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INTERBOOT 2026: Messepremieren, Elektroboote und mehr Boote als im Vorjahr
Einen Tag vor der Eröffnung der INTERBOOT 2026 gab ein Medienrundgang erste Einblicke in die wichtigsten Neuheiten. Zu den Höhepunkten gehören ein moderner Daysailer, mehrere Bénéteau-Modelle, ein leichtes Elektro-Foilboot und eine 16 Meter lange Elektroyacht.
Vom 23. bis 27. September 2026 wird Friedrichshafen erneut zum Treffpunkt für Bootsinteressierte und Wassersportfans. Zur 65. INTERBOOT präsentieren 308 Aussteller ihre Produkte in acht Messehallen, auf dem Freigelände, am Messe-See und im INTERBOOT Hafen.
Obwohl die Zahl der Aussteller etwas unter dem Vorjahresniveau liegt, werden in diesem Jahr mehr Boote auf dem Messegelände gezeigt. Besucher erwartet damit eine besonders große Auswahl – von kompakten Einsteigerbooten und sportlichen Daysailern bis zu modernen Elektrobooten und komfortablen Yachten.
„Die INTERBOOT entwickelt sich kontinuierlich weiter und verbindet Produkte, Information und Beratung mit dem direkten Erlebnis auf und am Wasser“, erklärt Projektleiter Felix Klarmann. Für ihn ist es die letzte INTERBOOT in dieser Funktion. Anschließend übernimmt Zuzanna Sroda, die die Messe bereits seit zehn Jahren als Projektmanagerin begleitet.

Felix Klarmann (links) - Zuzanna Sroda (rechts)
Saffier SE 28 Leopard feiert Messepremiere
Zu den sportlichen Neuheiten gehört die Saffier SE 28 Leopard. Der moderne Daysailer ist 9,20 Meter lang und 2,70 Meter breit. Bereits der nach innen geneigte Bug unterstreicht den dynamischen Charakter des Bootes.
Eigner können die Yacht weitgehend nach ihren persönlichen Vorstellungen konfigurieren. Zur Wahl stehen eine Pinnensteuerung oder zwei Steuerräder, unterschiedliche Segelvarianten sowie ein Elektro- oder Dieselmotor. Für besonders ambitionierte Segler ist außerdem ein leichter Kohlefasermast erhältlich.
Obwohl die Saffier SE 28 Leopard hauptsächlich für Tagesausflüge konzipiert wurde, verfügt sie über vier Schlafplätze und eine kleine Pantry. Optional können unter anderem eine Heizung und ein Sonnendach bestellt werden.
Bénéteau stärkt seine Präsenz am Bodensee
Mit Bodan-Yachthandel in Kressbronn erhält Bénéteau einen neuen Händler für Verkauf und Service in der gesamten Bodenseeregion. Auf der INTERBOOT steht insbesondere die sportliche First-Baureihe im Mittelpunkt.
Gezeigt werden verschiedene Modelle – von der regattatauglichen und zugleich einsteigerfreundlichen First 14 SEüber die sportliche First 18 SE bis zur First 24, die vier Schlafplätze bietet und sich damit auch für Familien eignet.
Im INTERBOOT Hafen können Besucher außerdem die bereits mehrfach ausgezeichnete Bénéteau First 30probesegeln. Zusätzlich stehen dort zwei Modelle der Oceanis-Reihe für Testfahrten bereit. Damit bietet sich Interessenten die Gelegenheit, mehrere aktuelle Segelboote nicht nur auf dem Messestand zu besichtigen, sondern unmittelbar auf dem Bodensee zu erleben.
Kaebon EB EINS fly: elektrisch über dem Wasser
Wie effizient ein Elektroboot durch konsequenten Leichtbau und Tragflächentechnik werden kann, zeigt die Münchener Werft Kaebon mit der EB EINS fly.

