02.11.2026
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Was selbst Superyacht-Besitzer nicht kaufen können


Wenn man über das nötige Vermögen verfügt, um eine maßgeschneiderte 80-Meter-Superyacht in Auftrag zu geben, ist Geld selten ein Hindernis. Man kann sich für eine individuell gestaltete Innenausstattung, Hybridantriebe und maßgeschneiderte Hubschrauberlandeplätze entscheiden. Doch wie ein aktueller Bericht der „Financial Times“ zeigt, stoßen die Superreichen dieser Welt an eine harte Grenze: Sie können keinen Liegeplatz kaufen, wenn es keinen gibt.


Aufgrund eines gravierenden weltweiten Mangels an Liegeplätzen für Superyachten stellen selbst Milliardäre fest, dass erstklassige Liegeplätze am Wasser das knappste Gut überhaupt sind.

 

​Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht der Financial Times:

 

​Eine massive Versorgungslücke: Während die weltweite Superyacht-Flotte (Schiffe über 30 Meter) in den zehn Jahren bis 2025 um 40 % gewachsen ist, dauert der Bau eines neuen Yachthafens 5 bis 10 Jahre. Strenge Umweltauflagen, komplexe Genehmigungsverfahren und ein Mangel an Küstenflächen führen dazu, dass das Angebot völlig zum Erliegen gekommen ist.


​Explodierende Kosten: In den beliebtesten Mittelmeer-Hotspots haben sich die nächtlichen Liegeplatzgebühren in der Hochsaison in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Eigner zahlen mittlerweile hohe „Knappheitspreise“, nur um sich einen Liegeplatz zu sichern.
​Private-Equity-Unternehmen steigen ein: Große Investoren kaufen Yachthäfen auf und betrachten sie als sichere Infrastrukturanlagen. Aufsehenerregende Transaktionen – wie die Übernahme von D-Marin durch InfraVia für über 1 Milliarde Euro und die Investitionen von Blackstone in Höhe von mehreren Milliarden Dollar – unterstreichen die enormen Gewinne und hohen Auslastungsraten der Branche.


​Der Trend zum „Yacht-Desking“: Dank zuverlässigem Hochgeschwindigkeits-Satelliteninternet wie Starlink verbringt eine jüngere Generation von Eignern deutlich mehr Zeit mit Leben und Arbeiten an Bord, wodurch die Boote das ganze Jahr über in Betrieb bleiben und die Nachfrage steigt.


​Ausweitung auf neue Regionen: Da das Mittelmeer und die Karibik an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, expandiert die Branche in Richtung neuer Zentren im Nahen Osten, in Asien (wie beispielsweise neue Projekte in Hongkong und Japan) sowie in Nord- und Südamerika.

Da sich der Wettlauf um erstklassige Liegeplätze an der Wasserfront verschärft, ist der ultimative Luxus im Yachting nicht mehr nur das Schiff selbst – es ist ein garantierter Liegeplatz.

Lesen Sie den vollständigen Bericht auf der Website der Financial Times