen, da sich alle Beteiligten in Schweigen hüllen. Wir müssen also abwarten – oder solange das Beste aus dem bestehenden Bauzustand herausholen, was durchaus einige Eigner gemacht haben. So hat eine solch getunte First 44 beispielsweise 2023 am Transpac teilgenommen und das Rennen durch den gesamten Pazifik immerhin auf dem zweiten Platz beendet. Na bitte, es geht doch!
Außenseiter oder Trendsetter? Die First 44e
BENETEAU nutzte die First 44 ebenfalls als Test-Plattform für einen komplett elektrischen Antrieb. Dieser wurde mit zwei großen 4 kW-Batterien von Torqeedo gespeist. Das Ungewöhnliche: Zwei Torqeedo Pod-Antriebe wurden mit etwas Versatz von der Mittelachse montiert, womit nach Aussagen der Weft sogar ein Katamaran-artiges Manövrieren möglich sein sollte. Diese als First 44e bezeichnete Variante war kurzzeitig auch für normale Privatkunden im Verkauf, wird aber lange schon nicht mehr angeboten. Gegebenenfalls kann man diese „Elektroboote“ hin und wieder auf dem Gebrauchtbootmarkt kaufen.
Ebenfalls an der First 44 getestet wurde das Elium-Harz, welches GfK-Laminate zu 100% recyclingfähig macht. BENETEAU hat im Langzeit Segeltest die Belastungsgrenzen dieser Laminate unter echten Bedingungen testen können. Elium-Rümpfe können nach Gebrauch „eingeschmolzen“ werden, wobei sich Glasfaser und Harz sauber trennen lassen. Beide Grundstoffe des GfK werden damit rückgewonnen und können 100% wiederverwendet werden. Elium-Rümpfe sind ebenso belastbar wie „normale“ Polyester- oder Vinylester-Yachten, sind aber nach Aussagen der Werft etwa 30% teurer in der Herstellung. BENETEAU hat sich nach dem sehr erfolgreichen Testprogramm mit der First 44 entscheiden, Elium als Standard-Material beim Flaggschiff, der Oceanis Yacht 60, einzusetzen. First 44 sind vorerst nicht in Elium zu kaufen.
Dennoch beweisen diese beiden Fakten, dass die Werft ernsthaft Fortschritte auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit macht: Umso schöner zu wissen, dass es die First 44 war, die den Nachweis der Sicherheit und Machbarkeit gebracht hat.
Schicke Yacht mit viel (ungenutztem) Potenzial
Na, sehen Sie: Ganz so negativ wie am Anfang dieses Artikel ist es dann doch nicht, oder? Die First 44 ist eine sehr hübsche, fast schon aufregend sexy designte Yacht, die sowohl in der Marina wie auch unter Segeln die Blicke auf sich ziehen wird. Gerade in der Performance-Variante beeindruckt das hohe Rigg und die Segelfläche.
Dass die Segelleistungen auf den ernsthaften Regattabahnen nicht mit dem Anspruch und dem Nimbus der Marke „First“ mithalten können, sollte nur ambitionierte Racer interessieren: Der normale Segler wird noch genug Power und Performance aus ihr herauskitzeln können. Wer Spaß, Zeit und das nötige Kleingeld hat, kann die Yacht durchaus mit einer konsequenten Abnehmkur und einigen Umbauten „auf Trab“ bringen.
Innen enttäuscht die First, so ehrlich muss man sein. Wer allerdings „dunkle“ Boote mag und sowieso nur allein oder zu zweit segelt, kann sich mit dem Layout des Segelbootes, vor allem dem für diese Schiffsgrößte viel zu engen Salon sicher auch anfreunden.
Die First 44 braucht einen Kenner, der ihre versteckten und ungenutzten Potenziale erkennt und freilegt: Belohnt wird man mit einem zeitlos eleganten Design und einer dann bestimmt tollen Segelperformance.
Die First 44 auf dem Gebrauchtboot-Markt
Es sind nicht viele First 44 gebaut worden, sodass sie im Gebrauchtboot-Markt keine große Rollen spielen dürfte. Wenn Sie Angebote finden, achten Sie unbedingt auf die Unterscheidung zwischen Standard/Cruising und Performance-Variante. Einige Eigner haben ihre First 44-Boote teilweise signifikant umgebaut: Diese Um- und Anbauten sollten professionell ausgeführt sein (Garantie- oder ggf. sogar CE-Verlust drohen!) und sollten daher begutachtet werden.
Sollte das Gerücht stimmen und (demnächst) eine überarbeitete First 44 rauskommen, die dann keine Gewichtsprobleme mehr hat, die Cockpitfrage löst und ggf. sogar einen schönen, hellen, der Klasse angemessenen Salon bietet, dürften die Gebrauchtboot-Preise für die „alten“ First 44 leiden, was eine Chance für Schnäppchen-Käufer, ein Verlust für die Verkäufer bedeuten würde. Das ist aber alles noch unklar, Stand Anfang 2026.
BENETEAU First 44 kaufen - Das gefällt uns besonders:
- Sehr schickes Äußeres dank der Designer Argento und Biscontini
- Schönes, hohes Rigg mit viel Power
- Viele Rigg- und Kiel-Optionen
BENETEAU First 44 kaufen - Da sollten Sie genau hinschauen:
- Deutlich zu schwere Yacht für ernsthafte Regatta-Teilnahmen
- Cockpit- und Innen-Layout ist von der größeren First 53 übernommen und linear verkleinert: Das funktioniert nicht recht
- Viel zu kleine Dinghy-Garage, bleibt nicht trocken
Weitere Reviews und Testberichte:












