Das 5,25 Meter lange Carbonboot wiegt lediglich 350 Kilogramm. Ab einer Geschwindigkeit von etwa neun Knoten hebt sich der Rumpf mithilfe seiner Foils weitgehend aus dem Wasser. Ein aktives System regelt die Tragflächen und stabilisiert das Boot während der Fahrt.
Für eine Reisegeschwindigkeit von zwölf Knoten genügen drei Elektromotoren mit jeweils 3 kW Dauerleistung. Die Batterien können innerhalb von rund fünf Stunden an einem herkömmlichen 230-Volt-Anschluss geladen werden.
Der serienreife Prototyp kann während der INTERBOOT im Hafen Probe gefahren werden. Damit gehört die EB EINS fly nicht nur zu den technisch interessantesten, sondern vermutlich auch zu den ungewöhnlichsten Booten der Messe.
WIA 520 HardTop ist das größte Boot der INTERBOOT
Dass Elektroantriebe längst nicht mehr auf kleine Tagesboote beschränkt sind, zeigt die WIA 520 HardTop. Mit einer Länge von gut 16 Metern ist die in Ungarn gebaute Elektroyacht zugleich das größte Boot auf dem diesjährigen Messegelände.

In der Standardausführung wird die Yacht von zwei Elektromotoren mit jeweils 40 kW angetrieben. Bei einer Geschwindigkeit von 5 km/h soll eine Reichweite von bis zu 240 Kilometern möglich sein. Antrieb und Batteriekapazität lassen sich deutlich erweitern; laut Hersteller sind Konfigurationen mit einer Gesamtleistung von bis zu 450 kW möglich.
Auch beim Platzangebot zeigt die WIA 520 HardTop Größe. Abklappbare Seitenwände und eine ausfahrbare Badeplattform vergrößern den Außenbereich und verbinden Sonnenfläche, Cockpit und Innenraum auf einer Ebene.
Im Tagesbetrieb können sich bis zu zwölf Personen an Bord aufhalten. Drei Kabinen bieten Übernachtungsmöglichkeiten für sechs Gäste. Zur möglichen Ausstattung gehören Klimaanlage, Ice-Maker, Grill und Entertainment-System.
Neue Jeanneau Cap Camarat 6.0 CC
Als Deutschlandpremiere wird in Friedrichshafen die neue Jeanneau Cap Camarat 6.0 CC vorgestellt. Das kompakte Center-Console-Boot ist sechs Meter lang, trailerbar und wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt.

Es ergänzt die Modellreihe zwischen der Cap Camarat 5.5 und der 6.5. Zur Serienausstattung gehört ein Außenbordmotor mit 115 PS; optional kann das Boot mit bis zu 150 PS motorisiert werden.
Eine interessante Besonderheit ist das optional erhältliche AQUA-Top. Das abnehmbare Sonnendach besteht aus einem Material, das auch bei SUP-Boards verwendet wird. Wird es nicht als Dach benötigt, kann es als schwimmende Badeinsel genutzt werden. Eine breite Panoramakonsole und ein großzügiger, von vorne zugänglicher Stauraum ergänzen das Konzept.
Refit und Wassersport zum Ausprobieren
Neben den zahlreichen Booten setzt die INTERBOOT 2026 verstärkt auf Beratung und praktische Erlebnisse. Im neuen Refit-Center in Halle A4 zeigen Fachleute, wie sich bestehende Boote reparieren, modernisieren und aufwerten lassen. Dabei werden traditionelle Bootsbauarbeiten mit neuen Verfahren wie 3D-Scan, computergestützter Konstruktion und 3D-Druck kombiniert.
In Halle A5 kehren außerdem die Surf-Days mit einer stehenden Welle zurück. Anfänger und erfahrene Surfer können die Anlage kostenlos nutzen. Boards, Neoprenanzüge und Handtücher werden bereitgestellt; die Nutzung ist bereits im Eintrittspreis enthalten.
Boote direkt auf dem Bodensee testen
Eine besondere Stärke der INTERBOOT bleibt die Verbindung aus Hallenmesse und praktischem Erlebnis auf dem Wasser. Zahlreiche Boote können im INTERBOOT Hafen nicht nur besichtigt, sondern auch Probe gefahren oder gesegelt werden.
Die INTERBOOT 2026 ist vom 23. bis 27. September geöffnet – täglich von 10 bis 18 Uhr, am Sonntag bis 17 Uhr. Das Parken auf dem Messegelände ist kostenlos.





